Fußball-Kreisliga A: TuRa glücklicher Sieger gegen RWU

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Fußball:  Das Topspiel am 8. Spieltag am Bergkamener Nordberg gewann der FC TuRa glücklich 4:3 gegen RW Unna und fügte damit seinem Ex-Trainer Sascha Siegner die zweite Saison-Niederlage zu. Bergkamen schloss nach Pluspunkten (14) zu den Rot-Weißen auf, ist jetzt bei einem Spiel weniger Tabellenfünfter. Am Sonntag wartet beim Spitzenreiter Bork die nächste schwere Aufgabe auf die Gumprich-Mannen.

Glücklicher Sieger im Topspiel am Nordberg war der FC TuRa Bergkamen gegen RW Unna (4:3). Drei Treffer von Engin Duman und ein Elfmeter-Tor von Denis Celiktas führten zu dem Dreier. Die Rot-Weißen spielten ab der 24. Minute in Unterzahl, als Torhüter Stellfeld nach einer Notbremse vorzeitig duschen musste. Die Doppelbestrafung Rot und Elfer hätte es nach Ansicht von RWU.Coach Sebastian Laub so nicht geben dürfen. In Unterzahl kamen die Unnaer sogar zum 3:3. In der Schlussphase brachten zwei aufeinanderfolgende Fehler die Gäste noch auf die Verliererstraße. Laub: „Schade, dass wir uns für unsere tolle Moral nicht mit einem Punkt haben belohnen können.“ Kurzer und treffender Kommentar von TuRa-Coach Kurt Gumprich: „Wir haben gewonnen, da müssen wir einen Haken machen..“ FCT musste Torhüter Liebner und Yilmaz ersetzen.

Weiterhin ungeschlagen bleibt der BSV Heeren. Bereits am Donnerstag siegte die Eckei-Truppe 4:1 in Niederaden. BSV-Coach Sebastian Eckei beendete damit den Niederaden-Fluch, sah seine Mannschaft wieder „gut drauf“. Vor allem die mittlerweile erreichte Breite in seinem Kader habe es gerichtet. „Eine gute Bank, damit holt man auch die Punkte“, meinte er und setzte hinzu, „wir haben die Tore in dem Geduldsspiel zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Eckeis Niederadener Kollege Alex Berger sah sein Team in der ersten Halbzeit besser. „Wir hätten 2:1, 3:1 führen müssen“, sein Statement, „wir haben die Möglichkeiten aber nicht nutzen können, wieder mal. Und hinten haben wir individuelle Fehler gemacht, wieder mal. Unzulänglichkeiten brechen uns immer wieder das Genick.“
Der VfK Weddinghofen konnte Spitzenreiter Bork nicht vom Thron stoßen, verlor am Häupenweg 1:5, VfK-Trainer Daniel Knapp zeigte sich beeindruckt von der
individuellen Klasse des Gegners in der Offensive, befand die Niederlage jedoch um ein bis zwei Tore zu hoch. Borks Joel Grodowski baute mit seinen drei Toren sein Torkonto auf 17 Treffer aus. Weddinghofen musste Kleit und Rataj ersetzen.

Der SV Bausenhagen setzte am 8. Spieltag ein ganz dickes Ausrufezeichen, schlug auf der heimischen Alm Meisterschaftsfavorit TSC Kamen mit 4:2. „Wir freuen uns sehr über diese drei Punkte. Die tun uns richtig gut“, war SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus sichtlich erleichtert nach dem Schlusspfiff. Insbesondere die 1. Halbzeit seiner Mannschaft habe ihm gut gefallen, da lag der SVB 3:0 in Front. Ganz anders die Stimmung bei TSC-Coach Tuncay Sönmez, der seine Mannschaft auf der Alm überhaupt nicht wiedererkannte. Er sprach „von der schlechtesten Leistung seit langem.“ Selbst einen Elfer konnte man nicht verwerten, Bacak scheiterte an Bausenhagens Keeper Wiggers. Ausreden wollte der Coach aber nicht gelten lassen. „Wir waren einfach schlecht.“

Philipp Kohlmann, Torjäger der SG Massen, war der Mann des Tages in der Heimpartie seiner SGM gegen SuS Oberaden. Kohlmann traf drei Mal und erhöhte sein Torkonto auf nunmehr sieben Treffer. Bis auf Daniel Pilzecker, der zum 4:2-Endstad traf, waren alle anderen Massener Teamkollegen nicht effektiv genug vor dem gegnerischen Tor. Für SGM-Trainer Ralf Dreier zählten dann auch nur die drei Punkte. „Es war kein berauschender Sieg“, sein Urteil. Sein SuS-Kollege Michael Pannicke trauerte der Großchancen von Zoran Mayanovic nach, der zum 3:3 hätte ausgleichen können. Oberaden musste Triller und Kirchner ersetzen, Sujkkovic, Köhler und Schmidt warten wieder im Team.

Trotz der 2:4-Niederlage in Cappenberg zeigte sich Georgios Kipreos, Trainer des TuS Hemmerde, nicht unzufrieden mit der Leistung und der Einstellung seiner Mannschaft und man hätte mindestens ein Unntschieden verdient. „Auf die Leistung lässt sich aufbauen. Wir haben uns Chancen rausgespielt und guten Fußball gespielt, müssen allerdings auch nocht eine Schüppe drauf legen“, sein Fazit. Im Team fehlten Rihtar, Gosiewski und Blazevic.

Weiter ganz oben dran ist die U23 des TuS Westfalia Wethmar. Nach dem 6:1-Kantersieg gegen die Reserve des SSV Mühlhausen-Uelzen beträgt der Rückstand auf Klassenprimus PSV Bork gerade einmal einen Punkt. Westfalia-Trainer Simon Erling räumte aber auch ein, dass das  Ergebnis zu deutlich ausgefallen sei. „Der SSV hat es uns über lange Zeit richtig schwer gemacht“, meinte er. Die Personaldecke bei Wethmar ist derzeit dünn und dürfte sie auch noch am kommenden Wochenendesein, wenn eine ganz schwierige Aufgabe wartet. Dann nämlich geht es zum heimstarken SV Bausenhagen.  „Bausenhagen ist eine sehr kampfstarke Mannschaft, in Kombination mit dem schlechten Naturrasen haben dort ganz viele Teams Probleme“, kann sich Erling in dieser Woche jedoch auf die Gegebenheiten dort einstellen. SSV-Trainer Maik Portmann sah seine Mannschaft in Wethmar eine Stunde lang auf Augenhöhe. Er hatte keine Verstärkung von oben und haderte mit der vergebenen Chance von Lokatis. „Wenn wir das 2:1 gemacht hätten, wäre das Spiel vielleicht noch anders gelaufen“, war sich „Porti“ sicher.

Besonders motiviert waren die Ex-Königsborner Spieler beim Duell ihres SV Frömern beim Königsborner SV. Als da waren die Ruzok-Brüder und Duda, die mit ihren Mannschaftskollegen eine bärenstarke 2. Halbzeit hinlegten, das 0:1 drehten und am Ende 3:1 die Oberhand behielten. „Jeder wollte gewinnen“, bescheingte SVF-Trainer Adrian Ruzok seiner Mannschaft eine erstklasige Einstellung. Er musste auf Martello, Heppe und Krause verzichten. Da war der personelle Aderlass beim KSV weitaus größter. Lediglich Schiller konnte von der Ausfallliste gestrichen werden. KSV-Spielertrainer Tobias Retzlaff führt die gegenwärtige Misere in erster Linie auf das Fehlen vieler Stammspieler zurück, bescheinigte Frönern jedoch einen verdienten Sieg.

RW Unna II jetzt seit zwei Jahren Zuhause ungeschlagen

Wieder einmal hat die Heimstärke dem Aufsteiger RW Unna II den Sieg gebracht. Diese Serie hält jetzt seit zwei Jahren an. Maßgeblich daran beteiligt war Torjäger Björn Scharfe, der drei Tore selbst erzielt hat und eines vorbereitete. Sein Torkonto umfasst mittlerweile 13 Treffer. Er bekam auch ein Sonderlob von Trainer Emre Aktas. Wichtig auch das Wiedermitwirken von Drees und Dickmen im Mittelfeld. Einzig die Defensive bereitet dem Coach noch etwas Kopfzerbrechen, denn drei weitere Gegentreffer waren eindeutig zu viel. Insgesamt hat sich RWU in den acht Spielen 28 Gegentreffer eingefangen. Nur TSC Hamm II hat mit 30 mehr aufzuweisen.

Die Talfahrt konnte der TVG Flierich-Lenningsen am Sonntag am Butterwinkel gegen die Drittvertretung der Hammer SpVg stoppen. TVG-Coach Thorsten Müller atmete tief durch. „Dafür mussten wir 90 Minuten hart arbeiten, hatten zudem eine Portion Glück dabei. Die drei Punkte nimmt uns jetzt keiner mehr, ganz egal, wie sie zustande gekommen sind“, sein Urteil. Müller lobte die Moral seiner Truppe, die einen 1:2-Rückstand drehte. Zudem hatte er ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen, denn sowohl Schlieper als auch Eickhoff trafen. Den Siegtreffer besorgte der Hammer Talacha, der eine Flanke von Lux ins eigene Tor lenkte (83.). Ein wenig getrübt wurde die Freude über den Sieg durch die Verletzungen von Sebastian Lüblinghoff sowie die erst eingewechselten Sebastian Schlieper und Sven Konrad, die die angespannte Personalsituation beim TVG nicht leichter machen.

Beim TuS Uentrop musste der SuS Rünthe eine deutliche 1:4-Niederlage hinnehmen. Bereits zur Halbzeit war die Partie mit dem 4:0 entschieden. In der zweiten Halbzeit verkaufte sich der SuS dann deutlich besser, doch es gab nur noch Ergebniskosmetik durch den Ehrentreffer von Marcel Siedlarek. „Die zweite Hälfte war dann wichtig für die Moral“, so Rünthes Coach Engin Abali, „sicherlich sind diese Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel in dieser Saison kein Maßstab für uns. Wir müssen unsere Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion holen.“.

Tayfun Basyigit, Spielertrainer der IG Bönen, hatte beim Heimspiel gegen Stockum mehr Widerstand erwartet. Nur beim 0:1 war seine Mannschaft nicht im Bilde, doch der überragende Mertlan Akkaya glich nach einer Viertelstunde aus.  „Von da an waren wir die klar bessere Mannschaft“, meinte Basyigit, der trotz auch nicht überzeugender Leistung seiner Mannschaft keine Probleme mehr bekam.  „Wir sind auf einem guten Weg, den richtigen Charakter in der Truppe zu bekommen“, freute sich der Spielertrainer. Seine Devise: Weniger lamentieren, stattdessen auf Fußball konzentrieren. Ramazan Dincer gehört ab sofort nicht mehr zum Kader. „Es war zu viel Unruhe im Team. Da musste gehandelt werden.“ Fatih Cepaye, Neuzugang vom TSC Kamen, gab sein Debüt. Gesperrt fehlten noch Layé Toure und Oguzhan Öztürk.

Bild: Der Unnaer Burak Akar (li.) kann hier den Ball vor den Bergkamenern Emre Beniz und Christoph Barthel behaupten.

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