Fußball-Kreisliga A: SG Holzwickede erst nach der Pause auf der Siegerstraße

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Fußball-Kreisliga A2: BSV Heeren – SG Holzwickede 1:4 (1:0). Am Mittwoch Abend standen sich im vorgezogenen Spiel des 26. Spieltages Heeren und Holzwickede gegenüber. Die rund 200 Zuschauer sahen zwei verschiedenen Halbzeiten. Während in den ersten 45 Minuten Heeren Vorteile hatte und das auch durch das 1:0 ausdrückten gehörten Halbzeit zwei fast ausschließlich den Gästen.

BSV-Trainer Ingo Tiede: „In der 1. Halbzeit haben wir das 1:0 gemacht, hätten auch das 2:0 nachlegen müssen. Chancen waren dazu da. Nach der Pause haben wir uns das Heft aus der Hand nehmen lassen. Holzwickede war uns dann spielerisch überlegen und hat am Ende den Dreier nicht unverdient mitgenommen. Ein Punkt wäre aber auch möglich gewesen, so ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen.“
SGH-Trainer Christian Müseler: Die 1. Halbzeit war nicht so gut von uns. Da waren wir nicht geordnet und haben Fehler gemacht. Nach der Pause haben wir ins Spiel gefunden, waren feldüberlegen und haben aus drei Standard-Situationen drei Tore gemacht. Nach hinten heraus geht unser Sieg in Ordnung.“

BSV Heeren: Blawat (89. Knicker), Ernst, Schäfer, Joost (80. Bischoff), Schmidt, Pinneker, Buhl, Böcker, Kramer (69. Dittert), Moussa, Golombek.
SG Holzwickede: Heiser, Hussain, Powilleit, Knoche, Brassat (53. Nehm), Pfaff (88. Golisch), Tacke, Hoppe, Tsikordas, Osterhaus, Tobio-Lemos.
Tore: 1:0 (31.) Moussa, 1:1 (63.) Tacke, 1:2 (66.) Tobio-Lemos, 1:3 (76.) Hoppe, 1:4 86.) Hoppe.
Bestnoten: Pinneker, Moussa (BSV); Pfaff(SGH).

Bild: Erst in den zweiten 45 Minuten stellte SG Holzwickede den Sieg in Heeren sicher

Keineswegs nervös wird man im Lager des VfL Kamen nach der dritten Saisonpleite, wenngleich Co-Trainer Dirk „Pantani“ Franke einräumt, dass das 0:1 am Sonntag „sportlich gesehen die erste verdiente Niederlage war. Massen war besser.“ Die aktuelle Talfahrt macht Franke in erster Linie an den derzeit fehlenden Stammspielern fest. In Massen fehlten Faralich,, Potthoff, Dumanli, Weihrich und Marscholek. „Wir konzentrieren uns jetzt auf die noch folgenden fünf Aufgaben. Platz eins werden wir uns nicht mehr nehmen lassen“, sein Wink an die Konkurrenz. Schon am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Verfolger Wethmar U23 könnte der Tabellenführer den Vorsprung von aktuell acht Zähler wieder ausbauen.

Gibt es für Westfalia Wethmar U23 noch einmal ein Comeback im Titelrennen, das bis vor drei Wochen mehr als entschieden schein? Wethmar  pirschte sich nach den drei Kamener Niederlagen  durch einen starken Auftritt am Sonntag und einem 4:1 gegen SV SW Frömern bis auf acht Punkte heran und darf nun am kommenden Wochenende im Jahnstadion beim VfL antreten. Trainer Simon Erling möchte über das Thema Platz eins aber dennoch gar nicht diskutieren. „Diese Tür wurde schon vor Monaten für alle Teams in unserer Liga zugeschlagen und würde es auch bleiben, wenn wir in Kamen gewinnen. Denn der VfL hat im Anschluss ein ganz leichtes Restprogramm. Die Kamener wissen selbst ganz genau, dass sie längst durch sind, vielleicht ist deshalb die Luft bei ihnen aktuell etwas raus“, sagt Erling, der sich statt mit dem VfL viel lieber mit seinem Team beschäftigen möchte.

Dass der VfL durch ist, glaubt man auch im Lager der SG Massen. „Spannend wird es nicht mehr“, sagt SGM-Trainer „Ralli“ Dreier, „der VfL wird bei dem Restprogramm noch alles klar machen.“ Dennoch war es für ihn und seine Mannschaft eine Genugtuung, den zukünftigen Meister geschlagen zu haben.

Spannender wird wohl noch die Frage sein, wer nach BR Billmerich als zweiter Absteiger „ins Gras beißen“ muss. Alles deutet darauf hin, dass es den ‚SuS Kaiserau II oder den VfK Weddinghofen erwischen könnte. SuS Lünern ist zwar auch nicht durch, konnte aber mit dem 3:2-Sieg im Nachbarschaftsduell  gegen Hemmerde am letzten Spieltag neues Selbstvertrauen tanken und drei wichtige Zähler einfahren. 0:2 lag man nach einer Stunde zurück, doch dann drehten  Lokatis (2) und Laub das Spiel. „Wir haben uns endlich mal für eine engagierte Leistung belohnt, nie aufgesteckt und waren am Ende nicht unverdient Sieger“, freute sich nach Spielschluss SuS-Spielertrainer Sebastian Laub. Sonntag kommt Niederaden an den Ostfeldweg. Laub: „Wenn wir auch hier punkten, sollten wir aus dem Gröbsten raus sein.“

Den zweiten Sieg in Folge fuhr der SuS Kaiserau II ein und kommt bis auf einen Zähler an Weddinghofen heran. 8:0 gewann Schwarz-Gelb am Häupenweg. SuS-Spielertrainer Fabian Blum wollte den Sieg nicht überbewerten. „In der 1. Halbzeit hat noch nicht so viel funktioniert, wir haben teilweise nervös und zerfahren agiert“,  blickte er zurück., „erst nach dem 0:2 und 0:3 ist Weddinghofen zusammen gebrochen. Jetzt muss es so weiter gehen.“ Das Restprogramm von Kaiserau: SV Bausenhagen (H), SG Holzwickede (A), TuS Hemmerde (H), TuS Niederaden (A) und SuS Lünern (H).

Einen derben Rückschlag im Abstiegskampf musste der VfK Weddinghofen hinnehmen. „0:8, das ist schon bitter“,  war VfK-Trainer Frank Lewandowski nach dem Abpfiff sehr frustriert. „1. Halbzeit haben wir noch gut mitgehalten“, seine Eindrücke, „dann waren wir chancenlos gegen die starke Kaiserauer Mannschaft.“ Immerhin spielten sieben Akteure aus der „Ersten“ von ‚Kaiserau mit. Sonntag will und muss „Lewa“ in Mühlhausen punkten, ihm stehen jedoch Müller, Abali und Fröhling nicht zur Verfügung. Das Restprogramm des VfK hat es in sich: SSV Mühlhausen II (A), SV Frömern (H), VfL Kamen (A), SG Massen (H) und WEstfalia Wethmar II (A).

 

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