Fußball-Kreisliga A: Notizen vom 6. Spieltag

Fußball: Nach dem 6. Spieltag blieb das Führungsduo TSC Kamen und SuS Oberaden punktgleich an der Spitze. Königsborner SV und VfL Kamen folgen nach torreichen Erfolgen auf den Plätzen drei und vier. FC TuRa Bergkamen machte es gegen Schlusslicht Wethmar zweistellig. Bausenhagen kommt einfach nicht in die Gänge, sucht weiter die Form des Vorjahres und verlor auch in Weddinghofen mit 1:2 sein fünftes Saisonspiel.

Coach Birol Dereli gestand nach 4:3 seines SuS Oberaden in Cappenberg, dass es kein gutes Spiel seiner Mannschaft gewesen sei. “Der Gegner hat nur mit langen Bällen gearbeitet, damit sind wir nicht so gut klar gekommen.” Für Dereli zählen am Ende die drei Punkte. Varlikhan Karakök und Yasin Yilmaz mussten verletzt ausgewechselt werden.

Zweistellig machte es der FC TuRa Bergkamen gegen Wethmar II. Das 10:0 stellte dann auch TuRa-Trainer Alex Berger restlos zufrieden. “Mit so einem Ergebnis war nicht zu rechnen. Wethmar war aber auch schwach.” Einen Dreierpack schnürten Hasan Kopar und “Kalli'” Kupfer.

Trainer Benjamin Fasse benötigte nicht viele Worte, um das Debakel für seine U23 von Westfalia Wethmar zusammenzufassen. “Für das, was wir heute gezeigt haben, kann man sich einfach nur bei Verein und Fans entschuldigen.” Tatsächlich ließen die Grün-Weißen über die volle Distanz alles Notwendige vermissen. Während die ersten fünf punktlosen Spieltage zumindest noch mit Courage, Disziplin und Einstellung über die Bühne gingen, war im Duell mit Bergkamen nichts von alledem zu sehen. Damit verharrt der TuS weiterhin einsam am Tabellenende und muss nun schnellstens den Hebel umlegen, um nicht schon früh in der Saison den Anschluss zu verlieren. Die nächste Gelegenheit zum ersten Saisonerfolg bietet sich der Fasse-Truppe am kommenden Sonntag: Dann ist der Tabellenzwölfte SV Langschede zu Gast am Cappenberger See (Anstoß 13 Uhr).

Einen Rumpfkader konnte der SV Frömern im Heimspiel gegen VfL Kamen nur aufbieten. Darius Ruzok, Christoph Wickfeld, Christian Döring, Thomas Bartling und Florian Altmeyer konnten nicht auflaufen. Im Tor stand Feldspieler Thomas Ruzok. Die Folge: Der SVF lag zur Halbzeit bereits 0:5 hinten. Erkenntnis für SVF-Trainer Thomas Schneider: “Wir müssen zukünftig hinten sicherer werden.”
Effektiv im Ausnutzen der sich bietenden Torchancen zeigte sich der VfL Kamen I beim Gastspiel in Frömern. “Nach dem 1:0 drehten wir auf und machten gefühlt jeden Schuss rein”, freute sich VfL-Coach Emre Aktas. “Wir waren  einfach extrem effektiv. In der zweiten Hälfte haben wir dann ein bisschen was ausprobiert und sind eher in den Verwaltungsmodus übergegangen.” In den nächsten beiden Begegnungen gegen Cappenberg und Oberaden fehlen ihm die Urlauber Mark Ellerkmann, Yasin Öztürk, Emrah Öztürk, Daniel Drees, Samet Ayyildiz und Jannick Haase. Björn Scharfe fehlt verletzt ohnehin.

“Sieben Stück” fing sich der SV Langschede im Heimspiel gegen Königsborn ein. “Der Sieg geht für den KSV auch in der Höhe absolut in Ordnung”, so das Statement von SVL-Coach Stefan Kortmann. “Wir waren von Beginn an weder gallig, wach noch aggressiv genug. Wir haben es Königsborn extrem einfach gemacht.” Unglücklicherweise verletzte sich Dominik Emde und Timo Kirstein.

Bild: Der Königsborner SV konnte in Langschede sieben Tore bejubeln / Foto KSV.

Der Königsborner SV feierte an der Ruhrbrücke den dritten Sieg in Folge, steht mittlerweile punktgleich mit 13 Punkten wie der VfL Kamen auf dem dritten Platz und hat lediglich drei Punkte Rückstand auf das Spitzenduo TSC und Oberaden. KSV-Trainer Andreas Feiler: “Man muss sagen, dass es uns heute wirklich nicht sonderlich schwer gemacht wurde.” Daniel Steinacker, Tobias Schmitz und Markus Sobala kommen nach ihren Verletzungen wieder zurück. Das eröffnet dem Königsborner Coach mehr personelle Alternativen.

“Ein 0:0 ist für uns als Aufsteiger gegen einen etablierten A-Ligisten einfach super”, so die Wertung von Nils Giese, Trainer des VfL Kamen II, nach dem Stadtderby gegen Heeren. “Es war eine sehr starke kämpferische Leistung, mit etwas Glück hätten wir gewinnen können, allerdings sind wir natürlich auch mit einem Punkt mehr als zufrieden.”
Keine gute Leistung bescheinigte Trainer Sebastian Eckei seinem BSV Heeren nach dem Derby in Kamen und fand dafür (noch) keine Erklärungen. “Wir müssen uns jetzt endlich wieder steigern, wir spielen weit unter dem Limit. Wir waren faul und sehr unkreativ auf dem Platz.” Die immer noch große Ausfalliste verlängerte sich durch Gabriel Honorio, Daniel Paul und Kevin Pasternack vor der kommenden Heimaufgabe gegen Bergkamen.
Beim VfK Weddinghofen hatte Co-Trainer Sascha Wambach im Heimspiel gegen Bausenhagen das Sagen auf der Trainerbank für den urlaubenden “Chef” Olaf Barnfeld. Der VfK lag 0:1 zurück, doch Kaya und Witte schafften mit dem 2:1 noch den zweiten Saisonsieg. “Verdient”, wie Wambach urteilte. Barnfeld ist am Sonntag beim Gastspiel in Königsborn wieder zurück.
Rätsel geben Co-Trainer Uli Neuhaus die Leistungen seines SV Bausenhagen derzeit auf. “Ich bin einfach enttäuscht und sprachlos”, seine Stimmungslage nach der neuerlichen Niederlage in Weddinghofen. “Der Mannschaft fehlt bis jetzt einfach der Charakter der letzten Jahre. Eben kämpfen und laufen bis zum Ende.” Nach dem Spielverlauf am Häupenweh hätte man laut Neuhaus eigentlich die drei Punkte in dem mäßigen Spiel mitnehmen können.”
Matchwinner für Spitzenreiter TSC Kamen war im vorgezogenen Spiel gegen RW Unna einmal mehr Malik Celiktas, dem wiederum ein Doppelpack gelang. Er erhöhte sein Torkonto auf 12 Treffer und führt die Torjägerliste an. Wieder mit von der Partie war Engin Duman nach seiner Sperre und Urlaub. “Das Spiel gegen RWU war nicht einfach”, resümierte TSC-Trainer Tuncay Sönmez,”Rot-Weiß hat uns alles abverlangt.”
Für Marc Schmitt, Coach von Rot-Weiß Unna, ist der TSC die stärkste Mannschaft der Liga. “Sie sind brutal stark.” Dass man verdient 0:3 verloren habe, räumte er er, allerdings haderte er auch mit zwei strittigen Schirientscheidungen. Ihm fehlten fünf Stammkräfte, was man nicht kompensieren konnte.
Die zweite Saison-Niederlage musste der Kamener SC im ebenfalls vorgezogenen Punktspiel gegen Mühlhausen II hinnehmen. Sehr zur Enttäuschung von KSC-Trainer Ahmet Kahya. “Wir haben total schlecht gespielt. Insgesamt waren wir vor allem zu harmlos vor dem gegnerischen Tor und ließen so auch einige Chancen liegen. Wir haben leider nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.” Der KSC ist nach sechs Spieltagen in der Tabelle nur noch Mittelmaß.
Christian Müseler, Trainer des SSV Mühlhausen-Uelzen II, freute sich über den zweiten Saisondreier in Kamen. “Es war wieder ein hartes Stück Arbeit”, so sein Fazit, “insgesamt war es aber wirklich mal eine ordentliche Leistung und für diese wurden wir auch endlich belohnt.” Es waren seiner Meinung wichtige Zähler, diesen Schwung wolle man mitnehmen für das kommende Heimspiel gegen Frömern.

Mit dem 2:0-Sieg beim SVF Herringen hat die SpVg Bönen die Tabellenführung in der A1 übernommen. Vier Siege und zwei Unentschieden aus sechs Partien haben die Bönener an die Spitze befördert. Die Null hinten steht immer noch. Doch restlos zufrieden war man am Rehbusch nicht. “Wir haben es mal wieder nicht geschafft, über 90 Minuten unsere Leistung abzurufen“, fand Spielertrainer Tayfun Basyigit noch Kritikpunkte. “Der Gegner war einfach noch schwächer, darum waren wir auch der verdiente Sieger.” Dass sein Team Platz eins belegt, sieht er als eine “schöne Momentaufnahme” an, “mehr aber noch nicht.” Zwei Partien stehen vor dem spielfreien Wochenende für die SpVg noch aus. Am Sonntag kommt der BV 09 Hamm, dann geht es nach Uentrop.

Am 1. September wurde TuS Uentrop I  mit 3:1 bezwungen, 14 Tage später nahm der FC Overberge mit dem gleichen Ergebnis die Punkte mit beim TuS Uentrop II und ist Tabellenvierter. Doch eine starke Leistung bescheinigte FCO-Trainer Volker Grahl seiner Mannschaft nicht. “Einige Spieler meine Spieler haben den Gegner offensichtlich unterschätzt, dennoch waren wir die bessere Mannschaft und der Sieg verdient.” Einige Overberger Spieler gingen aufgrund der harten Gangart der Uentroper angeschlagen aus der Begegnung. Grahl hofft, dass er alle gesund beisammen hat für das kommende schwere Heimspiel gegen Heessen.

Bild: Der VfLer Axel Kadzioch und Heerens Kevin Pasternack (re.) kämpfen hier im Mitteldfeld um den Ball. Szene aus der Partie VfL Kamen II – BSV Heeren (0:0).

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