Fußball-Kreisliga A: Nachlese zum 15. Spieltag

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Fußball: Am Totensonntag durfte nicht gespielt werden, sodass die angesetzten Begegnungen bereits am Freitag und Sonntag angesetzt waren. Spielausfälle wie in der A1 gab es in der Kreisliga A2 nicht. Spitzenreiter Bork behauptete seinen komfortablen Vorsprung mit einem 3:2-Last-Minute-Sieg in Frömern. Der entscheidende Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit per Elfmeter. Keinen Sieger gab es im Unnaer Stadtduell zwischen Königsborn und Massen (3:3). Durch zwei späte Turan-Tore kam der TSC Kamen am Bergkamener Nordberg zu einem schmeichelhaften 2:1-Sieg.

Das Verfolgerduell ging an Rot-Weiß Unna. Die Laub-Truppe siegte etwas glücklich 3:2 beim BSV Heeren. Die Führung von Kaczmarek drehten Delker und Drees binnen acht Minuten zum 1:2. Heeren nutzte seine guten Chancen auf den Ausgleich  nicht, sodass Hilleringmann den dritten Treffer nachlegte zum vorentscheidenden 1:3. BSV-Trainer Sebastian Eckei  bemängelte zu wenig Cleverness im Spielaufbau, während RWU-Coach Sebastian Laub das Kämpferische seiner Mannschaft hervorhob.

Ein richtig gutes Spiel lieferte „Kellerkind“ TuS Hemmerde beim Tabellenzweiten Westfalia Wethmar U23 ab und gab sich nur knapp mit 1:2 geschlagen. Die Gastgeber standen am Rande einer Niederlage und zeigten sich beeindruckt von der forschen Spielweise des Gegners. Am Ende war man froh, die Punkte am Cappenberger See behalten zu haben. „Ein dreckiger Arbeitssieg“, damit wollte Westfalia-Interimscoach Robert Kittel die Partie abhaken. Sein Hemmerder Kollege Georgios Kipreos will und kann auf die starke Leistung aufbauen, die nicht belohnt wurde. Er haderte in der 78. Minute mit dem 2:1 für Wethmar. „Da agierten wir einmal zu naiv.“

Durch ein Tor von Fontana bereits nach 25 Minuten entschied der VfK Weddinghofen am Freitagabend am Häupenweg das Duell gegen SuS Kaiserau II mit 1:0 zu seinen Gunsten. Der zweite Sieg in Serie, verbunden mit dem Sprung auf Tabellenplatz zehn. Verdient“, befand Trainer Daniel Knapp, der nach seinem Spanien-Urlaub wieder an der Seitenlinie stand und die überzeugende Mannschaftsleistung lobte. Für seine Kaiserauer Kollegen Michael Hoffmann und Adrian Franik indes war es der letzte Auftritt, denn beide wurden zum Wochenanfang von Michael Zuter, bisher Trainer der Dritten, und dessen Co Sven Hennecke abgelöst. Zu beklagen hatte Schwarz-Gelb in der Nachspielzeit Rote Karten für Klug und  Torhüter Surkemper.

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Bild: Der SuS-Vorstand Eckart Stender (re.) und Thomas Samson (li.) begrüßten Michael Zuter (2.v.li.) und Sven Hennecke zum ersten Training.

Das Glück hat man eigentlich nur, wenn man oben steht. So geschehen an der Brauerstraße in Frömern. Da kam Ligaprimus Bork in der Nachspielzeit per Elfmeter zum unverdienten 3:2-Sieg beim SV Frömern. SVF-Spielertrainer Adrian Ruzok gestand dem Gegner den Elfer als berechtigt zu. „Wenn du oben stehst, hast du einfach das Glück, noch zu solch einer Chance zu kommen.“ Er bescheinigte seiner Mannschaft jedoch eine starke Leistung und hätte die zu gerne belohnt gesehen. Der überragende Peter Suchy hatte Frömern in der ersten Halbzeit 2:0 in Führung gebracht. Die war nach 82 Minuten in Überzahl – der Borker Kuhn sah in der 75. Minute die Ampelkarte – aufgebraucht, als Bork zum Ausgleich kam. Diesen einen Punkte hätte man auf jeden Fall verdient gehabt. Es kam anders.

Große Überraschung auf der Bausenhagener Alm. Schlusslicht SuS Oberaden entführte mit dem 3:3-Erfolg alle drei Punkte vom SV Bausenhagen. Der Trainrwechsel Dereli auf Pannicke scheint Früchte getragen zu haben. Viel Kampf warf Oberaden in die Waagschale. Auch das mentale Training hatte viel Selbstvertrauen vermittelt, sodass mitunter auch spielerische Momente eingebracht werden konnten. Mann des Tages war Oberadens Sascha Liebezeit, der alle drei Treffer markierte. „Eine Frechheit“ nannte hingegen SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus den Auftritt seiner Mannschaft. „Da fehlte die Einstellung.“ Besonders vermisst wurde der erkrankte Spielertrainer Lars Raffenberg.

In doppelter Unterzahl überstand der Königsborner SV das Heimspiel gegen SG Massen und behielt am Ende beim 3:3 einen Zähler an der Kamener Straße. Kita (46.) und Bräckelmann (81.) flogen runter. Kita hatte sich zu mächtig aufgeregt über das vermeintliche Abseitstor von Duve zum Massener 2:2. „Duve war mindestens sechs Meter im Abseits“, merkte dazu auch KSV-Spielertrainer Tobias Retzlaff an. SGM, ohne den urlaubenden Chefcoach Ralf Dreier, bestürmte vor allem Mitte der 2. Halbzeit das Königsborner Tor, schaffte trotz einer Vielzahl von Chancen nur noch ein Remis. „Unser altes Leiden“, kritisierte SGM-Co-Trainer Sascha Schumann. „Wir lassen einfach zu viele Chancen aus. Selbst in doppelter Überzahl können wir den Vorteil nicht nutzen. Das 3:3 war nach dem Spielverlauf zu wenig.“

Lange hielt der FC TuRa Bergkamen seine gute Bilanz Zuhause im Nordbergstadion. Gegen Wethmar und zuletzt gegen den TSC Kamen klappte es nicht- die Spiele gingen verloren. „Das Ergebnis stellt den Spielverlauf auf den Kopf“, befand TuRa-Coach Kurt Gumprich. Seine Kritik: „Wir spielen leider nicht als Mannschaft, jeder spielt für sich und sieht nicht den besser postierten Mitspieler. Wir haben gute Einzelspieler, sind aber keine Mannschaft.“ Die drei noch ausstehenden Spiele sollen noch absolviert werden. „Dann aber müssen wir reden und handeln“, sieht Gumprich Handlungsbedarf. Sein Kollege Tuncay Sönmez sah zwar einen spielerisch überlegenen FC TuRa, doch die entscheidende Cleverness billigte er seiner Mannschaft zu. Die kam durch Ufuk Turan in den Schlussminuten zum glücklichen 2:1-Sieg.  Gider scheiterte per Elfer am überragenden Onur im TSC-Tor. Sönmez: „Onur wusste genau, wo Gider hinschießt. Das kannte er, als Gider noch im TSC-Dress spielte.“  Aktas, F. Dündar, Korkmaz, Yilmaz  und Iscan fehlten auf Kamener  Seite.

Ausgefallene Spiele in der Kreisliga A1 werden am 30. November nachgeholt

Das Wetter hatte am letzten Wochenende – wegen des Totensonntags hätte am Samstag gespielt werden sollen – , zugleich der erste Rückrunden-Spieltag,  für  zahlreiche Spielausfälle in der Kreisliga A1 geführt. Von den acht angesetzten Begegnungen wurden nur zwei ausgetragen. Die Gemeinde Bönen hatte bereits am Freitagmorgen alle Fußballplätze in Bönen für das Wochenende, mit Ausnahme des Kunstrasens des B-Ligisten VfK Nordbögge, gesperrt.  In Bönen waren der Rehbusch, das Schulzentrum und der Butterwinkel von den Spielabsagen betroffen. Spitzenreiter SpVg hätte gegen den SuS Rünthe antreten müssen. Auch die Partie des TVG Flierich-Lenningsen bei Rot-Weiß Unna II fiel aus. Auf der Sportanlage Süd am Südfriedhof gab es Sturmschäden, durch die umgestürzten Bäume durfte die Anlage nicht betreten werden.

Die ausgefallenen Spiele werden zeitnah nachgeholt: Bereits am kommenden Mittwoch (30. November) ab 19.30 Uhr müssen unter anderem IG Bönen – SVF Herringen, SpVg Bönen – SuS Rünthe und RW Unna II – TV Germania Flierich-Lenningsen antreten.

Nicht alltäglich die Umstände der 1:3-Niederlage des SV Stockum beim TuS Wiescherhöfen II: Vier Platzverweise, Wiederholung eines Elfers,  15 Minuten Nachspielzeit und dort zwei Tore. Das alles wird ein Nachspiel bei der Kreisspruchkammer haben. Stockum-Trainer André Klammroth bekommt nach diesen Ausfällen für das kommende Meisterschaftsspiel beim SVF Herringen erhebliche Aufstellungssorgen.

Bild: Der Bergkamener Ümit Tekin kann in dieser Szene den Ball vor dem TSC-Stürmer Ahmed Keske behaupten.

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