Fußball-Kreisliga A: Nachlese zum 11. Spieltag

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Fußball: Das am letzten Freitag wegen der defekten Flutlichtanlage im Stadion an der Gutenbergstraße abgebrochene Spiel TSC KamenSuS Oberaden wird jetzt am 4. November (Donnerstag) um 19.30 Uhr nachgeholt. Ursprünglich sollte bereits 26. Oktober gespielt werden, doch SuS-Trainer Michael Pannicke bat wegen aktuter Personalprobleme um Verlegung. Dem stimmte der TSC sportlich fair zu. Spitzenreiter Bork gewann das Topspiel in der A1 glücklich gegen Massen 4:3 und wahrte seinen Vorsprung vor der Verfolgerschar, die weiterhin die U23 von Westfalia Wethmar anführt. Die Mannschaft der Stunde ist der BSV Heeren, der TuRa Bergkamen 3:0 schlug und nunmehr seit neun Spielen ungeschlagen ist.

Absolut nicht einverstanden war Ralf Dreier, Trainer der SG Massen, mit der 3:4-Niederlage in Bork. „Das Ergebnis stellt den Spielverlauf auf den Kopf“, sein Urteil. Er hatte ein klares Chancenplus für sich ausgemacht. „Wir hatten zehn Hunderprozentige, treffen aber nur Latte und Pfosten und der Ball geht nicht rein.“ „Ralli“ tat die unverdiente Niederlage leid für sein Jungs, „die haben alles gegeben, sind aber nicht dafür belohnt worden.“ Das Strickmuster von Bork sei einfach: Man spielt fast nur lange Bälle und geht auf den zweiten Ball.

Weiterhin Personalsorgen plagen die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen. So musste Trainer Maik Portmann selbst wieder ran, hielt 78 Minuten durch und machte sogar einen Treffer zum 4:1. 6:1 siegte der SSV am Ende hoch verdient gegen den VfK Weddinghofen, dessen Talfahrt anhält. Während Portmann von einem „überragenden Auftritt“ seiner Mannschaft sprach, musste sein VfK-Kollege Daniel Knapp konstatieren, dass seine „Mannschaft  von Woche zu Woche schlechter spielt.“ Gründe dafür tun sich ihm noch nicht auf. Maik Portmann freute sich, dass sich die taktischen Umstellungen ausgezahlt haben. Im Kollektiv habe man gut agiert. „Selbst in der Höhe geht das Resultat in Ordnung.“

Zuletzt schien Rot-Weiß Unna die Konstanz ein wenig abhanden gekommen zu sein. Ohne Maisinger und Mujkic fand die Laub-Truppe gegen Cappenberg jedoch zu alter Heimstärke zurück, profitierte von der frühen Führung durch Scharfe – er stürmt sonst für die Reserve – und landete nach 90 Minuten einen verdienten Dreier. Cappenberg blieb zwar stets gefährlich, aber die RWU-Abwehr stand.

Die Mannschaft der Stunde ist der BSV Heeren. Auch vom FC TuRa Bergkamen ließ man sich nicht vom Erfolgsweg abbringen und blieb damit im neunten Spiel in Serie ungeschlagen. Die Folge: Der Sprung auf Tabellenplatz drei. „Wenn man gegen so einen hoch gehandelten Gegner am Ende so deutlich gewinnt, da kann man nur sehr, sehr zufrieden sein“, machte BSV-Coach Sebastian Eckei seinem Team Komplimente. Er warnte aber auch, dass man jetzt nicht übermütig sein dürfe. Sein TuRa-Kollege Kurt Gumprich bescheinigte den Gastgebern einen verdienten Sieg. „Heeren war uns läuferisch und spielerisch überlegen. Das war für mich doch überraschend in dieser Deutlichkeit.“ Seiner Mannschaft, ohne die gesperrten Yilmaz und Beniz, habe es an der nötigen Einstellung gefehlt. Marc Szymaniak gehört nicht mehr zum TuRa-Kader.

Überraschend deutlich nahm die Reserve des SuS Kaiserau die Hürde beim SV Frömern. SVF-Trainer Adrian Ruzok brachte es auf den Punkt: „Hinten machen wir zu viele Fehler und vorne gelingt uns zu wenig. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung.“ So beurteilte auch sein SuS-Kollege Michael Hoffmann die Partie. „Insgesamt geht der Sieg auch in der Höhe vollkommen in Ordnung.“ Seine Halbzeitansprache schien seine Mannen beflügelt zu haben, denn sie spielten fortan stark und machten drei Treffer.

Nach dem schwachen Auftritt zuletzt in Niederaden waren die Kicker des SV Bausenhagen auf der Alm gegen den Königsborner SV auf Wiedergutmachung aus.  Das gelang mit dem 3:1-Erfolg. Von daher war SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus dieses Mal sehr zufrieden. Durch Umstellungen fehlte zunächst der Spielfluss, aber nach 20 Minuten war man im Spiel, steckte auch das 0:1 weg und war durch zwei Sonnenberg-Treffer sowie dem Tor von Chille der Sieger. KSV-Coach Tobias Retzlaff ärgerte sich über drei Standard-Tore nach Eckbällen. Da habe seine Abwehr geschlafen. Seiner Meinung nach wäre eine Punktetilung möglich gewesen. Beim SVB fehlten die grippekranken Raffenberg, Horenkamp sowie Schoof.

Die U23 von Westfalia Wethmar gewann gegen Kellerkind TuS Niederaden deutlich mit 4:1. „Niederaden war zuvor im Aufwind, hatte einige Punkte gesammelt. Dafür haben wir es vor allem in der zweiten Halbzeit richtig ordentlich gemacht und deshalb letztlich auch verdient gewonnen“, sagte Trainer Simon Erling. Mit jetzt 22 Punkten bleibt Wethmar weiterhin auf Tabellenplatz zwei. „Und das, obwohl wir eigentlich schon die gesamte Saison über mit vielen Ausfällen zu kämpfen haben. Alleine am Sonntag hätten wir mit dem fehlenden und verletzten Spielern eine ganze Mannschaft aufstellen können. Deshalb ist es umso höher zu bewerten, dass wir als einziges Team der Liga weiterhin ungeschlagen sind“, zeigte sich der Westfalia-Trainer zufrieden.

SpVg Bönen grüßt jetzt von der Spitze

So hatte man sich das am Rehbusch vorgestellt: Die SpVg Bönen hat den BV Hamm an der Tabellenspitze in der Kreisliga A1 abgelöst. Im Topspiel schlug die Dördelmann-Truppe die zuvor ungeschlagenen Hammer mit 2:1. „Der Sieg war letztlich hochverdient“, zeigte sich der Bönener Coach äußerst zufrieden. Er bescheinigte seinen Mannen vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel, da hätte Bönen höher als 1:0 führen können. In der Schlussphase wurde es noch etwas hektisch, nachdem der BVH verkürzt hatte, und sich eine Rudelbildung in der Nachspielzeit bildete. Hendrik Dördelmann: „Am Ende haben wir den Sieg aber souverän über die Zeit gebracht. Jetzt freuen wir uns über die Tabellenführung.“

Nach erfolgreichen Wochen musste sich die IG Bönen beim TuS Wiescherhöfen II mit 1:3 erstmals wieder geschlagen geben. Dadurch verpasste man die Chance mit dem möglichen Sprung auf Tabellenrang drei. „Es hat an der nötigen Einstellung gefehlt“, begründete Spielertrainer Evren Karka so die verdiente Niederlage und setzte hinzu, dass es „aufgrund der letzten positiven Ergebnisse bei uns ein wenig schlampiger geworden ist.“ Hinzu kamen auch noch Verletzte. Tayfun Basyigit, ebenfalls Spielertrainer, fällt mit eine Kreuzbandverletzung für Wochen unbd Monate aus. Mit der dritten Saison-Niederlage rutschte IG vor ihrem spielfreien Wochenende von Rang fünf auf Rang sechs ab.

TVG Flierich-Lenningsen musste sich am 11. Spieltag beim TuS Germania Lohauserholz II, einem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, zum sechsten Mal in dieser Saison geschlagen geben und fiel auf Rang 15 zurück. Das 0:4 wäre vermeidbar gewesen. Zwar fehlten erneut einige Stammspieler, dennoch dominierte man die ersten 45 Minuten, hätte in Führung gehen können. Die Chancen waren dafür da. Doch nach dem 2:0 für „Hölzken“ gab es kein Aufbäumen mehr bei Flierich.. Weiteres Pech, zum Verletztenlazarett gesellten sich jetzt auch Gilian Daude und Tobias Weiß

Engin Abali, Trainer des SuS Rünthe, sah in der ersten Halbzeit seine Mannschaft bei der Hammer SpVg III auf Augenhöhe. Dennis Franke brachte seine Mannschaft mit einem Freistoß-Tor sogar 1:0 in Führung. „Doch das hat nicht die nötige Sicherheit gegeben,  die ich mir eigentlich erwünscht hatte“, merkte der SuS-Coach dazu an. Im Gegenteil, Hamm drehte die Partie und gewann am Ende 4:1. „Jedem von uns muss jetzt klar sein, dass wir gegen den Abstieg spielen“, zeigt Abali die prekäre Situation auf und forderte, „wir müssen jetzt noch konzentrierter zu Werke gehen. Sonst wird es verdammt schwer für uns.“ Kopar und Acar gehören nicht mehr zum SuS-Kader – Engin Abali verzichtet fortan wegen Disziplinlosigkeit auf beide

Bild: Keine Freude kam bei Trainer Daniel Knapp (li.) und seinem VfK Weddinghofen im Mühlbachstadion auf. Seine Mannschaft unterlag der U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen mit 1:6.

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