Fußball-Kreisliga A: Fast hätte es erstmals den Kamener SC erwischt

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Fußball: Am 13. Spieltag blieben Überraschungen in den beiden Kreisligen A aus. Fast hätte es in der A2 den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Kamener SC erstmals erwischt. In der 83. Minute führte Westfalia Wethmar II 2:1 und hätte fast das 3:1 erzielt. In der Nachspielzeit drehte der KSC noch die Partie und gewann 3:2. In der A1 gewann der VfK Weddinghofen das Kellerduell gegen Stockum und konnte die Abstiegsplätze verlassen.

Die Platzverhältnisse „Im Giesendahl“ in Uentrop ließen am Sonntag keine Spiele zu, sodass die Partie des TuS Uentrop gegen VfL Kamen ausfallen musste. Schon vorher fand auch das Spiel des TuS Uentrop II gegen Lohauserholz II nicht statt. So ganz ungelegen kam dem VfL der Spielausfall nicht, denn es wären einige Spieler wohl verletzungsbedingt nicht dabei gewesen.

Bereits am Freitagabend holte sich die SpVg Bönen eine Niederlage beim Tabellenzweiten VfL Mark ab. Trotz des 1:3 lobte SpVg-Trainer Cengiz Güner seine Rumpfmannschaft. Eyüp Senel aus der zweiten Mannschaft musste in der Startelf aushelfen. Mit Co-Trainer Hendrik Dördelmann saß sogar nur ein Spieler auf der Bank, musste in der 40. Minute nach der Verletzung von Bednarek ran. Am Ende ging Bönen die Luft aus, konnte das hohe Tempo von Mark nicht mehr mitgehen.

Im Kellerduell gegen Stockum landete der VfK Weddinghofen einen 3:1-Sieg durch die Tore von Oruc, Akti und Yildirim. Damit konnte man die Abstiegsplätze verlassen. Vier Spieler konnten wegen der 2G-Regel nicht auflaufen. Beim VfK hofft man, dass diese Spieler sich rasch impfen lassen. Stockum spielte unter Protest, weil die Begegnung am Häupenweg auf dem Kunstrasen statt auf dem Naturrasen stattfand und darauf nicht eingerichtet war.

Kreisliga A2
Im vorgezogenen Punktespiel des 13. Spieltages siegte der FC TuRa Bergkamen 5:1 gegen Bausenhagen. Pascal Kupfer mit seinem 15. Saisontreffer besorgte nach acht Minuten das 1:0. Nach der Pause bedeutete ein Doppelschlag von Volkan Gül und Eftal Calikbasi das 3:0, dem Lundrim Aslani und Jannik Haase noch zwei weitere Tore zum 5:1 folgen ließen. „Wir haben das Spiel verdient gewonnen“, fasste TuRa-Trainer Christopher Brügmann die 90 Minuten zusammen.
Uli Neuhaus, Co-Trainer des SV Bausenhagen, räumte ein, dass TuRa seiner Mannschaft „heute die Grenzen aufgezeigt hat.“ Flutlicht liegt dem SVB ganz offensichtlich nicht. Sebastian Andree gelang nur der Ehrentreffer. Auf Grund der Platzverhältnisse hat der SVB in diesem Jahr auf der Alm keine Heimspiele mehr, hat das Spielrecht in den noch verbleibenden zwei Begegnungen zum Teil getauscht.

Keine Chance hatte der TSC Kamen II beim 2:7 im „kleinen Kamener Derby“ an der Gutenbergstraße gegen die VfL-Reserve. Aime Mugisha schaffte zwar zwischenzeitlich den 1:1-Ausgleich, aber Torhüter Talha Sakaoglu musste im weiteren Spielverlauf noch sechs weitere Male hinter sich greifen. Am kommenden Spieltag tritt der TSC zum fälligen Punktspiel in Langschede nicht an, weil fast die Hälfte der Spieler erkrankt ist.
Im Derby feuerte die 1. Mannschaft – das Spiel in Uentrop fiel aus – den VfL Kamen II gegen die TSC-Reserve an. Es half offensichtlich, die VfLer landeten einen 7:2-Sieg und schafften den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Felix Rudolf und Andre Born halfen aus der Ersten aus. Born war dreifacher Torschütze.

Bildzeile: 5:2 setzte sich BR Billmerich gegen die U23 von Mühlhausen-Uelzen..

Drei wichtige Punkte sammelte Blau-Rot Billmerich beim 5:2-Sieg im Waldstadion gegen Mühlhausen II ein. Der Dreier war Ausdruck einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Der eingewechselte Jesper Hessenkamp – er kam für den verletzten Francis Lange ins Spiel – half dabei mit seinen beiden Treffern maßgeblich mit. Pascal Krysteck, Janos Dahl, Manuel Schultz trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein.
Jetzt wurde bekannt, das Trainer Flurim Ramaj im Sommer sein Traineramt nach fünfjähriger Tätigkeit niederlegt.
Manuel Stiepermann brachte die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen bereits nach vier Minuten in Billmerich 1:0 in Führung, in der 70. Minute vergab er dann einen Strafstoß. Das hätte das 4:3 bedeuten können. Auf eine sattelfeste Defensive kann SSV Mühlhausen II bislang noch nicht bauen. Die bereits 40 kassierten Treffer zeigen deutlich, wo Coach Marco Slupek den Hebel ansetzen muss.

Rot-Weiß Unna, personell derzeit gebeutelt, kam durch Dennis Schütz vor der Pause zu einem Treffer, der keine Anerkennung fand. In der 84. Minute wurde sein Tor zum 2:0 jedoch anerkannt, er traf auf Zuspiel von Tim Richter. Für das 1:0 hatte Jona Liffers vor der Pause gesorgt. Laut RWU-Trainer Patrick Kulinski hätte der Sieg gegen GS Cappenberg durchaus höher ausfallen können.

1:4 verlor der SV Frömern sein Heimspiel gegen Heeren. Eine Stunde waren die Gastgeber gut im Spiel, führten durch Christian Döring 1:0. Binnen einer Minute gerieten sie jedoch nach der Pause in Rückstand und ließen die Köpfe hängen. Nicht zum ersten Mal ein solcher Spielverkauf, was SVF-Trainer Adrian Ruzok ärgerte. Die zehnte Niederlage verschärfte die Situation von Schwarz-Weiß immens. In dieser Saison sammelte das Heimteam bisher drei Siege und kassierte bereits zehn Niederlagen.
Schwer in die Partie fand der BSV Heeren in Frömern. Bereits nach zwölf Minuten verletzte sich Torhüter Justin Eike, ihn ersetzte Feldspieler Tim Heberlein. Der zeigte, dass er auch „halten“ kann. Mit der Einwechslung von Arne Volkmer wurde das Heerener Spiel schwungvoller. Tim Brech gelangen die Saisontreffer zwölf und dreizehn.

Erst in der Nachspielzeit kommt der Kamener SC zum 3:2-Sieg

Erst in der Nachspielzeit kam Tabellenführer Kamener SC zum 3:2-Sieg gegen Wethmar II. In der 95. Minute traf Jonas Hahn zum 2:2-Ausgleich und zwei Minuten markierte Tom Milder den glücklichen Siegtreffer. Die Nachspielzeit kam durch eine Rudelbildung in der 83. Minute mit zwei Platzverweisen – beim KSC traf es Nico Lenz – zustande, was zu dieser zehnminütigen Verlängerung führte. KSC-Trainer Ahmet Kahya sprach am Ende auch von einem glücklichen Sieg.
Als bereits die 96. Minute lief, lag die U23 von Westfalia Wethmar noch knapp mit 2:1 in Front und war damit kurz davor, dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer die erste Niederlage beizubringen. „Doch dann geschahen tatsächlich unglaubliche Dinge“, erinnerte sich Trainer Dominik Ciernioch an eine turbulente Schlussphase. Die Gelegenheit zum 3:1 und damit die endgültige Entscheidung verpasste die Westfalia nach 86 Minuten. „Wir sind mit drei gegen eins auf das Kamener Tor zugelaufen, haben dann aber die falsche Entscheidung getroffen“, stöhnte Westfalia-Coach Dominik Ciernioch, der zudem auch den Platzverweis von Benedikt Lehn wegen einer Tätlichkeit verkraften musste (87.).

Spielentscheidend gegen den SuS Kaiserau II waren schwache acht Minuten zwischen der 28. und 36. Minute, wo man zwei Gegentore von Langschede kassierte und die 1:0-Führung durch Philipp Kolkmann abgeben musste. In den Augen von SuS-Trainer Fabian Blum zeigte seine Mannschaft eine ordentliche Leistung. Ein Comeback feierte der lange verletzte Tom Diecks und spielte eine Halbzeit durch.
Den siebten Sieg in Serie verbuchte der SV Langschede mit dem 3:2 in Kaiserau. Erfolgsgarant für das gute Abschneiden der Langscheder ist die funktionierende Defensive, die erst neun Gegentreffer hinnehmen musste. Und man zeigte sich einmal mehr effektiv. Drei Chancen, drei Tore in Halbzeit eins durch zweimal Jannes Krupka und Paul Jordan. Das bedeutet weiter Tabellenplatz drei.

0:3 verlor der FC Overberge im Bergkamener Derby gegen Oberaden. Allerdings hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können, wenn der FCO in den ersten Minuten seine Großchancen genutzt hätte. Das rächte sich, denn der Gegner kam durch ein Eigentor von Marcel Helmich und einem anschließeden Elfer zu zwei Toren. Overberge spielte danach weiter gut mit, blieb aber glücklos.
Den fünften Sieg in Serie, dazu ohne Gegentor, landete der SuS Oberaden an der Overberger Hansastraße. Für Noel Klein war es ein besonderes Spiel, denn er hatte lange Jahre das FCO-Trikot getragen. Nach dem 2:0-Vorsprung nahm der SuS das Tempo aus dem Spiel, was SuS-Trainer Birol Dereli gar nicht passte, sah seine Mannschaft doch als klaren Sieger. Michael Krakala markierte mit dem 3:0 seinen elften Saisontreffer.

Bildzeile: 7:2 gewann der VfL Kamen II das „kleine Kamener Derby“ beim TSC Kamen II.

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