Fußball-Kreisliga A: Der 2. Spieltag im Rückblick – KSV in Heeren geschlagen und hat mit Tabellenführer TSC die nächste Herausforderung zu bestehen

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Fußball: Die Überraschung des Tages in der Kreisliga A2 lieferte am 2. Spieltag der BSV Heeren, der den höher eingeschätzten Königsborner SV mit 5:2 bezwingen konnte. Nächster Gegner des KSV ist kein geringerer als Tabellenführer TSC Kamen, der verlustpunktfrei und ohne Gegentor die Aufgabe gegen den SV Bausenhagen meisterte. VfL Kamen stürmte den Bergkamener Nordberg mit einem 2:0-Auswärtserfolg.

Die U23 des TuS Westfalia Wethmar hat ihr erstes Heimspiel verloren: Gegen RWU unterlag der grün-weiße Talentschuppen am Ende deutlich mit 0:5. Die Höhe des Ergebnisses spiegelte letztlich aber nicht den Spielverlauf wider. „Ich denke, dass es klarer aussieht, als es war“, beurteilte Trainer Benjamin Fasse die abgelaufenen 90 Minuten, die für die Gastgeber mit der zweiten zu hohen Niederlage in der Folge endete. „Uns fehlte leider auch ein bisschen Fortune im Abschluss“, trauerte Fasse guten Gelegenheiten ohne Torerfolg hinterher.
Marc Schmitt, Trainer von RW Unna, sah die erste Hälfte zwar nicht nach seinen Vorstellungen, doch in der zweiten Halbzeit gab es eine deutliche Leistungssteigerung. „Durch die dann entstandenen Chancen ist das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen worden. Erstmals spielt Norbert Kaczmarek nach langjähriger Pause, wurde in den Schlussminuten eingewechselt. Schmitt: „Er wird uns auf jeden Fall weiter helfen.“

Der VfK Weddinghofen musste im Heimspiel gegen GS Cappenberg auf viele Stammspieler verzichten. So waren Brelian, Kaya, Schnura, Penkalla, Jaworovac und Kempe nicht dabei. Dennoch erarbeitete sich der Aufsteiger durch ein hohes Laufpensum Vorteile. Nach der Pause brachte Witte seine Mannschaft 1:0 in Führung und Zurstraßen legte das 2:0 nach. „Danach bekam Keske wegen Meckerns Gelb-Rot und sofort war ein Bruch im Spiel“, erkannte das VfK-Coach Olaf Barnfeld. „Folgerichtig bekamen wir noch zwei Gegentreffer. Insgesamt kann ich aber mit dem Punkt zufrieden sein.“

Kein Sieger an der Ruhrbrücke. Gastgeber SV Langschede lag gegen Oberaden 0:2 zurück, doch in einer stärkeren 2. Halbzeit konnten Krupka und Hennig noch zum 2:2 ausgleichen. Fazit von SVL-Coach Stefan Kortmann: „Nach unseren Anschlusstreffern wurde Oberaden dann ziemlich unsicher, wodurch wir sogar ein kleines Stück näher am dritten Tor waren als die Oberadener. Am Ende war das Spiel aber mit dem Unentschieden dann ziemlich berechtigt für beide Teams.“ Kortmann musste Brewedell, Brüggemann, Mai und Schneider ersetzen.
Wieder mit der Chancenverwertung haderte Trainer Birol Dereli mit seinem SuS Oberaden. „Eigentlich hatten wir es in der Hand. Bis auf die letzten 20 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Langschede wurde dann stärker und hätte durchaus auch in Führung gehen können.“ Beim SuS fehlten Beckerling, Yesilcicek, Karakök und Gorzalski.

Nach dem misslungenen Saisonstart erwartete Alex Berger für seinen FC TuRa Bergkamen im Nachbarduell gegen VfL Kamen I eine Steigerung seiner Mannschaft, er wollte punkten. Doch daraus wurde nichts. TuRa enttäuschte, zeigte ohne Plattfaut, Rösener, Brügmann und Krucinski zu wenig Laufbereitschaft. Köroglu traf nur den Pfosten und Scheuerer ließ zwei Riesenchancen aus. Die Verletzung von Rösener stellte sich als Kreuzbandriss heraus – er wird seinem Team Monate fehlen. „Bitter“, so Berger, „er ist einer unserer besten Spieler.“
Nach der Niederlage im Vereinsduell zum Auftakt rehabilitierte sich der VfL Kamen I am Nordberg, gewann durch die Tore von Bremkes (Elfer) und Yasin Öztütk 2:0. VfL-Coach Emre Aktas sah sein Team gemessen an den 90 Minuten als verdienten Sieger. Das Wiedermitwirken von Scharfe wirkte sich belebend auf das Kamener Spiel aus.

VfL-Reserve muss in Halbzeit eins gegen verbesserten SSV Lehrgeld bezahlen

Nach dem Überraschungscoup gegen die Erste am 1. Spieltag wurden dem VfL Kamen II ohne Schmelzer, Rother, Freyermuth und Möller von Mühlhausen die Grenzen aufgezeigt, musste Lehrgeld bezahlen. „Jeder Fehler wurde bestraft“, haderte VfL-Coach Nils Giese. Schon in Halbzeit eins lag der Aufsteiger 1:4 zurück und kam auch in den zweiten 45 Minuten nicht richtig ins Spiel. Schacknat und Freyermuth hießen die Kamener Torschützen.
Trainer Christian Müseler sah den 5:2-Sieg seines SSV Mühlhausen-Uelzen II im Jahnstadion als „einen Schritt in die richtige Richtung“, erkennt aber noch Steigerungsbedarf. In der Nachspielzeit flog Berisa mit einer Ampelkarte vom Platz. Georgiadis gelang in der 1. Halbzeit ein Hattrick.
Coach Tuncay Sönmez stand nach seinem Urlaub bei seinem TSC Kamen wieder an der Seitenlinie und sah einen 4:0-Heimsieg gegen Bausenhagen. Der TSC tat sich gegen tief stehende Gäste zunächst schwer. Der Freistoßtreffer von Tekkanat zum 1:0 war der „Dosenöffner“. „Danach hatten wir das Spiel in der Hand, Bausenhagen musste natürlich rausrücken und wir bekamen damit mehr Platz. Diesen nutzten wir auch und konnten zum 4:0-Endstand erhöhen. Es war zwar nicht das schönste Spiel, aber Hauptsache wir haben hier die drei Punkte geholt.“ Der TSC bleibt ohne Punktverlust und ohne Gegentor Tabellenführer. Am kommenden Sonntag stehen die Kamener in Königsborn auf dem Prüfstand.
Beim SV Bausenhagen sah Co-Trainer Uli Neuhaus auch ohne Görler, Schulte, Meng, Horenkamp und Hendriks eine verbesserte Mannschaftsleistung. „Bis zum 1:0 lief alles noch ordentlich, nach dem Gegentor mussten wir offener agieren, wodurch TSC natürlich seine Klasse auspielen konnte. Am Ende dürfen wir uns von dieser Niederlage gegen TSC nicht aufhalten lassen und müssen weiter nach vorne gucken. Sonntag kommt der VfL Kamen II zu uns, da müssen wir endlich dreifach punkten.“
Mit dem 4:0-Testspielsieg gegen SC Hennen II ging der Kamener SC in das Heimspiel gegen Frömern. 6:1 hieß es am Sonntag gegen Frömern. Dabei fehlten Kramer, Kunde, Hahn, Hammouch und Denninghoff. Zufrieden war KSC-Trainer Ahmet Kahya trotz des klaren Erfolges nicht. „Wir bekommen noch keine konstante Leistung über die 90 Minuten hin“, seine Einwände, „auch die Abwehrleistung gefällt mir noch nicht.“
Wesentlich unzufriedener war nach dem 1:6 Coach Thomas Schneider mit seinem SV Frömern, er wollte nach Spielschluss auch nicht viel sagen. „Wir haben verdient verloren“, sein knapper Kommentar. „Sonntag bei RW Unna muss mehr kommen.“ Urlauber Heppe könnte dann wieder dabei sein.
Rund 200 Zuschauer waren Augenzeugen des 5:2-Heimsieges des BSV Heeren über hoch gehandelte Königsborner. Gestützt auf eine gute Innenverteidigung spielte der BSV mit sehr viel Leidenschaft, stellte nach der Pause binnen sieben Minuten mit drei Treffern die Weichen auf Sieg. Hinzu kam, dass Torhüter Börner einen Wettklo-Elfer parierte und auch den Nachschuss. „Das war sehr wichtig“, blickte BSV-Coach Sebastian Eckei zurück. Er war sehr stolz auf den Auftritt seiner Mannen.
Von Stolz und Zufriedenheit war sein Kollege vom Königsborner SV, Andreas Feiler, weit entfernt. Er erkannte Sieg des Gegner an. „Wir waren trotz Führung nie richtig im Spiel drin“, seine Bilanz, „das war ein verdienter Sieg für den BSV. Diese Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung.“ Beim KSV fehlten Steinacker, Pagel, Sobala und Schmitz. Am kommenden Wochenende wartet mit dem TSC Kamen zuhause die nächste Herausforderung.
Blick der SpVg Bönen geht nach oben

Mit vier Punkten und als einzige Mannschaft in der Liga ohne Gegentreffer geht der Blick bei der SpVg Bönen nach oben und hat am Sonntag in einem weiteren Heimspiel den Spitzenreiter TSC Hamm zu Gast. Ein echter Härtetest für die Bönener, nachdem die ersten beiden Gegner wohl eher in die Kategorie Abstiegskampf einzusortieren waren. SpVg-Spielertrainer Tayfun Basyigit hat schon viel Gutes gesehen, obwohl „wir eine zusammengewürfelte Mannschaft sind. Die Findungsphase der 13 Neuzugänge ist noch lange nicht beendet.“

Nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Mark kassierte der FC Overberge in Herringen eine 0:4-Pleite. In der ersten halben Stunde war der FCO sogar die bessere Mannschaft. Piotrowski und Zebrowski nutzten ihre Chancen nicht. Ein Doppelschlag kurz vor der Halbzeit brachte Overberge ins Hintertreffen. „Von den vier Gegentreffern kamen drei durch unsere individuellen Fehler zustande“,  führte das FCO-Trainer Volker Grahl auf die mangelnde Erfahrung seiner jungen Elf zurück. „Daraus müssen wir lernen.“

Bild: Die Szene täuscht – der Königsborner zwang nicht den BSV Heeren zu Boden. Umgekehrt. Überraschend deutlich 5:2 hieß es am Ende für die Eckei-Mannen / Foto KSV.

 

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