Fußball-Kreisliga A: Aufgelesen und notiert am 6. Spieltag

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Fußball: Auch ohne Ex-Profi Mehmet Kara schaffte der VfL Kamen den sechsten Saisonsieg im Jahnstadion gegen Herringen, blieb weiterhin ungeschlagen und rangiert mit dem VfL Mark weiterhin ganz oben in der Tabelle der A1. In der A2 behauptet ebenso der Kamener SC die Tabellenführung nach dem 2:0-Heimerfolg gegen den SV Frömern.

Kreisliga A1
Von einem „glücklichen Punkt“ sprach Hendrik Dördelmann, der Sportliche Leiter der SpVg Bönen, nach dem 1:1 beim TuS Germania Lohauserholz. Damit setzte sich der Negativtrend der vergangenen Spieltage bei Bönen fort. Bei Torhüter Justin Nowak durfte man sich bedanken, dass es letztlich noch zu einem Zähler reichte.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kam VfK Weddinghofen im Kellerduell beim Tabellenletzten Wiescherhöfen II zu einem wichtigen 4:2-Sieg, der erste Dreier. Torhüter Kevin Heyck parierte einen Foulelfmeter. Dennis Özdamar, Tarik Civak, Yasin Gider und Ergin Erbay sorgten für die siegbringenden Tore.

Beim 3:0-Sieg des VfL Kamen im Topspiel gegen Herringen stand Ex-Profi Mehmet Kara nicht in der Aufstellung. Der Grund: Angeblich unklare Passformalitäten und daher keine Freigabe. „Der DFB hatte uns mitgeteilt“, so Olaf Haeseler, der Sportliche Leiter des VfL, im Gespräch mit SKU vor dem Anpfiff, „dass wir die steuerlichen Abgaben (Stichtag Ende September) für unsere Vertragsamateure nicht bezahlt hätten. Drei unserer Spieler waren davon betroffen, zwei durften auflaufen, Kara nicht. Wir haben ihn vorsichtshalber nicht spielen lassen. Dass wir weit vor dem 1. Oktober die Zahlungen geleistet haben, können wir belegen.“ Die „Angelegenheit Kara“ hat sich mittlerweile geklärt, der DFB gab grünes Licht, die Freigabe ist erfolgt und Mehmet Kara darf am kommenden Spieltag in Stockum wieder spielen. So die Aussage heute von VfL-Vorstandsmitglied Andreas Conradi.

Bildzeile: Vor dem Anpfiff gegen Herringen stimmten sich die VfL-Spieler auf das Match und den Gegner ein.

Kreisliga A2
Das kleine Derby endete leistungsgerecht: Die U23 des TuS Westfalia Wethmar und GS Cappenberg trennten sich nach 90 zwar spannenden, aber selten hochklassigen Minuten 1:1. „Am Ende muss man sagen, dass dieses Spiel keinen Sieger verdient hatte“, resümierte Westfalia-Trainer Dominik Ciernioch.

Weiterhin auf den ersten Saisonsieg muss der der TSC Kamen II warten. Gegen Overberge unterlag man knapp und ein wenig unglücklich, wenn man den Spielverlauf zugrunde legt. Vor allem nach der Pause konnte der TSC zulegen. Simon Ponten gelang aber nur noch das 1:2. In der 67. Minute sah Sezer Cengiz Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung.
Tom Schröder per Doppelpack brachte den FC Overberge bis zur 39. Minute 2:0 in Führung. In den zweiten 45 Minuten hatte der FCO den Spielfaden verloren und musste das 1:2 hinnehmen. Turbulent die 67. Minute, als der Unparteiische zwei Platzverweise aussprach. Simon Steffen musste mit Gelb/Rot runter wegen Unsportlichkeit.

Über ein 1:1 kam der VfL Kamen II gegen Mühlhausen nicht hinaus. Sechs Spiele und noch kein Sieg, erst der zweite Punktgewinn. Abwehr und Angriff bleiben weiter die Problemzonen. Nur sechs Treffer erzielte der VfL bislang. Jan-Philipp Ehlenberger traf zur 1:0-Führung. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zweieinhalb Gegentreffer pro Spiel.
Die bisherige Saisonbilanz der U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen bleibt nach dem 1:1 in Kamen mit zwei Siegen, einem Unentschieden und drei Pleiten verbesserungsfähig. Manuel Stiepermann sorgte kurz vor der Pause per Elfer zum 1:1-Ausgleich. Die Verletztenliste vergrößerte Kai-Uwe Kobilsak, der zur Pause ausscheiden musste.

Ein später Treffer von Fabrice Piel war zu wenig für den SuS Kaiserau II. Am Ende hieß es 1:4 gegen Unna. Felix Hülsmann schwächte seine Mannschaft nach Gelb/Rot in der 76. Minute. Michael Nattkemper stand erstmals wieder im Kaiserauer Tor, konnte die verdiente Niederlage seiner Mannschaft trotz mehrerer Glanztaten nicht verhindern.
Den vierten Saisonsieg, und damit auch weiter ungeschlagen, fuhr Rot-Weiß Unna mit 4:1 den Dreier in Kaiserau ein. Damit bleibt die Mannschaft erster Verfolger von Ligaprimus Kamener SC. Fast während der gesamten 90 Minuten ging es für RWU eigentlich nur in eine Richtung – auf das Kaiserauer Tor. In die Torschützenliste trugen sich Levin Overhage, zwei Mal Matthias Lage und Kapitän Christoph Gnatowski ein.

Zwei Versuche benötigte Alexander Erdmann für seinen Führungstreffer – er erzielte in der 9. Minute das 1:0 für den SV Bausenhagen gegen Heeren, nachdem er zuvor knapp über das Heerener Tor zielte. Bruder Robin Erdmann verwandelte fast mit dem Halbzeitpfiff einen Elfmeter zur erneuten Bausenhagener Führung und drückte damit die Überlegenheit in der 1. Halbzeit aus. Nach der Pause geriet man 2:3 in Rückstand, daran änderte auch der Sturmlauf in den Schlussminuten nichts mehr. Für SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus hätte seine Mannschaft zumindest ein Remis verdient gehabt.
Martin Herbort, Thilo Ernst und schließlich Arne Volkmer sorgten für den 3:2-Sieg des BSV Heeren auf der Bausenhagener Alm. Ausdruck einer Leistungssteigerung der Heerener nach der Pause. BSV-Trainer Christoph Golombek sprach nach Spielschluss von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft, die Tabellenplatz drei nach sechs Spielen einnimmt.

Einen Schubser von Frömerns Alexander Heppe ahndete der Unparteiische mit Elfmeter, den Mücahit Kücükyagci zum 1:0 für den Kamener SC verwandelte. Der eingewechselte Raphael Krause sorgte für das 2:0 des Tabellenführers (80.). Mit ein Garant für den fünften Dreier war wiederum die sehr sattelfeste Kamener Abwehr, die im bisherigen Saisonverlauf erst sechs Gegentreffer zugelassen hat.
Verärgert war Adrian Ruzok, Coach des SV Frömern, ob des gepfiffenen Strafstoßes. „Kein Elfer“, urteilte er. Mit der vierten Saison-Niederlage findet sich der SVF auf Tabellenplatz zwölf wieder. Die Ursache für das bis dato magere Abschneiden liegt insbesondere in der löchrigen Abwehr, die sich bereits 16 Gegentreffer einfing. In der turbulenten Schlussphase flogen Frömerns Fabio Walter (Foulspiel) und KSC-Kapitän Kim Denninghoff (Tätlichkeit) vom Platz.

Bildzeile: Mit seinem Dreierpack gegen Billmerich verbesserte Pascal Kupfer sein Torkonto auf fünf Treffer.

Mit einer ordentlichen Leistung und sechs Toren siegte der FC TuRa Bergkamen im Nordbergstadion gegen Billmerich. TuRa trat dominant auf, presste und produzierte damit Billmericher Fehler. Die nutzten Lundrim Aslani, Jannik Haase, Pascal Kupfer drei Mal und schließlich Nils Rösener zum 6:0-Sieg.
Flurim Ramaj, Trainer des SV Blau-Rot Billmerich, räumte die hohe Niederlage in Bergkamen als verdient ein und führte sie darauf zurück, dass kurzfristig einige wichtige Stammspieler nicht dabei sein konnten.

Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe Gunnal Chandihok für den SV Langschede der nicht unverdiente 1:1-Ausgleich gegen Oberaden gelang. SVL-Keeper Christopher Saner ließ mit mehreren Glanzparaden nur einen Treffer von Oberaden zu. Für Langschedes Trainer Stefan Kortmann geht das Unentschieden „völlig in Ordnung“, er ärgerte sich über die Unachtsamkeit in seiner Abwehr, die zum 0:1 führte.
Von wieder mal von verschenkten Punkten sprach Birol Dereli, Trainer des SuS Oberaden, nach  dem 1:1 in der Langscheder Ruhrkampfbahn. Seine Mannschaft verlor mit dem dritten Unentschieden, wenngleich seit vier Spielen unbesiegt, weiterhin Boden nach oben. Zwar brachte Niclas Beckerling die Oberadener früh in Führung, doch weitere Tormöglichkeiten konnten trotz mehr Ballbesitz nicht genutzt werden.

Bildzeile: 3:0 gewann der VfL Kamen im Jahnstadion das Topspiel gegen den SVF Herringen und festigte Paltz zwei punktgleich mit dem VfL Mark.

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