Fußball-Kreisliga A: Auf den Spielfeldern aufgeschnappt – Nachlese zum 5. Spieltag

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Fußball: VfL Mark, VfL Kamen punktgleich und dahinter der SVF Herringen, so ist die Reihenfolge an der Spitze der Kreisliga A1 nach dem 5. Spieltag. Am kommenden Sonntag steigt das nächste Topspiel, wenn der VfL Kamen Herringen im Jahnstadion empfängt. In der Kreisliga A2 behauptete der Kamener SC seine Führung durch den 2:0-Sieg in Cappenberg und will sie am Sonntag gegen den SV Frömern verteidigen. Überraschend musste sich Mitfavorit SuS Oberaden am heimischen Römerberg mit einem 2:2 gegen den VfL Kamen II begnügen und verliert als Vierter den Anschluss nach ganz oben.

Gleich doppelt Pech hatte die SpVg Bönen. Zum einen verlor man am heimischen Rehbusch 2:6 gegen den VfL Kamen. In der 25. Minute musste Keeper Patrick Heller dann auch verletzt ausscheiden und da Ersatztorwart Justin Nowak ebenfalls verletzt ist, musste Feldspieler Sören Symmank die Handschuhe anziehen. Machtlos war er gegen die dann noch folgenden vier Treffer der VfLer. Der Spielvereinigung droht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.
Gemischte Gefühle beim VfL Kamen vor dem Anpfiff in Bönen. Gleich drei Ausfälle zwangen VfL-Coach Emre Aktass zu einer neuen Aufstellung und taktischen Änderungen. Kurzfristig musste Ricardo Nagel berufsbedingt passen, Burim Losaj sieht Vaterfreuden entgegen, meldete sich ebenso kurzfristig ab und beim Warmmachen verletzte sich Tobias Maier. Das machte sich anfänglich bemerkbar. Unordnung beim VfL. Bönen nutzte das zum 1:0, doch Engin Duman antwortete schnell zum 1:1. Am Ende stand es 6:2, der fünfte Sieg in Folge und der VfL bleibt punktgleich mit Mark Spitze. Neuzugang Ricarda de Souza Oliveira konnte sich auch in die Torschützenliste eintragen. Kommenden Sonntag kommt der Tabellendritte Herringen ins Jahnstadion.


SV Stockum entlässt Trainer Jürgen Welp
Nach der 0:9-Klatsche gegen Eintracht Werne sah man beim SV Stockum keine Grundlage mehr für eine weitere Zusammenarbeit mit Trainer Jürgen Welp. Er wurde entlassen. Der Vorstand ist jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger, soll zwei Kandidaten bereits im Auge haben.

Wie arg derzeit die Personalprobleme bei der U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen II sind, ist daran zu erkennen, dass Hüssein Akman kurzfristig einspringen musste. Er war eigentlich nur zufällig im Mühlbachstadion beim Heimspiel des SSV gegen Bausenhagen. SSV-Coach Marco Slupek hatte mit Rene-Pascal Stiepermann und Lou Dauber nur zwei Mann auf der Auswechselbanlk sitzen. Hüssein wurde gebeten sich umzuziehen, was er auch tat. Er musste sich sogar Fußballschuhe leihen, kam in der 64. Minute ins Spiel und half mit, den 2:1-Sieg sicherzustellen. Den Siegtreffer erzielte Lars Schmidt in der Schlussminute.
Beim SV Bausenhagen haderte man im Mühlbachstadion mit der Chancenvwertung. Nur Robin Edmann traf zur 1:0-Führung nach 26 Minuten. Die hatte dann aber nicht mehr Bestand. SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus meinte nach dem Schlusspfiff, dass man drei Punkte hergeschenkt hätte.

Bei Rot-Weiß Unna stand Co Norbert Kaczmarek für den urlaubenden Chefcoach Patrick Kulinski an der Seitenlinie und feierte am Ende einen 3:2-Heimerfolg im ETS Stadion Süd gegen Langschede. Mansour Yousofi brachte mit seinem siebten Saisontreffer seine Mannschaft in Führung. Doch der SVL antwortete und kam mit zwei Toren zum 2:1 in einer Phase, wo RWU aufhörte Fußball zu spielen. Dennis Schütz mit dem 2:2 brachte die Gastgeber dann aber wieder ins Spiel und Levin Overhage war umjubelter Torschütze zum 3:2-Siegtreffer.
Stefan Kortmann, Coach des SV Langschede, sah seine Mannschaft nach dem Spielverlauf nicht als Verlierer. „Ein 2:2 wäre dem Spiel gerechter geworden“, seine Betrachtung.

Bildzeile: Der Unnaer Emmanuel Abraonye (li.) kann hier seinem Langescheder Gegenspieler davonlaufen.

Lange, genauer gesagt bis zur 75. Minute, musste Spitzenreiter Kamener SC in Cappenberg auf den ersten Treffer warten. Der gelang Hasan Bastürk per Kopfball. Dann dauerte es wiederum lange, eben bis zur 90. Minute, ehe Jan Brinkmann das alles entscheidende 2:0 gelang. Cappenberg hatte sich in der 65. Minute durch eine Rote Karte geschwächt. KSC-Trainer Ahmet Kahya sah seine Mannschaft am Ende verdient vorne.

Nach schwachen 30 Minuten zu Beginn, die dem Gast aus Wethmar gehörten, brachte Tim Brech seinen BSV Heeren mit der ersten Chance 1:0 in Front. Bis zur 49. Minute erhöhten Tim Heberlein und noch zwei Mal Brech den Vorsprung auf 4:0. Die Entscheidung? Mitnichen, Wethmar kam auf 4:3 heran und erst in der 73. Minute machte Brech mit seinem vierten Treffer den 5:3-Heimsieg per Elfer perfekt. „Ein schwer erkämpfer Sieg“, war BSV-Coach Christoph Golombek nach dem Schlusspfiff  erleichtert.
Mit 3:5 verlor die U23 vom TuS Westfalia Wethmar II am Sonntag in Heeren. Dabei brachen der Mannschaft von Coach Dominik Ciernioch vor allem zwei Dinge das Genick: Die eigene Chancenverwertung sowie eine knapp 15minütige Schwächephase in Halbzeit eins.

Bildzeile: Tim Brech traf drei Mal für den BSV Heeren gegen Wethmar.

Eine Viertelstunde später wurde die Partie des SV Blau-Rot-Billmerich im Waldstadion angepfiffen. Der Grund: Ein Zuschauer brach vor dem Anpfiff zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das war die eizige aufregende Szene im Spiel gegen die Kamener TSC-Reserve, wie sich später herausstellen sollte. Am Ende trennten sich beide Teams torlos 0:0. Torjäger Janos Dahl, bisher dreifacher Torschütze, wurde arg vermisst. Er hätte wohl eine der zahlreichen Billmericher Tormöglichkeiten genutzt.
Die bisherige Bilanz der TSC Kamen II ist äußerst dürftig. Fünf Spiele und noch kein Sieg. Das 0:0 in Billmerich bedeutete den ersten Punktgewinn. Mit nur vier Treffern stellt die Mannschaft von Trainer Altan Bayar zudem den harmlosesten Angriff der Liga und trägt die Rote Laterne.

Das so oft zitierte „Quäntchen Glück“ war am Sonntag auf Seiten des SV Frömern. Das gab auch SVF-Coach Adrian Ruzok nach dem 4:3-Heimsieg gegen Bergkamen zu. „Das, was wir in den Spielen zuvor nicht auf unserer Seite hatten, nämlich das Quäntchen Glück, war uns dieses Mal hold. Denn die Bergkamener waren vor allem in den zweiten 45 Minuten das dominantere Team. Yves Manusch brachte sein Team 1:0 und 2:1 in Führung. Den Rest erledigten Thomas Ruzok und Alexander Heppe.
Mit zwei Strafstoßtoren von Nils Rataj glich der FC TuRa Bergkamen die jeweiligen Führungen von Frömern aus. Doch Nils Rösener konnte nur noch einen späten Treffer anfügen und so ging die Partie in Frömern mit 3:4 verloren.

Überraschung am Römerberg – Oberaden kommt nur zu einem 2:2 gegen VfL II

Eine Überraschung am Römerberg, denn Mitfavorit SuS Oberaden kam über ein 2:2-Unentschieden gegen die VfL-Reserve nicht hinaus. SuS-Trainer Birol Dereli musste sich enttäuscht eingestehen, dass seine Mannschaft einen schwachen Auftritt hingelegt hatte. Zwar konnte der SuS nach der Pause durch Marcel Erdmann und Talha Temur das 0:1 zum 2:1 drehen, aber am Ende blieb doch nur ein Zähler.
Martin Schmelzer, Bruder von BVB-Profi Marcel, versenkte zwei Elfmeter für den VfL Kamen II und half mit, einen Zähler aus Oberaden zu entführen. VfL-Coach Alexander Hennig schrieb diesen Teilerfolg vor allem dem tollen Kampfgeist seiner Mannschaft zu.

Die erste Saison-Niederlage für den FC Overberge.  Zu Recht, denn der FCO bot gegen Kaiserau II beim 0:2  die schlechteste Saisonleistung. Das räumte auch FCO-Coach Recep Alkan ein. Die Niederlage bahnte sich binnen sechs Minuten nach der Pause an, als Torhüter Marco Verrelli zwei Mal hinter sich greifen musste.
Die beiden siegbringenden Tore für den SuS Kaiserau II in Overberge gingen auf das Konto von Felix Hülsmann und Nils Ittermann. Die Schwarz-Gelben schoben sich durch den zweiten Dreier auf Tabellenplatz sieben vor.

Bildzeile: RWU-Torhüter Kevin Lüttecken kann in dieser Szene den Ball fangen und bannt die Gefahr vor seinem Tor. Szene aus der Begegnung RW Unna gegen SV Langschede.

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