Fußball-Kreisliga A: Auf den Spielfeldern aufgeschnappt – Nachlese zum 4. Spieltag

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Fußball: In der Kreisliga A1 setzte der VfL Kamen seinen Siegeszug fort mit dem 3:1-Heimsieg gegen Lohauserholz II und führt zusammen mit dem ebenfalls noch ungeschlagenen VfL Mark die Tabelle an. In der A2 sorgte der Kamener SC für einen Führungswechsel – die Kamener siegten gegen den bisherigen Ligaprimus BSV Heeren 6:2 und grüßen jetzt von der Tabellenspitze. Platz zwei belegt Rot-Weiß Unna nach dem 2:2 in Overberge.

Das zweite Remis für den VfK Weddinghofen. Nach dem 1:1 gegen Uentrop II folgte am letzten Spieltag ein 2:2 gegen Uentrop I. Zwei Zähler eingesammelt und weiter in der Tabelle vor den beiden Abstiegsplätzen platziert. Gegen Uentrop I glich Ergin Erdur per Elfer zum 1:1 aus. Mustafa Akti brachte Weddinghofen nach 76 Minute sogar 2:1 in Führung. Diese Führung währte jedoch nur zwei Minuten, dann kam Uentrop zum 2:2, der Endstand. VfK-Trainer Stefan Feldmann sah sein Team weiter im Aufwind.

Nach dem o:3 beim TSC Hamm stehen nach vier Spieltagen für die SpVg Bönen nur drei Punkte auf dem Konto. Das Manko in Hamm: Die Offensive blieb harmlos, kreierte kaum Torchancen. Ein folgenschwerer Fehler von Torhüter Patrick Heller fast mit dem Halbzeitpfiff leitete die Niederlage ein. Am Rehbusch ist klar, dass man langsam unter Druck steht und Punkte einsammeln muss. Das wird nicht einfach, denn der nächste Gegner ist Topfavorit VfL Kamen.

Irre Schlussphase im Kamener Jahnstadion

Marco Slupek, Trainer der U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen, schimpfte nach der 2:5-Niederlage in Wethmar. Man sei so nicht A-Kreisligatauglich, dem Kader fehle es an Personal und Qualität. Zwar konnten Dennis Alekseew und Yannick Maßmann zum zwischenzeitlichen 2:3 verkürzen, doch nach der Pause drückte Wethmar seine spielerische Überlegenheit mit drei weiteren Toren aus. Hüssein Akmann und Daniel Galwas verletzten sich, sodass der SSV am Ende nur mit acht Feldspielern auf dem Platz stand.

Im Spiel der beiden bis dato sieglosen Mannschaften setzte sich der SV Frömern durch ein spätes Tor von Max Schwermer 3:2 an der Kamener Gutenbergstraße durch. Sehr zur Freude von Trainer Adrian Ruzok. Der sah seine Elf schon 2:0 in Front durch Tore von Filipe Ribeiro Peixoto und Julius Meierjohann. Endlich nutzte seine Mannschaft sich bietende Chancen, was in den Spielen zuvor ein großes Manko war.
Im Lager des TSC Kamen herrschte natürlich Frust über die späte Heimniederlage. Trainer Altan Bayar haderte mit dem Pech und hofft auf ein Ende der Strähne. Er lobte die Moral seiner Mannen, die ein 0:2 auf 2:2 stellten. Das passierte binnen zwei Minuten durch den Elfer von Sezer Ceniz und Gökhan Karatas.

Bildzeile: Die Szene täuscht, am Ende lag nicht der SV Frömern geschlagen am Boden, sondern Gastgeber TSC Kamen II verlor durch ein spätes Tor 2:3.

Was war für eine Schlussphase im Kamener Jahnstadion. Die VfL-Reserve II führte in der 82. Minute noch 1:0. Langschedes Dominik Essmann flog mit Rot vom Platz – und doch drehte der SV Langschede noch die Partie. Zwei Tore von Christian Radzko und eines von Gunnal Chandikok kehrten das Ergebnis um zum 3:1-Sieg. SVL-Trainer Stefan Kortmann sprach vom „dreckigsten Sieg in meiner Laufbahn“.
Große Enttäuschung natürlich beim VfL Kamen II. Statt seine Großchance zum möglichen 2:1 zu nutzen, geriet man ins Hintertreffen. Alexander Luft hatte bereits in der 6. Minute für das 1:0 gesorgt.

Aufgrund des Personalmangels der Ersten bekam der SuS Kaiserau II keine Unterstützung von oben. Die Truppe von Trainer Fabian Blum konnte fast in „alter Besetzung“ auflaufen, hatte sogar sechs Spieler auf der Bank. Schwarz-Gelb legte los, hatte Chancen, das 1:0 markierte jedoch Billmerich. Es dauerte immerhin bis zur 52. Minute, ehe Martin Jendis nach Vorarbeit von Kian Tiefenbach für den Ausgleich und damit für den 1:1-Endstand sorgte.
Janos Dahl schaffte mit seinem dritten Saisontreffer das 1:0 in Kaiserau. Kurz vor Schluss hatte er sogar das 2:1 für BR Billmerich auf dem Fuß. BRB-Coach Flurim Ramaj ordnete das Unentschieden als leistungsgerecht ein.

Die Vorzeichen beim SV Bausenhagen standen schon nicht gut: Franke, Ernst und Spielertrainer Bastian Hoffmann fielen aus. Die Gastgeber versteckten sich aber nicht, wehrten sich nach Leibeskräften. Pech, der stark aufspielende Stephan Hohmann musste kurz vor der Halbzeit verletzt passen. Dann traf Oberaden. Das 0:1 konnte noch bis zur 60. Minute vom SVB gehalten werden, doch dann ein erneuter Gegentreffer. Bausenhagen gab das Spiel aus der Hand. „In Anbetracht der personellen Situation war das zumindest kämpferisch eine gute Leistung“, so urteilte Co-Trainer Uli Neuhaus.
Nach einer verschlafenen Anfangsviertelstunde weckte Torjäger Michael Krakala den SuS Oberaden mit dem 1:0. Der Favorit wurde besser und drückte das dann auch mit zwei weiteren Treffern durch Peter Sokol und Yaya Touray aus. 3:0 hieß es am Ende. SuS-Coach Birol Dereli war nicht unzufrieden, meinte, dass man auch hätte höher gewinnen können. Er bescheinigte aber Bausenhagen, dass sie gute Gegenwehr geboten hätten.

Mit dem 6:2-Heimerfolg gegen Heeren setzte sich der Kamener SC selbst an die Spitze und löste die Heerener ab. Vor guter Kulisse war der KSC sofort im Spiel und Jan Jacob eröffnete in der 18. Minute den Torreigen. Jan Brinkmann und Mücahit Kücükyagci erhöhten auf 3:0 zur Halbzeit. Nach der Pause waren es starke sechs Minuten, die zu weiteren Treffern führten, für die erneut Jacob, Hasan Bastürk und der eingewechselte Maurice Hümmer verantwortlich zeichneten.
Der BSV Heeren war mit einem stark dezimierten Kader – neun Stammspieler  fehlten – angetreten und in den gespielten 90 Minuten machte sich die zuletzt nicht befriedigende Trainingsbeteiligung bemerkbar. Die Folge: BSV-Schlussmann Justin Eike musste sechs Mal hinter greifen. Allein drei Mal nach der Pause, wo sich seine Vorderleute im Tiefschlaf befanden. Als die Kamener danach nur noch im Verwaltungsmodus auftraten, schlug Tim Heberlein zwei Mal zu und betrieb Ergebniskosmetik.

Bildzeile: Hasan Kopar war dreifacher TuRa-Torschütze / Foto FCT.

Mit der laut Trainer Christopher Brügmann bisher besten Saisonleistung schickte der FC TuRa Bergkamen Cappenberg 6:0 geschlagen wieder nach Hause. Hasan Kopar war mit drei Treffern entscheidender Akteur. Nach 15 Minuten war er zum ersten Mal erfolgreich, Tor Nummer zwei folgte nach 35 Minuten. Dann machte Pascal Kupfer mit einem Doppelschlag auf sich aufmerksam. Bergkamen kontrollierte vor allem in Halbzeit zwei das Spielgeschehen und Nico Nagel machte mit dem 6:0 den Deckel drauf. Ein Ergebnis, das auch in der Höhe angemessen war.

Der FC Overberge hat mit Henri Wittwer einen Torjäger in seinen Reihen, der gegen die Unnaer Doppeltorschütze war und sein Torkonto auf vier verbesserte. Er drehte das 0:1 in einen 2:1-Vorsprung nach zwei Standards, benötigte dafür acht Minuten. Mit der Punkteteilung zeigte sich FCO-Trainer Recep Alkan einverstanden. Er war ständig an der Seitenlinie präsent, gestand RWU Vorteile vor der Pause zu und lobte seinen Torjäger. Besonders angetan war er von dem offenen Schlagabtausch zum Schluss.
Mansour Yousofi, der schon sechs Treffer auf seinem Torkonto hat, ging in Overberge leer aus, dafür traf Matthias Lage doppelt für Rot-Weiß Unna. Das reichte nicht zum Dreier, denn der FCO erzielte ebenfalls zwei Treffer und so hieß es am Ende 2:2. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 reagierte RWU-Coach Patrick Kulinski, brachte mit Jonas Appelhoff, Tim Richter und Marten Repenning drei Offensivspieler und wurde mit dem Ausgleich  bestätigt. Die Unnaer traten personell geschwächt an, mussten vier Spieler aus der Zweiten aufbieten. Der Unnaer Coach war durch den späten Ausgleich am Ende happy, „aber anhand des ersten Durchgangs wären drei Punkte auch nicht so unverdient gewesen.“

Bildzeile: Keinen Sieger gab es an der Hansastraße in Overberge, wo sich Gastgeber FCO und RW Unna 2:2 trennten.

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