Fußball-Kreisliga A: Am 12. Spieltag aufgegelesen und notiert – Torreiche Begegnungen

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Fußball: Viele Tore fielen am 12. Spieltag in den beiden Kreisligen A. Im Mühlbachstadion deren elf. Sieben für Gastgeber SSV Mühlhausen-Uelzen II, vier für SF Frömern. Sechsmal jubelte der SuS Kaiserau II beim 6:1-Sieg im Kamener Jahnstadion. Neun Tore schenkte der SuS Oberaden den Gästen aus Billmerich ein. Gar zehn Gegentreffer musste der VfK Weddinghofen beim SVF Heeren einstecken – am Ende hieß es 1:10.

Kreisliga A1
1:0 gewann die SpVg Bönen am heimischen Rehbusch gegen BV Hamm, einem der Clubs aus dem oberen Bereich der Tabelle. 1:0 hieß es schon nach einer guten Viertelstunde durch Kerim Gercek nach einer schönen Kombination. Danach verstärkten die Gäste ihren Druck, ohne jedoch die Bönener Abwehr ernsthafter in Gefahr zu bringen. Die Spielvereinigung verlegte sich auf Konter und Elias traf in der 35. Minute den Pfosten. Danach versäumte es die Mannschaft von Trainer Cengiz Güner das 2:0 nachzulegen. Dennoch gab es Lob vom Trainer für einen konzentrierten Kampf. Ärgerlich die Ampelkarte gegen Schlenkhoff in der Nachspielzeit.

Der VfL Kamen setzte sich 4:0 gegen TuS Uentrop II durch. Duman, de Olivera, Büyükdere und Helvaci sorgten für die Tore. Dass es „nur“ 4:0 hieß, lag laut VfL-Coach Emre Aktas an der mangelnden Zielstrebigkeit seiner Mannschaft. Dennoch: Zwölf Spiele, zwölf Siege, so lautet nach dem 12. Spieltag die Bilanz. Das bedeutet sieben Punkte an der Spitze Vorsprung vor dem ersten Verfolger Herringen. Weiter geht es für den VfL am 28. November beim TuS Uentrop I.

Eine derbe Klatsche bezog der VfK Weddinghofen beim Tabellenzweiten Herringen. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können, war VfK-Coach Stefan Feldmann mehr als enttäuscht. Nach der neunten Niederlage rangiert der VfL weiter auf einem Abstiegsplatz. Dabei fing es an der Herringer Schachtstraße gut an für Weddinghofen: Yildirim traf nach drei Minuten zur 1:0-Führung. Die währte bis zur 19. Minute, dann gelang den Gastgebern ein Doppelschlag. Danach fielen die Gegentore unaufhaltsam.

Kreisliga A2
„Das war heute ein echter Sieg des Willens“, freute sich Dominik Ciernioch, Trainer der U23 des TuS Westfalia Wethmar, über den 3:2-Heimerfolg gegen Bergkamen. Seiner Meinung nach hätte seine Mannschaft beim Stande von 2:1 den Sack eher zumachen müssen. So blieb es spannend bis zum Schluss, wo TuRa einen Elfer in der Nachspielzeit zum möglichen Ausgleich vergab. Niklas Rogge flog mit Rot wegen einer Beleidigung vom Platz (75.).
In der gleichen Minute sah auch Ahmet Keske, Torjäger des FC TuRa Bergkamen, bei einer Rudelbildung die Rote Karte – er soll einen TuS-Spieler mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen haben. Keske und Gül hießen die TuRa-Torschützen. Gül vergab das mögliche 3:3, denn er drosch beim Elfmeter den Ball weit über das Tor. TuRa-Trainer Christopher Brügmann bemängelte die Einstellung einzelner Spieler und gestand Wethmar den verdienten Sieg zu.

Bildzeile. Fünf Treffer erzielte Lars Schmidt für die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen.

Vier Tore in der Schlussphase sahen die Zuschauer am Sonntagmittag im Mühlbachstadion. Gastgeber SSV Mühlhausen-Uelzen II traf zwei Mal, ebenso Frömern. Insgesamt elf Tore, wobei der SSV beim 7:4 das bessere Ende für sich hatte. Nach sechs sieglosen Spielen kehrte der SSV in die Erfolgsspur zurück. Lars Schmidt war mit insgesamt fünf Toren bester Mann auf dem Platz.
Mit 1:0 brachte Döring seinen SV Frömern nach zwei Minuten in Mühlhausen in Führung. Doch die hielt nicht lange. Bis zur 76. Minuten lag die Elf von Coach Adrian Ruzok 2:5 hinten. Trotz Unterzahl (Rot in der 22. Minute) kämpfte man sich durch Westphal und Bartling wieder auf 4:5 heran (88.). Doch SVF-Keeper Ibrahimbas musste in der Nachspielzeit noch zwei hinter sich greifen.

VfL Kamen II kam kurz vor Schluss durch Schacknat zum Ehrentreffer. Die deutliche 1:6-Niederlage verschärfte die Situation für den VfL immens. Mit nun schon neun Niederlagen sind die Aussichten der Gastgeber alles andere als positiv. Die Misere der Mannschaft von Alexander Hennig hält an. Insgesamt kassierte VfL Kamen II nun schon vier Niederlagen in Serie und rangiert auf einem Abstiegsplatz.
SuS Kaiserau II wurde seiner Favoritenrolle im Jahnstadion gerecht. Piel stellte die Weichen für das Team von Coach Fabian Blum mit dem 1:0 auf Sieg (18.). Kühn legte das 2:0 nach und Agu, Hülsmann, Siebert sowie Aktas machten das halbe Dutzend voll. Trotz des Sieges bleibt Kaiserau auf Platz zehn, verbesserte seine Bilanz auf nunmehr fünf Siege.

Tim Brech mit seinen Saisontoren zehn und elf war maßgeblich für den 3:2-Heimerfolg seines BSV Heeren gegen Cappenberg verantwortlich. Den 3:2-Siegtreffer erzielte er zwei Minuten vor Spielschluss. Tim Heberlein hatte kurz vor der Pause zum 1:1 ausgleichen können. Die hektische Partie begann mit einer Roten Karte gegen Levin Titt (16.). Eine überzogene Entscheidung des Schiedsrichters, so die Ansicht von BSV-Trainer Christoph Golombek. Er kritisierte die Spielleitung des Unparteiischen auch in einigen anderen Situationen. Der schickte in der 38. Minute auch den Cappenberger Jäger nach einer Notbremse vom Platz.

Erst durch das 0:1 der Kamener wurde der SV Bausenhagen, bis dahin pomadig in seinen Aktionen, wach. Folgerichtig in der 38. Minute das 1:1 durch Andree. Der SVB wurde noch  konsequenter und zielorientierter in der zweiten Hälfte. Neithart gelang per Distanzschuss die Führung. Nur vier Minuten später zirkelte Ernst den Ball zum 3:1 ins gegnerische Tor. Ein Elfmeter-Tor von Robin Erdmann bedeutete das 4:1. Insgesamt ein hoch verdienter Sieg der Bausenhagener.

Bildzeile: Erst nach der Pause kam der SV Bausenhagen zum 4:1-Heimerfolg über den TSC Kamen II / Foto SVB.

Nadir Kocapinar, Trainer des TSC Kamen II, musste am Sonntag auf der Alm viele Stammspieler ersetzen. In der 1. Halbzeit war man ebenbürtig und ging durch Albuz 1:0 in Führung. Nach der Pause konnte der TSC dem größer werdenden Druck von Bausenhagen nicht mehr stand halten. Dennoch bescheinigte Kocapinar seiner Mannschaft eine ordentliche Leistung.

Erst nach der Pause brachte Ligaprimus Kamener SC die richtige Power auf den Kunstrasen. Chancen von Kim Denninghoff und Aziz Aktas konnte Unna noch verhindern, nach 56 Minuten war Furkan Kücükyagci erfolgreicher und traf zum 1:0. Denninghoff legte zum 2:0 nach, damit war der elfte Saisonerfolg perfekt und der Sieben-Punkte-Vorsprung gewahrt.
Beim Tabellenführer hielt Rot-Weiß Unna in der ersten Halbzeit gut mit. Die Defensive stand, abgesichert von Schlussmann Kevin Lüttecken gut bis zur 56. Minute. Da traf der KSC zum 1:0 und legte das 2:0 nach. RWU-Kapitän Christoph Gnatowski musste schon nach sechs Minuten mit einer Muskelverletzung vom Platz. Der ebenfalls angeschlagene Nick Stagat hielt bis zur Pause durch und wurde dann durch Noah Kurz ersetzt. Unna gab nicht auf, versuchte alles, aber vorne fehlten Glück und Durchschlagskraft. Insgesamt musste RWU-Trainer Patrick Kulinski auf ein Dutzend Spieler verzichten.

Neun Tore erzielte der SuS Oberaden am heimischen Römerberg, Gegner Billmerich keines. Und so stand am Ende ein 9:0 für den Favoriten im Spielbericht. Talha Temur eröffnete nach elf Minuten den Torreigen, das gab Sicherheit und die spielerische Überlegenheit führte zu weiteren Treffern. Schon zur Pause war mit dem 4:0 praktisch alles entschieden.
Enttäuscht zeigte sich Flurim Ramaj, Trainer von Blau-Rot Billmerich, nach der „Klatsche“ in Oberaden. Seine Mannschaft habe dem Gegner zu viele Geschenke gemacht, räumte aber auch ein, dass Oberaden in allen Belangen überlegen war. Außer Janos Dahl beweist bei BRB sonst keiner vorne die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Er hatte auch die einzige Chance im Spiel. Kein Team der Kreisliga A 2 Unna-Hamm markierte weniger Treffer als die Gäste, ganze elf.

Der SV Langschede konnte in der Ruhrkampfbahn an die bisherigen Saisonerfolge anknüpfen, landete den achten Saisonsieg gegen Overberge, den siebten in Folge und bleibt weiter Tabellendritter. Krupka und und Pestke sorgten fürt das 2:0-Halbzeit-Ergebnis. Ausdruck spielerischer Überlegenheit. Langschede-Torhüter Sander musste nach fünf Spielen erstmals wieder hinter sich greifen. Doch der SVL landete mit den Toren drei und vier durch Essmann und erneut Krupka noch einen 4:2-Sieg.
Pech für den Overberger Steffen – er musste bereits nach zwölf Minuten verletzt vom Platz und zog sich einen Miittelfußbruch zu. Für ihn kam Beck. 1:3 lag der FC Overberge hinten (73.), steckte nicht auf, kam durch Rüger auf 2:3 heran, doch Schlussmann Verrelli musste noch ein viertes Mal hinter sich greifen.

Bildzeile: 4:0 besiegte der VfL Kamen den Gast aus Uentrop und landete den zwölften Saisonsieg im zwölften Saisonspiel.

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