Fußball-Bezirksliga: Rückblick auf den 12. Spieltag

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Fußball: Am 12. Spieltag setzten aus heimischer Sicht vor allem die SG Massen, SSV Mühlhausen-Uelzen und TSC Kamen Glanzlichter, waren in ihren Spielen erfolgreich. Als „Chancentod“ erwies sich der Königsborner SV in Körne, ließ zu viele Möglichkeiten liegen und verlor 1:2. Auch im zehnten Spiel in Folge blieb der Erfolg für die U23 des Holzwickeder SC aus.

Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Königsborn musste TuS Westfalia Wethmar  einen frühen Platzverweis hinnehmen. Dieses Mal traf es Nicolas Jansen, der bereits gelbverwarnt kurz vor der Grundlinie eine Grätsche ansetzte, dabei knapp den Ball verfehlte und dafür seinen Gegenspieler traf. „Der Platzverweis hat unser eigenes Spiel sehr stark beeinflusst“, sagte Coach Paul Mantei, der den erkrankten Steven Koch am Sonntag an der Seitenlinie vertrat. Im weiteren Spielverlauf schwanden bei den Hausherren zunehmend die Kräfte. Dabei spielten natürlich der frühe Platzverweis sowie die Tatsache, dass einige TWW-Kicker krankheitsbedingt überhaupt nicht oder nur wenig trainieren konnten, eine große Rolle.
Die SG Massen blieb auch in Wethmar in der Erfolgsspur. 5:1, der fünfte Dreier in Serie und der Sprung auf Tabellenplatz vier. Fünf Tore und wieder verschiedene Torschützen, wenn man vom Doppelpack von Üstün absieht. Köhler, Klütz und Grasteit trafen. Es gibt viele Spieler, die treffen, von daher ist die Offensive der Massener für den Gegner schwerer auszurechnen. Vielleicht ist das auch das Massener Erfolgsrezept. Einzig Kohlmann hat bisher acht Treffer auf seinem Torkonto. Grasteit sechs, Chamdin fünf sowie Jans, Klütz und Üstün je fünf.

Im Kellerduell landete der TSC Kamen mit 3:2 einen wichtigen Sieg im Lüner Stadion am Schwansbell. Der entscheidende Siegtreffer gelang dem eingewechselten Furkan Cengiz. Er kam nach sechs Wochen Verletzungspause zehn Minuten vor Spielschluss rein und zeigte in der 89. Minute gleich wieder seine Vollstreckerqualitäten. Danach lud er die Mannschaft zur Matchwinner-Party ein. Einziges Manko des TSC in Lünen, man ließ noch zu viele Chancen aus. Erdem Erdur brachte seine Farben 2:0 in Führung. Schön für Trainer Nail Kocapinar zu sehen, dass die Tore einstudiert waren. „Das üben wir im Training. Umso mehr freue ich mich, dass das im Spiel klappt.“

Dank eines Dreierpacks von Ibrahima Camara kam der SSV Mühlhausen-Uelzen zu einem 3:2-Heimsieg gegen ASC Dortmund II. Das waren seine Saisontore 12, 13 und 14. Zwei Gegentoren „aus dem Nichts“ musste der SSV nach der Pause allerdings hinterher laufen. Das gelang, eben durch Camara. „Ich war mir sicher, dass wir noch zu unseren Chancen und zu Toren kommen würden“, verriet SSV-Coach Rene Johannes. Seine Mannschaft ließ den Ball Ball laufen, spielte geduldig und nahm über die 90 Minuten den Kampf an. „Alle haben ihren Job erledigt“, zeigte sich der SSC-Coach zufrieden.
Am Donnerstag (18. November, 19.15 Uhr) bestreitet der SSV ein Testspiel beim Landesligisten SuS Kaiserau.

Bildzeile: KSV-Co-Trainer Tobias Retzlaff war vor allem von der Torausbeute seiner Mannschaft in Körne gemessen an der Vielzahl der Chancen enttäuscht.

Andreas Feiler stand beim Auswärtsspiel in Körne nicht an der Seitenlinie beim Königsborner SV. Dafür die Co Tobias Retzlaff und Kevin Jagusch. Die sahen einen spielerisch besseren KSV, der aber die vielen Torchancen nicht verwerten konnte. Vor allem ergaben die sich in Überzahl – Rot für Körne in der 55. Minute – wie am Fließband. Doch nur Vali Wettklo mit seinem 15. Saisontreffer konnte auf 1:2 verkürzen. Tobias Retzlaff: „Wir dagegen hatten Tormöglichkeiten gleich für zwei, drei Spiele, haben sie nicht genutzt. Punktemäßig war das ein Rückschlag, spielerisch auf keinen Fall. Was fehlte, waren die Tore.“  Damit riss die Positivserie der Königsborner.

Auch im zehnten Spiel in Folge blieb der Erfolg für die U23 des Holzwickeder SC aus. Die Folge: Die Truppe von Neu-Trainer Claas Hoffmann hat nunmehr sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Trotz mehreren Paraden von HSC-Keeper Jan Emmerich hieß es am Ende 0:3 beim TuS Hannibal. Die bestraften drei Fehler eiskalt und erwiesen sich effektiv in der Chancenverwertung. Hoffmann sah erste Erfolge der Trainingsarbeit und insgesamt habe seine Mannschaft nicht schlecht gespielt.
Am Sonntag, 28. November, steht für den HSC die nächste Mammutaufgabe auf dem Programm. Um 14.30 Uhr empfängt man den Tabellendritten Mühlhausen-Uelzen auf der heimischen Haarstrang-Sportanlage.

Bildzeile: Die Szene täuscht. Der TSC Kamen war in Lünen keineswegs am Boden, sondern entführte mit 3:2 alle drei Punkte aus dem Stadion Schwansbell.

 

 

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