Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 9. Spieltag

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Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter Werner SC fertigte den letztjährigen Vizemeister FC Overberge mit 5:1 ab. Während sich die Hausherren äußerst spielfreudig präsentierten, erwischten die Overberger einen ganz schwachen Tag. Einzig in der Anfangsphase hielten die Bergkamener Vorstädter noch halbwegs mit, nachdem Rohlmann per Volleykracher den WSC aber in Führung gebracht hatte (23.), wurde die Dominanz seines Teams immer erdrückender und es stand nach gut einer Stunde 4:0. Der einzige FCO-Treffer an diesem Tag durch Civak zum zwischenzeitlichen 4:1 (67.) war nicht mehr als etwas Ergebniskosmetik. In der Schlussphase hatte Overberge sogar noch Glück, nicht komplett unter die Räder zu kommen. „Wir haben verdient verloren. Das Ergebnis hat sich nach den letzten Spielen fast angedeutet. Die waren alle schon nicht so gut, aber wir haben wenigstens noch gepunktet. Dieses Mal war es enttäuschend. Wir sind jetzt in der Tabelle nur noch Mittelmaß”, urteilte Overberge-Trainer Marc-Woller.

Dank einer starken zweiten Hälfte gewann der VfL Kamen das Kellerduell bei Schlusslicht SC Husen-Kurl deutlich mit 3:1. Nachdem Sudhaus und Lindner zunächst jeweils nur Aluminium getroffen hatten, platzte der Torknoten für die Gäste in Minute 54 mit dem 0:1 durch Hülsmann. Anschließend sorgten Sudhaus (64.) und Lindner (68.) mit einem Doppelpack für die Entscheidung. „Es wurde auch höchste Zeit, dass wir punkten. Schon in Halbzeit eins hätten wir in Führung gehen müssen. Die Chancen waren dazu vorhanden. Wir hatten das Spiel im Griff, waren nach der Pause vor allem druckvoller. Nach der 1:0-Führung war die Partie eigentlich schon für uns gelaufen. Jetzt müssen wir weiter nachlegen“, forderte VfL-Linienchef Marko Barwig. Denn: Der VfL machte zwar einen Sprung vom Abstiegsrang auf Tabellenplatz neun, aber der Vorsprung beträgt gerade mal zwei Zähler. Sonntag kommt der Tabellendritte VfB Lünen ins Jahnstadion.

Innerhalb von drei Minuten war der SuS Kaiserau im Heimspiel gegen BV Brambauer auf der Verliererstraße. In der 10. und 13. bestrafte der Tabellenzweite Unanchtsamkeiten in der Kaiserauer Deckung. In der Folge spielte eigentlich nur noch Schwarz-Gelb, brauchte aber zu viele Möglichkeiten, ehe Timo Milcarek der Anschlusstreffer gelang (72.). Der lange verletzte Stürmer sorgte nach seiner Einwechslung für Belebung des SuS-Angriffssspiels. Brambauer zeigte sich deutlich effektiver und stellte durch Paul mit der einzigen Gelegenheit im zweiten Durchgang den alten Abstand wieder her (79.). Zwar rannten die Schwarz-Gelben auch weiterhin an, schafften durch Kupfer in der Schlussminute aber nur noch das 2:3. „Es fehlte auch das Quäntchen Glück. Auf jeden Fall war gegenüber dem Kamener Stadtderby eine Leistungssteigerung festzustellen. Leider sind wir nicht belohnt worden. Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen”, sagte SuS-Coach Tom Schulz nach Spielschluss.

Hut ab vor der der Leistung des Holzwickeder II. Denn die Voraussetzungen, mit denen sie nach zwei Niederlagen in Folge zur zweifellos favorisierten Westfalia Wethmar reisen musste, waren alles andere als optimal. Zu den ohnehin schon aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung stehenden Akteuren gesellte sich kurzfristig auch noch der spielende Co-Trainer Dennis Hense, der mit Magen-Darm-Beschwerden passen musste und zudem nichts „von oben nach unten“ abgegeben werden konnte. So setzte sich Coach Olaf Pannewig selbst als Auswechselspieler auf die Bank. Er brauchte zum Glück nicht auflaufen, weil sich seine Mannschaft vorbildlich in Szene setzte und Wethmar nach großem Kampf einen Punkt abknöpfte. Mit ein wenig Fortune hätten es im zweiten Abschnitt auch drei Zähler sein können. Der Neuling von der Emscher war nämlich nun tonangebend, und keiner hätte etwas dagegen sagen können, wenn er den Sieg davongetragen hätte.

Angesichts der taktischen Ausrichtung beider Teams war ein Geduldsspiel an der Ruhrbrück zu erwarten. Und genau so kam es auch.  Gastgeber SV Langschede und Gevelsberg neutralisierten sich weitgehend über die 90 Minuten und so stand am Ende ein torloses Unentschieden. Einziges Positivum: Der SVL spielte mal wieder zu Null – und das bei großer Personalnot. Gleich acht Stammspieler fehlten. Dennis Klehm, der nach langer Verletzungspause am Vorsonntag ein verheißungsvolles Comeback gegeben hatte, verletzte sich beim Aufwärmen. Entspannung vor dem sonntäglichen Auswärtsspiel in Breckerfeld scheint jedoch in Sicht. Schorsch, Depmeier und Strothmann könnten zurück kommen.

Bild: Frust beim SuS Kaiserau nach der vermeidbaren Heimniederlage gegen Brambauer.

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