Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 8. Spieltag

499

Fußball-Bezirksliga: Der FC Overberge eröffnete den Spielreigen am 8. Spieltag, verpasste dabei  die Chance, etwas näher an Platz eins heranzurücken. Gegen den TuS Hannibal spielten die Bergkamener Vorstädter nur 3:3. Dabei war sogar der eine Punkt noch glücklich, denn die Gäste waren über weite Strecken das bessere Team, ließen sich auch von der FCO-Führung durch ein Göke-Tor (28.) nicht beeindrucken, sondern drehte bis zur 69. Minute durch Shahoud und Camara die Begegnung. Overberge kam zurück. Zunächst machte Brügmann das 2:2 (75.), ehe Placzek sogar den dritten Treffer nachlegte (79.). Nach Hannibals Schlussoffensive und einem Strafstoßtor von Ribeiro blieb Overberge nur ein Zähler daheim. In den letzten Minuten lagen beim FCO die Nerven blank: Placzek und Brügmann mussten mit roten Karten vorzeitig das Feld verlassen. „Hannibal war die bessere und aktivere Mannschaft. Wir waren schlecht. Das Ergebnis ist schmeichelhaft für uns. Wir können es besser. Einzig positiv ist die Moral, denn wir sind nach dem 1:2 noch einmal zurückgekommen“, blickte Overberge-Trainer Marc Woller zurück

Überhaupt keine Tore fielen im Kamener Derby zwischen dem VfL Kamen und SuS Kaiserau. In einem schwachen Bezirksliga-Spiel, in dem SuS-Spieler Herrmann bereits in Minute 33 die Ampelkarte sah, passierte fast bis zum Abpfiff absolut nichts. Langeweile pur. In den letzten Minuten überschlugen sich jedoch die Ereignisse: Nach einem Foul von SuS-Keeper Niesewicz an Lindner gab es Elfmeter. Bevor der VfLer diesen jedoch ausführen konnte, mussten einige Ordner auf den Platz eilen, um die jetzt erhitzten Gemüter zu beruhigen. Es blieb hektisch. Nachdem der Torwart den Strafstoß gehalten hatte, folgte eine weitere Rudelbildung, an deren Ende die gelb-rote Karte für Niesewicz wegen Schubsens stand. So mussten die Gäste die Partie in doppelter Unterzahl beenden. „Wir waren vor allem in der zweiten Halbzeit überlegen, haben aber zu wenig daraus gemacht“, hatte VfL-Trainer Marko Barwig mehr erwartet. „Wenn du da unten stehst, klappt selbst ein Elfer nicht. Ein Punkt ist in unserer Situation zu wenig”, folgerte Barwig weiter. Kaiseraus Tom Schulz befand das Ergebnis als gerecht. „Der VfL hat uns mit seiner bissigeren Spielweise versucht, den Schneid abzukaufen.“ Und Schulz weiter: „Die Ampelkarte für Herrmann war aus meiner Sicht unberechtigt. Das hat uns den Rhythmus genommen. Wir mussten dann umstellen und auf dem schweren Geläuf auf Konter spielen, haben aber hinten sicher gestanden.“

Zweite Niederlage in Folge für Aufsteiger Holzwickeder SC II – 0:1 gegen Nordkirchen. Das Tor des Tages fiel in Minute 38, als Nordkirchens Lorenz einen Freistoß an die Latte setzte, sein Teamkollege Gündüz schaltete am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie. Ansonsten trat der FCN offensiv kaum nennenswert in Erscheinung. Holzwickede hatte mehrfach die Möglichkeit zu treffen und so wenigstens einen Punkt zu holen.  Ein Freistoß von Nehm ging an den Pfosten, ein Harbig-Kopfball wurde auf der Linie geklärt und einem Treffer von Djordjevic wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. „Es war ein enges, kampfbetontes, aber auch zerfahrenes Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Beim dem Tor hätten wir schneller schalten müssen. Unsere Offensivqualitäten kamen kaum zur Geltung, uns fehlte die Durchschlagskraft“, so das Fazit von HSC-Trainer Olaf Pannewig. Köhler musste verletzt wieder raus, dafür kam Tobio-Lemos, den der HSC-Coach nach seiner Verletzung gar nicht so lange spielen lassen wollte.

Vier Spiele, starke zehn Punkte. Dabei Spitzenreiter Werner SC die bislang einzige Niederlage zugefügt und gegen den Tabellendritten VfB Lünen mit viel Pech nur einen Punkt geholt: Schaut man nur auf die Heimbilanz, hätte Westfalia Wethmar sein Ziel bislang erreicht, nämlich in der Bezirksliga 8 um einen vorderen Platz mitzuspielen. Die Auswärtsabrechnung liest sich dafür umso trauriger. In ebenfalls vier Spielen erst ein Punktgewinn. Am vergangenen Sonntag zeigte die Lüggert-Truppe auch wieder ihr freundliches Heimgesicht: Bei dem klaren 4:0 gegen Union Lüdinghausen hatte der bislang so starke Aufsteiger nie wirklich eine Chance. “ Damit konnte sich Wethmar von den Abstiegsplätzen wieder ein wenig absetzen, sprang auf Platz acht. „Jetzt gilt es aber unbedingt auch mal nachzulegen und eine Siegesserie zu starten“, forderte Westfalia-Coach Alex Lüggert. Da spielt es seinen Schützlingen natürlich in die Karten, dass am Sonntag gegen Aufsteiger Holzwickeder SC II gleich wieder ein Heimspiel ansteht. „Da peilen wir die nächsten drei Punkte an“, gibt Lüggert die Richtung vor.

Angsichts der Personalnot beim SV Langschede zauberte Coach Holger Schemann zwei ehemalige Stammspieler, die lange inaktiv waren, aus dem Hut. Dennis Klehm und Nils Krawczyk rückten ins Team, in die Innenverteidigung und machten auf Anhieb ein gutes Spiel. „Sie traten auf, als wenn sie nie weg gewesen wären“, lobte der SVL-Coach beide. Sie konnten aber auch nicht das späte 0:1 (82.) verhindern. Da rächte sich, dass man vorher beste Chancen nicht verwerten konnte. Zu allem Überfluss musste der eingewechselte Schorsch mit einer Ampelkarte vorzeitig runter (88-).

Bild: Hitziges Wortgefecht zwischen Niesewicz (Kaiserau) und Lindner (VfL) – danach durfte der Kaiserauer Schlussmann nicht mehr weiter spielen.

 

Vorheriger ArtikelHSC-Heimrechttausch kein Freibrief auf problemloses Weiterkommen
Nächster ArtikelDevilz fahren in Kaiserau den ersten Saisonsieg ein

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.