Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 28. Spieltag

Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 28. Spieltag

Fußball: Spannung pur im „Tabellenkeller“ der Bezirksliga 8. Zwei Spieltage vor Schluss hat sich die Lage nochmal dramatisch entwickelt. Unten bangt nun die halbe Liga um den Klassenverbleib. Bis hin zu Tabellenrang acht sind die Clubs noch nicht gesichert. Als da sind VfL Kamen, Union Lüdinghausen, SC Dorstfeld, FC Roj und auch rechnerisch FC Overberge, RW Unna sowie Westfalia Wethmar. Oben ist nach dem vorzeitigen Aufstieg von Kaiserau alles klar.

Und gerade der Ligaprimus SuS Kaiserau hat den heimischen „Kellerkindern“ mit der 1:2-Niederlage in Dorstfeld keinen Gefallen getan. Die langen Aufstiegsfeierlichkeiten hatten zweifellos Spuren hinterlassen, denn die nötige Frische fehlte offenkundig. Das musste auch SuS-Trainer Marc Woller einräumen: „Wir haben auch nur einmal in der Woche trainiert. Ärgerlich diese Niederlage. Ich verliere nur ungern.“

Bild: SuS Kaiserau – hier mit Gabriel Weßelmnn am Ball – musste sich überraschend in Dorstfeld geschlgen geben.

Gleich doppelt traf die Kaiserauer Niederlage den VfL Kamen. Sie verloren zum einen 2:7 im Jahnstadion gegen Westfalia Wethmar und rangieren wieder auf einem Abstiegsplatz, weil sich Dorstfeld vorbei schieben konnte. Was war nur mit den Kamenern los? Das fragten sich die Zuschauer im Jahnstadion, sofern sie dem VfL zugetan waren. Alles ließ man vermissen, was im Abstiegskampf gefragt ist. Wethmar merkte man deutlich an, dass sie den Abstiegskampf bestehen wollten. Sicher mussten die Gastgeber mit dem Handikap fertig werden, mit Hennig und Krause früh wichtige Stammspieler ersetzen zu müssen. Eine Entschuldigung ist das beileibe nicht. Sven König, der Sportliche Leiter: „Von Anfang an waren wir nicht im Spiel, Wethmar war schneller, immer einen Schritt voraus. Uns fehlte die Körpersprache. Wir haben alles vermissen lassen, von vorne bis hinten. Ein böser Rückschlag im Abstiegskampf.“
Jubel dagegen bei Wethmar. Westfalia Trainer Rolf Nehling zeigte sich stolz ob der stetigen positiven Entwicklung. „In den letzten Wochen haben sich alle zusammengerissen und alles dafür getan, dass wir die Klasse halten können.“ Somit kann der TuS es in den letzten beiden Partien gegen Nordkirchen und in Lüdinghausen etwas ruhiger angehen lassen, aber: „Wir wollen weiter gewinnen – insbesondere vor unserem eigenen tollen Publikum werden wir alles reinwerfen, damit wir zuhause einen ordentlichen Abschluss haben“, so Nehling abschließend.

Auch noch nicht ganz „aus dem Schneider“ ist RW Unna, die am Sonntag nur ein 3:3 beim Absteiger Eintracht Dortmund erreichten. 3:1 führte die Truppe von Trainer Emre Aktas bereits, ein unglückliches Eigentor von Losay beließ am Ende aber nur einen Zähler. Zu allem Überfluss fing man sich auch noch zwei Platzverweise in der Schlussminute ein. Zunächt musste Scharfe per Ampelkarte runter, anschließend kritisierte Kinder die Schiri-Entscheidung und sah Rot. Danach musste Unna in doppelter Unterzahl noch brenzlige Situtionen überstehen. Aktas: „Mit unseren 36 Punkten dürfen wir uns noch keineswegs in Sicherheit wiegen. Ausfälle durch die Platzverweise von Scharfe und Kinder müssen wir jetzt kompensieren sowie die Verletzung von Tasci.“ Dorstfeld kommt Sonntag an den Südfriedhof.

Ebenfalls nur 36 Zähler weist das Punktekonto des FC Overberge aus. Die Mannschaft von Trainer Daniel Frieg kann einfach nicht mehr gewinnen und ist ebenfalls in Abstiegsgefahr geraten. Ein Zähler hätte gereicht zum vorzeitigen Klassenerhalt gegen Roj. Doch nur gut eine Stunde war man im Bilde, produzierte dann dumme Fehler und wurde bestraft. „Solche Fehler dürfen nicht passieren“, ärgerte sich Frieg. „Ich habe es ja schon mehrfach gesagt, so gewinnen wir kein Spiel mehr.“ Beim TSC Hamm und am letzten Spieltag gegen Brambauer muss man noch antreten.

Bereits am Mittwoch musste sich der Holzwickeder SC II im vorgezogenen Spiel beim VfR Sölde 0:1 geschlagen geben. Die Pannewig-Truppe besaß ein Plus an Spielanteilen und Chancen, machte aber keine Tore. Beim Nachbarschaftsduell im Sölder Rosengarten hatten die Gäste aus Holzwickede insgesant zwar mehr vom Spiel, am Ende aber reichte dem gastgebenden VfR ein – allerdings astreiner – Kopfball von Marvin Bruske drei Minuten nach Wiederanpfiff, um die drei Zähler zu behalten und sich für das Hinspiel-0:5 zu revanchieren. „Wir hatten keine Körpersprache und im Angriff keine Ruhe“, sah Pannewig die Gründe dafür, dass die Feldüberlegenheit ergebnislos blieb.

Bild: Einen bösen Rückschlag im Abstiegskampf musste der VfL Kamen – hier mit Kevin Rothe am Ball – gegen Wethmar im Jahnstadion hinnehmen. 2:7 hieß es am Ende.

 

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