Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 18. Spieltag

389

Fußball: Zum Rückrunden in der Bezirksliga durfte aus heimischer Sicht allein nur der Holzwickeder SC II jubeln. Die mit neun Oberliga-Akteuren verstärkte Reserve gewann beim Tabellenzweiten 3:1 und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf ein. SSV Mühlhausen kam beim FC Roj nicht über ein 1:1 hinaus. Eine desolate Spielgemeinschaft Massen kassierte eine 1:6-Heimpackung gegen Hannibal. Schlusslicht Wethmar kam übe ein 0:0 gegen Kemminghausen nicht hinaus. Das Derby zwischen dem SSV Mühlhausen-Uelzen und der SG Massen ist vorverlegt worden auf Freitag, 28. Februar, um 19:30 Uhr im Stadion am Mühlbach. Das Spiel war ursprünglich angesetzt für den 01. März.

Als die grün-blauen Holzwickeder aus der Kabine kamen, fühlte man sich beim DJK TuS Körne irgendwie in einer Oberligapartie. Nicht weniger als neun gestandene Oberliga-Spieler standen in der Startformation beim Holzwickeder SC II.  Sie wurden ergänzt durch Dominik Loos und Maximilian Venos. Das Regelwerk ließ es zu und Staffelleiter Lothar König hatte auch im Nachhinein keine Beanstandungen. Der Zweck und das Regelwerk heiligen eben die Mittel. Schließlich geht es um den Abstiegskampf. Klar, die Oberligaverstärkung sorgte für offenen Frust beim Tabellenzweiten Körne. Dankbar zeigte sich dagegen HSC-Trainer Olaf Pannewig für die Verstärkung von oben. „Wir sind wieder auf Schlagdistanz auf den Nichtabstiegsplatz. Und am Ende können das ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf sein. Auf Kreisliga hat hier keiner Lust“, meinte er abschließend..

Zu einem Teilerfolg kam der SSV Mühlhausen-Uelzen. Roj, in der Tabelle auf Rang 17 angesiedelt, stellte sich stark vor und da musste sich Mühlhausen schon enorm wehren. SSV-Coach Rene Johannes hatte von vorneherein viel Gegenwehr der Platzherren erwartet. „Roj ist beileibe nicht so schwach, wie sie in der Tabelle dastehen“, fühlte er sich nach den 90 Minuten bestätigt. Vor der Pause kam der SSV bei Gegenwind nach einer Ecke durch Ernst zur Führung. Nach der Pause hätte der eine oder andere Konter zu einem zweiten Treffer führen können. Das fehlte das nötige Quäntchen. Vielleicht hätte der verletzte Torjäger David Bernsdorf da für Abhilfe sorgen können. Gelungen ist das Comeback des lange verletzten Jan Pfeffer, der aufzeigte, dass er wieder die erhoffte Verstärkung ist. Am Sonntag bestreitet der SSV ein Testspiel gegen die U19 von Eintracht Dortmund.

Bild: SGM-Spielertrainer Marco Köhler ist es anzusehen, er war stinksauer über den Auftritt seiner Mannschaft gegen Hannibal.

Eine desolate 2. Halbzeit legt die SG Massen an der heimischen Sonnenschule gegen den TuS Hannibal hin. Zwar fehlten wichtige Stammspieler, aber die Akteure, die auf dem Platz standen, zeigten überhaupt keine Gegenwehr. Nichts lief zusammen, die Fehlerquote häufte sich, fast widerstandslos ergab man sich in sein Schicksal. Und wenn Torhüter Roman Spielfeld nicht sostark gehalten hätte, wäre es wohl noch schlimmer gekommen. So kassierte SGM ein halbes Dutzend Gegentreffer und muss  den Blick wieder nach unten richten. Für den verletzten Spielertrainer Marco Köhler gibt es daher in dieser Woche viel Redebedarf. „Wir haben auf allen Ebenen versagt“, motzte er, „wir haben  nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben einfache Bälle hergegeben, schlecht verteidigt und sind ins offene Messer gerannt. Solch eine Leistung habe ich lange nicht mehr von uns gesehen.“

Westfalia Wethmar hatte sich vor dem Auftakt des Fußball-Jahres einiges vorgenommen, am Ende folgte nach dem 0:0 gegen den VfL Kemminghausen die Ernüchterung. Trainer Steven Koch war nach Abpfiff ziemlich bedient. „Wir sind natürlich enttäuscht!“, gab der Coach zu. „Das waren heute zwei verlorene Punkte.“ Dabei hatten seine Schützlinge in der ersten Halbzeit mehrfach die Möglichkeit, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden, alle Versuche zur erlösenden Führung scheiterten jedoch. Folglich retteten sich die biederen Gäste über die Zeit und verhinderten durch den ergatterten Punkt den Sturz in die bedrohliche Abstiegszone. „Durch einen Dreier wollten wir Kemminghausen unter Druck setzen, das ist uns leider nicht gelungen“, resümierte Wethmars Koch, der zugleich auf die kommenden Wochen blickte. „Jetzt kommt zunächst der spielfreie Sonntag. Danach werden die Gegner nicht leichter.“

Bild: Eine ganz schwache Vorstellung lieferte die SG Massen Zuhause gegen Hannibal ab und verlor 1:6.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.