Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 17. Spieltag

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Fußball-Bezirksliga: Am  17. und letzten Spieltag in diesem Jahr machte es Westfalia Wethmar in der Bezirksliga 8 oben noch einmal spannender. Die Lüggert-Truppe gewann 1:0 beim souveränen Tabellenführer Werner SC und geht damit als Tabellendritter hinter Werne und Brambauer in die Winterpause. SuS Kaiserau fuhr den dritten Sieg in Serie ein und entfernte sich weiter von den Abstiegsplätzen.

Der BV Brambauer-Lünen verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer Werner SC durch einen 3:1-Erfolg gegen den VfL Kamen auf vier Punkte. In einem ausgeglichenen Spiel machte einmal mehr BVB-Goalgetter Bieber den Unterschied aus. Statt einer knappen Halbzeitführung hätte sich Brambauer aber auch über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. Denn beim Stand von 1:1 vergab Marco Priemer eine Großchance zur Führung auf Seiten des VfL, der erneut nur mit einer Notelf antreten konnte. „Mit Hülsmann, König und Pötter fielen weitere Abwehrleute aus. So stand nur ein gelernter Abwehrspieler hinten. Das machte sich bemerkbar, die Abstimmung fehlte. Dennoch haben wir uns noch gut geschlagen“, urteilte VfL-Linienchef Marko Barwig. Er beklagte sich jedoch über den Unparteiischen, der fast jede Aktion gegen Kamen pfiff. „Meine Jungs wollten ob der permanenten Fehlentscheidungen schon vom Platz gehen“, konnte sie der Coach allerdings davon abhalten. Zum Trainingsauftakt am 6. Januar hofft der VfL wieder auf einen volleren Kader.

Beim dritten Dreier in Folge gegen den VfB Lünen war der SuS Kaiserau zunächst die bessere Mannschaft, verpasste es durch Timo Milcarek aber in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spieldauer verlor Schwarz-Gelb den Faden und ließ den Gegner aufkommen. SuS-Schlussmann Lukas Beßmann hielt sein Team im Spiel. In der 75. Minute war es schließlich doch Milcarek, der das 1:0 für die Hausherren besorgte. Lünen wurde offensiver und gestattete Kaiserau zahlreiche beste Kontergelegenheiten. Dennoch dauerte es bis zur vorletzten Spielminute, ehe Marc-Simon Stender das Ergebnis auf 2:0 stellte. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist unser Sieg verdient. Endlich haben wir auch mal das Quäntchen Glück gehabt. Durch die Einwechslungen von Aktas und Pfahl kamen noch einmal neue Impulse in unser Spiel“, so SuS-Coach Tom Schulz nach dem Spiel

Nach dem 4:2-Sieg beim TuS Hannibal überwintert Aufsteiger Holzwickeder SC II auf einem starken fünften Tabellenplatz. Im Hoeschpark trat die HSC-Zweite mit dem letzten Aufgebot an, hatte einzig Ersatzkeeper Golisch auf der Bank. Hense, Nahm, Tacke und Hussain fehlten. Dennoch agierte die Pannewig-Truppe  äußerst diszipliniert, ließ Hannibal nie wirklich zur Entfaltung kommen und wartete geduldig auf ihre Gelegenheiten. Eine davon nutzte Üstün kurz vor der Pause zum Führungstreffer und erhöhte bereits in Minute 48 auf 0:2. Zwar kam Hannibal durch Hamdaoui zum Anschluss (65.). Die Hoffnung, die Partie vielleicht drehen zu können, war aber blitzschnell wieder dahin. Denn nur eine Zeigerumdrehung später stellte Hoppe den alten Abstand wieder her. Lehmann legte in Minute 86 sogar noch den vierten HSC-Treffer nach. „Wir haben das Spiel weitgehend kontrolliert, hatten gut Aktionen“, lobte HSC-Coach Olaf Pannewig und freut sich auf die Weihnchtsfeier am kommenden Freitag. Am 10. Januar ruft er seine Mannen erst wieder zum Training.

Im torreichsten Spiel des Tages verlor der letztjährige Vizemeister FC Overberge an der Hansastraße gegen den neuen Tabellenvierten Eintracht Dortmund mit 3:5. Dabei führten die Hausherren Mitte der zweiten Hälfte noch mit 3:2, ehe die Eintracht das Blatt durch drei Treffer komplett wendete. Overberge half dabei kräftig mit. „Was wir für haarsträubende Fehler machen, dass ist erschreckend. So kann man kein Spiel gewinnen“, war FCO-Trainer Marc Woller nach Spielschluss erbost. Er hatte seine Mannschaft eigentlich schon auf der Siegerstraße gesehen, letztlich sich aber selbst geschlagen. Aber wieder einmal schlug die unbefriedigende Situation im Training und in der Spielvorbereitung durch. Der FCO geht als Tabellenachter in die Winterpause.

Nicht in Normalform zeigte sich der SV Langschede am Sonntag in Kalthof und verlor 0:5. Damit konnte man sich erneut kein Polster vor den Abstiegsplätzen zulegen. Und: Trainer Holger Stemmann musste sich mit zwei Niederlagen in Folge von seiner Mannschaft verabschieden. „Das hatte ich mir sicher anders vorgestellt“, erging er sich in Trübsal, meinte, dass sich die Niederlage schon in der Woche angesichts der schwachen Trainingsbeteiligung abgezeichnet hätte. Schorsch und Depmeier fehlten, ebenso Vach und Torhüter Harbott. Im Januar übernimmt bekanntlich Nico Mantovani das Trainerzepter zusammen mit Henning Breßem. Verzichten muss er dann auf Depmeier, Boulakrhif, Meierjohann und Strothmann, die sich verabschieden.

Bild: Kaiserau-Trainer Tom Schulz (li.) beobachtet den Einwurf seines Spielers Lahr.

 

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