Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 17. Spieltag

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Fußball: Am 17. Spieltag hat der SSV Mühlhausen-Uelzen die Tabellenplkätze eins und zwei aus den Augen verloren, verlor gegen Tabellenführer Türkspor im Mühlbachstadion 1:4. Beim Aufsteigereg SG Massen kann man auf ein tolles erstes Bezirksliga-Halbjahr zurückblicken. Viel größer sind die Sorgenfalten beim Holzwickeder SC II, der aktuell einen Abstiegsplatz einnimmt, ebenso Westfalia Wethmar.

„Verrückte vier Schlussminuten“ liefen auf der Haarstrang-Sportlanlage. Der Holzwickeder SC II lag 1:3 zurück. Das Match schien entschieden – wieder einmal gegen die Holzwickeder Zweite. Nach einer Ecke erzielte Laurens Kruse eine Minute vor Schluss den Anschluss zum 2:3 (89.). In der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte Maximilian Venos nach Foul an Fabien Joel Garando den fälligen Elfmeter zum 3:3-Ausgleich. Die HSC-Reserve gewann damit einen Punkt und ist doch einer der Verlierer des 17. Spieltages. Für das Tabellenbild und dem Ende des Fußballjahres 2019 aber war der Punkt zu wenig. Die Baustellen sind groß: 43 Gegentore hat der HSC II hinnehmen müssen – mehr als drei pro Spiel. Insgesamt stehen nun drei Siege, zwei Remis und elf Niederlagen zu Buche. Es muss etwas passieren beim HSC II – und da besteht Gesprächsbedarf. Garando wird in der Winterpause zum Liga-Konkurrenten VfR Sölde wechseln.

Tabellenführer Türkspor war augenscheinlich eine Nummer zu groß für den SSV Mühlhausen-Uelzen.  1:4 hieß es am Ende. Just das Ergebnis, mit dem der SSV das Hinspiel gewonnen hatte. Aber davon war die Johannes-Truppe meilenweit entfern. „Auf jeder Position war der Gegner besser besetzt“, erkannte das SSV-Co-Trainer Sascha Grasteit an, „Türkspor hat am Ende Dank seiner individuellen Klasse verdient gewonnen. Hinzu kam, dass bis auf Akdeniz kaum einer bei uns Normalform hatte.“ Was beim Tabellenführer allerdings zu bemängeln war, waren die ständigen Provokationen, verbal wie körperlich. „Die haben uns mental den Schneid abgekauft“, so Grasteit kritisch, „das haben sie eigentlich nicht nötig.“ Doch daran die Niederlage festzumachen, wollte der Co-Trainer auch nicht. „Die waren besser und haben verdient gewonnen.“ Platz eins und zwei, wohin die Mühlhausener zeitweise geschielt haben, ist mittlerweile zwölf und neun Punkte entfernt.

Einen wichtigen 1:0-Auswärtssieg fuhr die SG Massen beim (Tabellen-)Nachbarn VfR Sölde ein und hat mit nunmehr 23 Punkten ein tolles erstes Bezirksligahalbjahr gespielt. Entsprechend zufrieden war Spielertrainer Marco Köhler: „Wir haben elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und nur drei Zähler Rückstand auf Platz sechs. Das kann sich sehen lassen und sollte Ansporn sein für 2020.“ Da können die Massener mit den Neuen Björn Scharfe und Nils Martello (wir berichteten) ihren Kader sogar noch verbessern.

Es ist wie verhext: TuS Westfalia Wethmar war auch im letzten Spiel eines schwierigen Fußballjahres nicht mit Fortuna im Bunde und unterlag beim TuS Eichlinghofen völlig unnötig mit 1:2. Allerdings war es nicht nur fehlendes Glück, was ein versöhnliches Ende verdarb. Die Offensiv-Akteure der Westfalia hatten mehrfach die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterten aber am Gäste-Keeper oder tatsächlich auch am eigenen Unvermögen. „Es ist unglaublich, was wir an Großchancen haben liegen lassen“, zeigte sich der Sportliche Leiter Rolf Nehling lange nach der Partie fassungslos. Dabei erinnerte er sich, wie Schürmann und Schinck todsichere Möglichkeiten nicht unterbrachten.

Bild: Mit dem 1:0-Auswärtserfolg in Sölde kann Aufsteiger SG Massen zuversichtlich in die Winterpause gehen und weiter zielstrebig auf den Klassenerhalt hinarbeiten.

 

 

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