Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 16. Spieltag

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Fußball-Bezirksliga: Lediglich zwei Heimsiege gab es am Sonntag zum Start in die Rückrunde am 16. Spieltag der Bezirksliga 8. Einer davon gelang Westfalia Wethmar mit einemdeutlichen 6:0 gegen den TuS Hannibal. Mit dem Kantersieg kletterten die Grün-Weißen bis auf Rang drei der Tabelle. Auch deutlich mit 7:3 fertigte Kaiserau Schlusslicht Husen/Kurl ab. Das Hellwegduell am Holzwickeder Haarstrang ging an die HSC-Reserve gegen Overberge. VfL Kamen blieb mit dem 1:1 im Jahnstadion gegen Lüdinghausen in der Erfolgsspur. Langschede machte dem scheidenden Coach Holger Stemmann kein passendes Abschiedsgeschenk in seinem letzten Heimspiel.

Der zweite Heimerfolg glückte Aufsteiger Holzwickeder SC II, der sich mit 3:1 gegen den FC Overberge durchsetzte. Dabei machte letztlich die individuelle Klasse den Unterschied, lief die HSC-Reserve doch einmal mehr mit dreifacher Unterstützung aus der Westfalenliga-Mannschaft auf. „Schade, wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und hätten einen Punkt verdient gehabt“, so FCO-Coach Marc Woller. Nach der frühen HSC-Führung durch ein Tor von Rezgui  stellte Overberge sein System auf ein offensiveres 4-3-3 um und war fortan das bessere Team. Verdienter Lohn war der Ausgleich durch Rösener. Auch im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich der FCO immer wieder gute Möglichkeiten – die Tore fielen aber auf der Gegenseite. In Minute 52 stand Hoppe goldrichtig, ehe Rezgui mit seinem zweiten Treffer des Tages endgültig alles klar machte (72.). HSC-Trainer Olaf Pannewig zeigte sich nach dem Abpfiff mehr als zufrieden. Er fand in der Halbzeitpause mahnende Worte, sein Team fand wieder in die Spur. Das frühe 2:1 spielte dem HSC natürlich in die Karten. Damit ist der Aufsteiger seit nunmehr sechs Spielen ungeschlagen. „Wir sind auf einem guten Weg“, forderte der Coach aber seinen Truppe auf, „weiter gierig zu bleiben.“

Dem längst abgeschlagenen Schlusslicht SC Husen-Kurl gelang auch am ersten Rückrunden-Spieltag kein Sieg. Das Kellerduell mit SuS Kaiserau ging deutlich mit 3:7 verloren. Der SuS ging durch Herrmann in Führung (10.), musste anschließend aber bis zur 52. Minute warten, ehe Weiß den zweiten Treffer nachlegen konnte. Mit diesem brachen bei den Dortmundern alle Dämme, so dass Kaiserau fortan extrem leichtes Spiel hatte. Im Wissen um den sicheren Sieg nahm sich aber auch die Gästeabwehr unkonzentriert einige Auszeiten und ließ so drei Gegentreffer zu. „Husen-Kurl hat sich offensichtlich schon aufgegeben, war kein ebenbürtiger Gegner. Wir hätten auch zehn Treffer erzielen können. Immerhin waren es sieben. Die drei Gegentore haben mich allerdings gestört. Die hätten wir nicht zulassen müssen“, blickte SuS-Vorsitzender Eckart Stender zurück.

Das einzige Unentschieden des 16. Spieltags gab es mit einem 1:1 zwischen dem VfL Kamen und Union Lüdinghausen im Jahnstadion. Kamen trat dabei nach vielen Ausfällen einmal mehr mit dem letzten Aufgebot an, war in Durchgang eins dennoch die bessere Elf, ließ aber mehrfach die Chance auf den Führungstreffer ungenutzt verstreichen. Dieser fiel stattdessen in Minute 56 durch Sannau für die kampfstarken Münsterländer, die in Hälfte zwei deutlich besser im Spiel waren. In der Folge bewies der VfL aber Moral und kam per Strafstoß durch Lindner spät zumindest noch zu einem Punkt (83.). „Das Spiel hätten wir in der ersten Halbzeit zu unseren Gunsten entscheiden müssen. Da hatten wir spielerische Vorteile und einige Chancen. Diesen Möglichkeiten trauert man am Ende dann auch nach“, sagte VfL-Linienchef Marko Barwig.

Dass  am zweiten Adventssonntag am Cappenberger See mit Westfalia Wethmar und TuS Hannibal zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander trafen, war über 90 Minuten nie zu erkennen. Beim verdienten 6:0-Kantersieg der Lüggert-Elf gab es zwischen beiden Teams zeitweise einen Klassenunterschied. Und das bewerkstelligte Wethmar mit einer blutjungen Elf, mit zahlreichen Spielern, die sich erst in ihrem ersten Seniorenjahr befinden. „Deshalb muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Das war wirklich gut anzuschauen. Jeder hat sich voll reingehauen, wir hatten ein enormes Laufpensum, standen hinten sicher und haben zudem sehr zielstrebig und direkt nach vorne gespielt“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling. „Das war sicherlich eines unserer besseren Spiele in dieser Saison.“

Nach 22 Minuten abgebrochen wurde das Spiel zwischen dem VfB Lünen und Viktoria Kirchderne beim Stand von 1:0 für die Gastgeber, weil der Kunstrasen an der Dammwiese gefährlich vereist war, die Spieler reihenweise ausrutschten und zwei Akteure sich schwere Verletzungen zuzogen. Die Trainer beider Clubs kritisieren, dass die Begegnung überhaupt angepfiffen wurde. Nachgeholt werden soll das Spiel am Sonntag, 18. Dezember.

Mit einem Dreier wollte sich Trainer Holger Stemmann in seinem letzten Heimspiel von den Zuschauern des SV Langschede verabschieden. Bekanntlich verlässt der Coach in der Winterpause den Club und steht in der Rückrunde beim Ligakonkurrenten FSV Gevelsberg an der Linie. Doch seine Spieler taten ihm nicht den Gefallen, produzierten vielmehr zwei individuelle Fehler mit Folgen. Daraus resultierten die beiden Gegentreffer. Der SVL wollte antworten, doch ihm fehlte die Durchschlagskraft. Erst vier Minuten vor Schluss verkürzte der eingwechslte Essmann. Zu spät. Mit Hassan Boulakrhif und Eike Depmeier werden sich zwei Spieler in der Winterpause an der Ruhrbrücke verabschieden. Boulakrhif folgt Coach Stemmann nach Gevelsberg und Depmeier geht zum Holzwickeder SC zurück.

Bild: 3:1 besiegte der Holzwickeder SC II den FC Overberge im Haarstrang-Stadion.

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