Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 14. Spieltag

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Fußball-Bezirksliga: Der Werner SC gewann am 14. Spieltag gegen Schlusslicht SC Husen-Kurl deutlich mit 5:1, hat nun schon mindestens vier Punkte Abstand zu allen anderen Konkurrenten und steht vor seinem letzten Hinrundenspiel am 27. November beim VfB Lünen als Herbstmeister fest. Bester heimischer Club ist der FC Overberge als Dritter, der allerdings schon acht Punkte Rückstand hat. Der VfL Kamen ist Achter und die Holzwickeder Reserve rangiert auf Tabellenplatz 10. Die größten Sorgen muss man sich derzeit im Lager des SuS Kaiserau machen – die Schwarz-Gelben stehen auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga 8. In der Sechs fühlte sich der SV Langschewde bei der sonntäglichen 2:3-Niederlage in Berchum/Gareldeld vom Schiedsrichter klar benachteiligt.

Die Serie hält: Zum vierten Mal in Serie blieb Aufsteiger Holzwickeder SC II ungeschlagen. Mit 3:1 nahm man am Sonntag die Punkte mit beim Tabellenzweiten BV Brambauer. Das bedeutet nunmehr 18 Punkte und Tabellenrang zehn. Aus dem Westfalenliaga-Kader waren Torhüter Hohmann, Grasteit, Schmerbeck, Dupke und Rezgui dabei. Mit dem stark besetzten Team ließ Holzwickede den BVB kommen, der operierte vorwiegend mit langen Bällen. Felix Harbig besorgte den Ausgleich und erzielte auch das 2:1 (83.). In der 90. Minute setzte Dennis Dupe mit dem 3:1 noch einen drauf. „Wir sind total happy. Mit einer guten Leistung haben wir die Punkte aus Brambauer nicht unverdient mitgenommen“, sagte HSC-Trainer Olaf Pannewig, „jeder Punkt, vor allem gegen ein Spitzenteam wie Brambauer, ist für uns wichtig, um unseren positiven Lauf fortzusetzen.“  Nächste Gelegenheit besteht dazu bereits am kommenden Samstag (19. November), um 17.30 Uhr kommt zum vorgezogenen Meisterschaftsspiel der FC Roy auf die Haarstrang-Sportanlage. Der HSC bat um Vorverlegung, weil am 27. November der Holzwickeder Weihnachtsmarkt stattfindet.

Der FC Overberge nähert sich wieder seiner Form aus der vergangenen Spielzeit an, als es zur Vizemeisterschaft kam. Zwei Tage nachdem Trainer Marc Woller seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, zerlegte der FCO den einstigen Meisterschafts-Topfavoriten FC Nordkirchen mit 4:0 und kletterte auf Rang drei. Einziger Wermutstropfen: Youngster Haase sah in der 75. Minute wegen Nachtretens die rote Karte sah. Maßgeblichen Anteil am Viererpack hatte Samet Ayyildiz als Dreifach-Torschütze. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie es können. Sie rufen ihre Leistung eben nicht immer ab. Es fehlt die Konstanz.“ Woller will wie berichtet zum Saisonende gehen, würde aber auch schon eher Platz machen, wenn der Verein einen Nachfolger hätte. Den hat der Verein aber noch nicht, wie Markus Lücke, der Sportliche Leitr des FCO, dazu verlauten ließ. Am Donnerstag (17. November) um 19.30 Uhr bestreitet Overberge an der Hansastraße ein Testspiel gegen Westfalenligist SV Brackel.

Der vor der Saison so hoch gehandelte SuS Kaiserau rangiert „unter den Strich“, erster Abstiegsplatz. Dahin wollten die Schwarz-Gelben auf keinen Fall. Die Gäste ließen in dieser wichtigen Partie in Kirchhörde die letzte Entschlossenheit vermissen, agierten im Angriffsspiel häufig zu umständlich und zu wenig zielstrebig. Gegner Kirchderne zeigte sich deutlich geradliniger und gewann 2:0. „Ein Sechs-Punkte-Spiel. Das war offensichtlich einigen Spielern nicht im Bewusstsein“, ärgerte sich SuS-Coach Tom Schulz. Er warf seinen überwiegend jungen Spielern Überheblichkeit und mangelnde Cleverness vor. Gerade daran hatte man im Training gearbeitet und will es jetzt in der spielfreien Zeit ebenfalls verstärkt tun. Tom Schulz weiter: „Die Jungs müssen jetzt endlich erkennen, dass man nicht wie Bayern München spielerisch Dinge lösen kann, sondern sie müssen sich Siege auch erkämpfen.“ In den kommenden Spielen bis zur Winterpause will der Coach seine Mannen mental auf die noch bevorstehenden schweren Spiele vorbereiten.

Einmal mehr seine aktuell gute Form stellte am Sonntag der VfL Kamen unter Beweis und gewann gegen den als Tabellendritten angereisten TSC Eintracht Dortmund glatt mit 4:0. Dabei war die Partie praktisch schon entschieden, bevor die Gäste überhaupt richtig angefangen hatten. Denn VfL-Spielmacher Mario Lindner traf in der ersten und zweiten Minute und sorgte so für einen ganz schnellen Zwei-Tore-Vorsprung. Gegen fortan indisponierte Dortmunder erhöhten Dustin Berndt (Elfmeter) und Marven Hennig bis zur Pause auf 4:0. „Das war die richtige Antwort nach der Niederlage zuletzt in Holzwickede“, zeigte sich VfL-Coach Marko Barwig mehr als zufrieden. Es gab vor dem Anpfiff Ausfälle und einige grippegeschwächte Kicker mussten gar ran. Insofern war die Ausgangslage ganz und gar nicht gut. Doch der VfL spielte „eine sensationelle erste Halbzeit“, wie Barwig befand. Nach der Paue konnte man sich erlauben, den Vorsprung zu verwalten. Die Kraft war auch weg.

Im Vorjahr verlor der SV Langschede beide Spiele gegen SC Berchum-Garenfeld. Auch am Sonntag änderte sich nichts daran. Der SVL musste sich 2:3 geschlagen geben, allerdings mit Hilfe des Unparteiischen. Bei allen drei Gegentreffern half er mit. Er pfiff zwei strittige Elfer. Und auch beim 2:2-Ausgleich lag er daneben. Einen Zweikampf von Strothmann ahndete er als Foul. „Das war es nie und nimmer“, ereiferte sich Langschedes Coach Holger Stemmann, „danach hat unsere Abwehr aber auch nicht gut ausgesehen.“ So war der 2:0-Vorsprung dahin und dann kam noch der dritte Strafstoß. Wiederum nicht berechtigt, der führte letztlich zur 2:3-Niederlage. Zu allem Überfluss sah auch noch Maik Zebut die Ampelkarte wegen wiederholtem Fuoulspiel. Am kommenden Samstag um 14 Uhr bestreitet Langschede das Nachholspiel beim SV Breckerfeld.

Bild: VfL Kamens Mario Lindner (Mitte) war in der 1. und 2. Minute Doppeltorschütze gegen Eintracht Dortmund.

 

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