Fußball-Bezirksliga: Nachlese zum 12. Spieltag

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Fußball: Am 12. Spieltag behauptete sich das Spitzenduo Brambauer und Werne weiter auf den Plätzen eins und zwei. Bester heimischer Club in der Gruppe 8  ist jetzt der VfL Kamen auf Rang sechs. Auf Platz neun folgt Overberge, der wie der VfL ebenfalls 18 Punkte gesammelt hat. Kaiserau und die Holzwickeder Reserve rangieren knapp vor den Abstiegsplätzen. In der Gruppe 6 verpasstea der SV Langschede  durch das 1:1 beim Schlusslicht Haspe, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen.

Keine Tore fielen im Kellerduell zwischen dem TuS Ascheberg und Holzwickeder SC II. Dabei hätte die HSC-Reserve in einer niveauarmen Partie den Platz eigentlich als Sieger verlassen müssen, hatten die Holzwickeder auf dem schwierig zu bespielenden Naturrasen doch eine Fülle guter Möglichkeiten. Allerdings scheiterten sie im Abschluss immer wieder am starken Ascheberger Keeper. Die Hausherren konzentrierten sich darauf, mit einer vielbeinigen Abwehr einen Punkt über die Zeit zu retten. Auf der anderen Seite ließ sich aber auch die Holzwickeder Abwehr von den Gastgebern nicht in Verlegenheit bringen und verteidigten ihren Ruf als zweitbeste Deckung der Liga. Mit dem 0:0 hielten die Holzwickeder jedoch wenigstens die Ascheberger auf Distanz und rückten bis auf einen Zähler an die Kaiserauer heran. Mischa Mihajlovic, Dennis Dupke, Sebastian Schmerbeck und Aleksandar Djordjevic verstärkten die Pannewig-Mannen.

Ein klarer 3:0-Heimerfolg gelang dem TuS Hannibal gegen den zuletzt im Aufwind vermeintlichen SuS Kaiserau. Dabei sprach SuS-Trainer Tom Schulz einmal mehr eine ganz andere Sprache, als es das Ergebnis vermuten lässt: „Ich kann mich nur wiederholen. Wir schaffen es einfach nicht, unsere viele Chancen zu nutzen. Wir hatten sie am Fließband und vorne wird nicht getroffen. Ich habe gezählt, 15 dicke Möglichkeiten haben wir uns herausgespielt. Wir sind teilweise zu kopflos. Der Aufwand ist groß, wir belohnen uns einfach nicht. Jetzt müssen wir aufpassen, nicht noch tiefer unten reinzurutschen.” Kaiserau verlor nicht nur die Punkte, sondern auch Torwart Sebastian Niesewicz. Der musste zur Halbzeit mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden und droht lange auszufallen. Gelb/Rot für Henning Steffen in den Schlussminuten. Nach der Ampelkarte ist er am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Werner SC gesperrt. So oder so wäre er nicht dabei gewesen, denn er sah seine fünfte Gelbe und die zieht auch eine Sperre nach sich.

Der FC Overberge kann doch noch gewinnen. Nach einer langen Durststrecke quälte sich der letztjährige Vizemeister auf eigenem Platz zu einem 2:1 gegen Schlusslicht SC Husen-Kurl. Anfänglich war dem FCO eine Verunsicherung nach den vielen Negativerlebnissen zuletzt anzumerken. Dies änderte sich auch nicht grundlegend in Hälfte zwei, obwohl L. Manka und Ayyildiz für einen Zwei-Tore-Vorsprung sorgten. Die Dortmunder kämpften tapfer weiter und sorgten noch für ein paar spannende Schlusssekunden, nachdem Heimlich den Anschlusstreffer erzielt hatte. Patrick Thomas im FCO-Tor rettete mit Glanzparaden schließlich den Dreier.„Dass wir gewonnen haben, war äußerst wichtig“, freute sich  FCO-Linienchef Marc Woller. Thomas kann jetzt wieder trainieren und steht in Konkurrenz zu den drei anderen Overberger Torleuten.

Die Verantwortlichen des TuS Westfalia Wethmar verfluchten am Sonntag die Endphase der Partie im Kamener Jahnstadion, denn kurz vor Schluss gingen wichtige Punkte flöten. Dabei profitierte die Mannschaft um Trainer Alex Lüggert selbst zunächst von der Gnade des späten Tores, als Giesebrecht im Spiel zweier zur Zeit sehr formstarker Teams beim VfL Kamen in der 88. Minute den vermeintlichen Siegtreffer schoss. Wenige Minuten später allerdings egalisierte der Gastgeber mit dem während dem 90 Minuten erfolgreichsten Stilmittel eines langen Balles in die Gefahrenzone der Westfalia, die den Ausgleich nicht verhindern konnte. „Bitter!“, konstatierte der Sportliche Leiter Rolf Nehling nach dem Abpfiff. „Mit einem Dreier wären wir auf sechs Punkte am BV Brambauer dran geblieben, um dann den Abstand am kommenden Spieltag auf drei verkürzen zu können“, ärgerte sich Nehling, der sich dennoch auf das Derby freut.
Gelegenheit zum Üben haben die Lüggert-Schützlinge unter der Woche in einem echten Härtetest: Am Mittwoch (19.30 Uhr) gastiert Westfalenligist Holzwickeder SC am Cappenberger See. Dann kommt es wohl auch zu einem Wiedersehen mit Dominik Dupke, der Wethmar bekanntlich im Sommer in Richtung HSC verlassen hat.

Eine „gefühlte Niederlage“ kassierte der SV Langschede beim Tabellenletzten Haspe. Das 1:1 war gemessen an den zahlreichen Chancen der Langscheder viel zu wenig. „Da war mehr möglich“, zeigte sich SVL-Trainer Holger Stemmann enttäuscht über die verlorenen Punkte, „wir haben Haspe unnötig im Spiel gelassen.“ Der Gegner spielte hart, teilweise unfair, was der Schiti weitgehend duldete, und kam mit den bescheidenen Mitteln überraschend nach 31 Minuten zur Führung. Nico Mantovani glich aus und hatte in den Schlussminuten noch die Chance zum Siegtreffer. Mit einem Dreier hätten sich die Langscheder weiter von den Abstiegsplätzen absetzen können.

Bild: Wethmars Torjäger Tim Heptner (li.) lieferte sich viele Duelle – hier mit Basti Gronert – mit seinen VfL-Gegenspielern, ging dieses Mal aber leer aus.

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