Fußball-Bezirksliga: Nachlese vom 26. Spieltag

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Fußball-Bezirksliga: Mit einem deutlichen 3:0 beim TuS Ascheberg verkürzte der TuS Westfalia Wethmar am 26. Spieltag der Bezirksliga 8 den Rückstand auf die Tabellenspitze weiter. Zugute kam, dass der bisherige Klassenprimus VfL Kemminghausen im Spitzenspiel beim Vierten TuS Hannibal im Hoeschpark zur „Kurzarbeit“ gezwungen war. Beim Stand von 0:0 bemerkte der Referee während der Halbzeitpause, dass Unbekannte seinen Spind in der Schiedsrichterkabine aufgebrochen und Handy sowie Portemonnaie entwendet hatten. Der Schiedsrichter rief daraufhin die Polizei, die den Diebstahl aufnahm. Anschließend weigerte er sich die Partie wieder anzupfeifen. Deshalb wird es nun zu einer Neuansetzung kommen. Der Termin steht bereits: Gespielt wird an Fronleichnam, 4. Juni, um 15 Uhr.

Die Spitze übernommen hat deshalb wieder der Werner SC, der sich auf eigenem Platz nur überraschend knapp mit 2:0 gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht SuS Oberaden durchsetzte. Trainer Kurtulus Öztürk konnte eine Woche vor dem Topspiel gegen den VfL Kemminghausen der Werner Leistung dann auch nichts Positives abgewinnen, sagte: „Es gibt nur eine Sache, die zu loben ist: Die Leistung des Gegners.“ Denn der SuS trat mit dem allerletzten personellen Aufgebot an, hatte Spieler aus der Dritten und Vierten und sogar mit Potthoff  einen Ü50-Kicker im Kader. Dennoch hielt Oberaden bis zur 68. Minute ein torloses Remis, ehe Joker Oliver Winter den WSC mit einem Kopfballtor erlöste. Beinahe wären die Gäste sogar noch einmal ins Spiel zurückgekommen, aber WSC-Torwart Rockel konnte den Ball so eben noch vor dem heranstürzenden Günes klären. Erst in der 88. Minute machte Torjäger Durkalic mit seinem 21. Saisontreffer alles klar. „Hut ab vor dieser Truppe. Es ist wichtig, dass wir für unsere Moral etwas davon mitnehmen“, lobte SuS-Trainer Michael Pannicke.

Maßlos enttäuscht war Coach Andre Kracker über seinen  FC Overberge gegen Kaiserau, verlor verdient mit 1:3 und verschlechterte die ohnehin schon schlechte Heimbilanz. Über 90 Minuten agierten die Platzherren ideenlos und versuchten es in der Offensive fast durchweg mit langen Bällen. Auffällig besonders die Lustlosigkeit einzelner Kicker, deren Einstellung Kracker „eine Frechheit“ nannte. Hinter den Kulissen bastelt vornehmlich Ex-Trainer Daniel Frieg bereits an der Elf für die kommende Saison. Neben einigen Abgängen sollen sechs bis sieben neue Spieler kommen, das wurde aus gut unterrichteten Kreisen bekannt.

SuS Kaiserau hatte wiederum ein halbes Dutzend Leistungsträger der Ersten weiterhin der Reserve im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga A  zur Verfügung gestellt. SuS-Coach Alex Berger hatte seine Elf mit Spielern aus der den beiden U19-Mannschaften aufgefüllt. Die neu formierte Mannschaft zeigte dennoch vor allem den größeren Einsatzwillen, wirkte auch spielerisch überlegen und kam zu den entscheidenden Toren. Hätte Dominik Krampe, immerhin zweifacher Torschütze, noch besser gezielt, hatten es noch zwei Treffer mehr sein können für die Schwarz-Gelben.

Torlos trennten sich im Mittelfeld-Duell im Nordbergstadion FC TuRa Bergkamen und der FC Nordkirchen. Über die gesamte Spielzeit hinweg gab es nur wenige Möglichkeiten. Die beiden besten Chancen vergaben für die Gastgeber Engin Duman und Ufuk Türkkan, dessen Ball von Keeper Gebhardt noch an die Latte gelenkt wurde, kurz vor und nach der Halbzeitpause. Für Nordkirchen hatte Torjäger Lorenz die Führung in der 65. Minute auf dem Fuß, traf aber ebenfalls nur das Aluminium. Es war ein besseres 0:0-Spiel mit einem gerechten Spielausgang. Rätselraten um den Verbleib von Torjäger Engin Duman am Nordberg. Dem Vernehmen nach will er den Verein verlassen. Neu-Trainer Sascha Sieger, der schon eng bei der Mannschaft ist, kündigte den Zugang von einigen jungen Spielern an.

Nur knapp mit 4:3 setzte sich der SV Langschede bei Absteiger Alemannia Scharnhorst durch. Dabei erzielte Reimann erst vier Minuten vor Schluss den entscheidenden vierten SVL-Treffer zum Sieg. „Das war eine grottenschlechte Leistung von uns. Wir haben es nicht geschafft, Spannung aufzubauen. Erst als wir 2:3 zurücklagen, ist die Mannschaft aufgewacht und wollte nicht verlieren. Guter Fußball sieht aber anders aus”, sagte Trainer Holger Stemmann. Dennoch kletterte der SVL wieder auf Tabellenrang sieben. Andreas Maisinger will seinen ehemaligen Teamkameraden zum Saisonende zu RW Unna folgen. Tim Richter soll es ebenfalls zu RWU ziehen.

Eine Serie wollte die SpVg Bönen starten, um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Es kam anders, ja schlimmer. 0:6 gegen Westönnen. Kein Kampf, keine Gegenwehr, kein Aufbäumen. Am Rehbusch hat man sich wohl mit dem Abstieg abgefunden, ist jetzt sogar Schlusslicht. SpVg-Trainer Axel Maurischat war völlig niedergeschlagen. „Das passiert, ,wenn man keine Lust hat zu trainieren. Die Einstellung einiger Spieler ist eine Frechheit.“, schimpfte der Coach. Zusammnen mit Hansi Sack, dem Sportlichen Leiter, bastelt er schon an der Mannschaft für die neue Saison. Holtbrügger, Symmank, Holtmann, Güney, Akman und Torhüter Berchem wollen bleiben. Arenz, Sorge und Renk wecchseln zum Königsborner SV und Torhüter Behrend zieht es zum TuS Wiescherhöfen.

Am DFB-Pokal-Wochenende  (30. Mai) Wolfsburg – BVB in Berlin haben einige Bezirksligisten ihre Partie vorgezogen.
Donnerstag, 28. Mai, 19.30 ‚Uhr
FC Overberge – FC Nordkirchen
TuS Eving-Lindenhorst – SV Langschede
Freitag, 29. Mai, 19 Uhr
TuS Ascheberg- SuS Kaiserau

Bild: Verdient gewann der neu formierte SuS Kaiserau die Partie beim FC Overberge

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