Fußball-Bezirksliga: Kaiserau schickt den FCO mit 6:1 in die Krise

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Fußball-Bezirksliga: An der Spitze konnte sich der BV Brambauer am 11. Spieltag trotz der 0:2-Niederlage beim VfB Lünen behaupten. Verfolger Werner SC nutzte die Chance zur Führung nicht, kam in Lüdinghausen über ein 0:0 nicht hinaus. Der Höhenflug des VfL Kamen hielt auch in Nordkirchen an. SuS Kaiserau hat sich hinten und vorne verbessert und schickte den kriselnden FC Overberge mit 6:1 geschlagen nach Hause. FCO-Co-Trainer Sebastian Placzek kündigte ernsthafte Gespräche an. Mit dem 1:1 am Haarstrang gegen Eintracht Dortmund war war HSC-Trainer Olaf Pannewig nicht unzufrieden. Die Stärke von Spitzenreiter SSV Hagen musste der SV Langschede beim 1:3  anerkennen.

Der VfL Kamen, präsentiert sich weiterhin in bestechender Form, gewann beim einstigen Meisterschafts-Topfavoriten FC Nordkirchen mit 4:2. Mit dem vierten Sieg in Folge kletterte der VfL bis auf Platz sieben. In einem gutklassigen Bezirksligaspiel führte der FCN zur Pause noch mit 2:1 (Gegentreffer Potthoff) , ehe die Kamener in den zweiten 45 Minuten ihre konditionellen Vorteile ausspielten. Andre Gretenkort besorgte den Ausgleich, ehe Mario Lindner und Justin Franke die Weichen für Kamen auf Sieg stellten. „Wir waren zwei Mal in Rückstand, zeigten eine gute Reaktion, sind zurück gekommen, haben das Spiel gedreht und am Ende auch verdient gewonnen. Vor allem nach der Pause haben wir mehr Druck gemacht, waren aggressiver und fitter als der Gegner. Ich bin zufrieden“, so das Statement von VfL-Trainer Marko Barwig“. Stammkeeper Jens Lassak fehlt urlaubsbedingt. Kapitän Andi Rumpf fällt mit Knieproblemen aus.

Weiter in der Krise steckt der letztjährige Vizemeister FC Overberge, der beim SuS Kaiserau mit 1:6 unter die Räder kam. Die Gäste, die auf einige wichtige

bruch

Spieler (Brügmann, Rösener , M. Manka, Ayyildiz, Göke) und den urlaubenden Coach Marc Woller – dafür coachte Hans Bruch (im Bild re.) – verzichten mussten und einen schwachen Auftritt hinlegten, waren in einer einseitigen Partie eigentlich von Beginn an chancenlos. Kaiserau präsentierte sich äußerst spielfreudig und ging deshalb fast folgerichtig durch Herrmann und Stender mit 2:0 in Führung. Zwar gelang dem spielenden Co-Trainer „Sebo“ Placzek kurz vor dem Pausenpfiff der Abschlusstreffer, ein Aufbäumen vom FCO war aber auch nach dem Seitenwechsel nicht zu erkennen. Ganz im Gegenteil, Kaiserau nutzte endlich einmal seine Möglichkeiten konsequent aus und legte so durch Herrmann, Kupfer, Prüfel und Steffen noch vier Treffer nach. Overberge wurde nur noch einmal auffällig: Marco Wahle holte sich Mitte des zweiten Durchgangs für ein Frustfoul die Rote Karte ab. „Ein verdienter Sieg“, befand Kaiserau-Coach Tom Schulz, „wir  haben endlich mal unsere Chancen besser genutzt. Viel haben wir nicht zugelassen, konditionell waren wir auch einen Tick besser.” BeimSuS spilten Kevin WEiß, Henning Steffen und Noel Lahr in de Viererkette. So haben sie in der Jugend auch schon in Schalke zusammen gespielt. Sebastian Placzek war einige Minuten nach dem Schlusspfiff sprachlos. Er dankte erst einmal dem „Aushilfstrainer Hans Bruch für dessen Engagement. Dann wetterte er: „Jeder einzelne bei uns muss sich hinterfragen, ob er die richtige Einstellung hatte. Die Körpersprache fehlte.“ Wenn Chefcoach Marc Woller in dieser Woche aus dem Urlaub zurück kehrt, will er ein Krisengespräch führen. „So geht es nicht weiter. Notfalls müssen personelle Konsequenzen gezogen werden.“

Das vierte Unentschieden an diesem 11. Spieltag Spieltag gab es am Haarstrang mit einem 1:1 zwischen dem Holzwickeder SC II und Eintracht Dortmund. Der Aufsteiger versuchte das Geschehen im Heimspiel offensiv zu gestalten und hatte mit einem wieder deutlich besser besetzten Kader als in der Vorwoche, allerdings ohne Verstärkung aus der Westfalenliga,  phasenweise auch Vorteile. Ein Golisch-Fehler – „Pannewig: „Er war sonst ein guter Rückhalt“ – führte zum 0:1. Jan Hoppe glich verdientermaßen aus. „Ich kann zufrieden sein. Das Ergebnis geht gegen einen starken Gegner in Ordnung. Auch mit der Einstellung der Spieler bin ich einverstanden. Aus dem Spiel heraus haben wir nicht viel zugelassen. sagte HSC-Linienchef Olaf Pannewig. Am kommenden Sonntag in Ascheberg möchte man auf einen Dreier gehen.

Ausnahmsweise war Holger Stemmann, der Trainer des SV Langschede, nach einer Niederlage nicht geknickt. „Wir haben gegen die Topelf der Liga zu Recht verloren“, war er selbstkritisch. Immerhin konnte seine Mannschaft nach dem 1:2-Anschlusstreffer mithalten, hatte durch Schorsch, Gürbüz und Boulakrhif sogar Chancen zum Ausgleich. Doch ein Konter führte zum alles entscheidenden 1:3. Die Personallage entspannt sich allmählich beim SVL. Strothmann, Deptmeier, Klehm und Honorio konnten wieder mitwirken. Vach und Essmann sind wieder im Training.

Bild: Der Kaiserauer Ali Aktas (re.) nimmt hier den Zweikampf mit dem Overberger Steven Schnura.

 

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