Fußball-Bezirksliga: FCO rückt wieder näher zur Spitze auf

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Fußball-Bezirksliga: Klassenprimus Werner SC gewann das Topspiel am 7. Spieltag gegen den Zweiten BV Brambauer mit 2:1. Der FC Overberge mit nunmehr 13 Punkten ist wieder näher an die Spitzengruppe heran gerückt. Werne ist zwar schon fünf  Zähler weit enteilt, der BV Brambauer hat als Zweiter aber gerade zwei Punkte (15) mehr auf der Habenseite. Wichtige Siege feierten VfL Kamen, Kaiserau und Langschede.

Als unbequemer Gegner entpuppte sich der starke Aufsteiger Union Lüdinghausen beim Titelanwärter FC Overberge, der etwas schmeichelhaft mit 3:2 die Oberhand behielt. Die Gäste waren über weite Strecken das bessere Team, präsentierten sich bekannt zweikampfstark, lauffreudig und gestatteten dem FCO nur wenige Möglichkeiten. Kurz vor der Pause drehten die Hausherren nach dem 0:1 die Partie durch „Sebo“Placzek und Marco Wahle. Lüdinghausen blieb dran, schaffte den Ausgleich (54.). Selbst in Unterzahl hielt Union die Partie weiter offen. Den glücklichen Siegtreffer erzielte Matthias Göke per Kopf im Anschluss an einen Eckball. „Es war ein kompliziertes Spiel. Wir sind eigentlich nicht richtig ins Spiel gekommen, weil Lüdinghausen die Räume gut zugestellt hat und mit einer großen Laufbereitschaft aufgetreten ist“, war FCO-Trainer Marc Woller nach dem Schlusspfiff erleichtert. Bereits am kommenden Freitag um 19.45 Uhr bestreitet Overberge Zuhause auf dem Kunstrasen an der Hansastraße das nächste Mieterschaftsspiel gegen den TuS Hannibal.

Die Reserve des Holzwickeder SC kam mit drei ‚Siegen in Folge sehr selbstbewusst zum VfB Lünen. Die Süder erwischten einen Start nach Maß und gingen bereits in der zweiten Minute in Führung. In der Folge war aber Holzwickede, mit Marco Köhler und Mirco Gohr vom Westfalenliga-Kader angetreten,  besser, kam durch Gohr verdient zum Ausgleich, verpasste es in der Folge aber weitere Tore bei guten Möglichkeiten nachzulegen. So blieb der VfB im Spiel und ging durch Mantei erneut in Führung. Nur eine Zeigerumdrehung später gab aber der HSC die ganz schnelle Antwort und egalisierte durch Djordjevic erneut. In der Folge passierte dann längere Zeit nichts mehr und alle hatten sich bereits auf ein Remis eingestellt, als Lünen mit einem Sonntagsschuss die Gäste doch noch frustriert auf den Heimweg schickte. „Bitter“, kommentierte HSC-Trainer Olaf Pannewig die 90 Minuten, „wir waren auf Augenhöhe und hätten das Unentschieden verdient gehabt.“ Zu einem Freundschaftsspiel erwartet HSC II die zweite Mannschaft des Werner SC am Donnerstag (29. September) um 19.30 Uhr auf der Haarstrang-Sportanlage in Opherdicke. Die Werner spielen derzeit in der Kreisliga A2 Münster und werden vom Holzwickeder Thomas Matuschek trainiert.

Immer besser in Tritt kommt der VfL Kamen, der das Kellerduell bei Aufsteiger Viktoria Kirchderne mit 3:1 gewann. Der VfL kommt damit auf sieben Zähler, rangiert aber immer noch auf einem Abstiegsplatz. Der Kontakt zum unteren Mittelfeld ist jedoch hergestellt. Niklas Milk per Freistoß besorgte das 1:0 für die Gäste, die nach dem Wechsel nun deutliche Vorteile hatten und durch Philipp Pötter und Basti Sudhaus noch zwei Tore nachlegten. Auch durch eine Ampelkarte gegen Berndt (65.) ließen sich die Kamener nicht mehr von der Siegerstraße abbringen, denn auch die Hausherren mussten wenig später eine Hinausstellung verkraften. „Ich bin froh, dass es geklappt hat. Es war ein verdienter Sieg. Wir waren spielerisch besser, mussten aber vor allem bei Standards von Kirchderne immer aufpassen“, sagte VfL-Co-Trainer André Gretenkort. Am Wochenende sitzt Trainer Marko Barwig nach seinem Urlaub im Derby gegen Kaiserau wieder auf der Trainerbank.

Nach einer Durststrecke landete der SuS Kaiserau im Kellerduell gegen den TuS Ascheberg einen wichtigen 3:0-Sieg. Die Schwarz-Gelben hatten dabei keine große Mühe mit den Gästen aus dem Münsterland, bestimmten das Geschehen über weite Strecken und zogen durch Tore von Stender und Steffen schon in den ersten 30 Minuten vorentscheidend davon. Ascheberg blieb auch in der Folge relativ harmlos, so dass Kaiserau den Vorsprung gut verwalten und durch Stender in der Schlussminute sogar noch einen weiteren Treffer nachlegen konnte. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben sehr viel Aufwand betrieben, sind ein hohes Tempo gegangen und kamen auch in der Höhe verdient zum Sieg“, sagte SuS-Coach Tom Schulz, „allerdings muss unsere Chancenverwertungnoch besser werden.“ Mit dem Sieg und jetzt neun Punkten war das wichtige Luft in der Tabelle für die Schwarz-Gelben.

Nach mittlerweile drei sieglosen Spielen steht Westfalia Wethmar nur noch einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. „Die ersten Saisonspiele haben wir uns alle natürlich ganz anders vorgestellt. Obwohl uns in Nordkirchen viele wichtige Spieler gefehlt haben, hätten wir auch dieses Spiel gewinnen müssen, hatten in der ersten Hälfte unglaublich viele Möglichkeiten“, sagte Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling. „Jetzt gilt es schleunigst Punkte zu hollen, wenn wir nicht erneut gegen den Abstieg spielen wollen“, so Nehling weiter. Damit beginnen will die Westfalia am besten schon am Sonntag im Heimspiel gegen Union Lüdinghausen.

Mit den zuletzt vermissten Tugenden Wille, Kampf und Leidenschaft stoppte der SV Langschede die Negativserie im Heimspiel gegen Ergste und kam zu einem verdienten, wenn auch glücklichen 3:2-Heimerfolg. Großer Jubel an der Ruhrbrücke und neue Zuversicht. Immerhin fehlten mit Schorsch, Vach, Sparenberg, Essmann, Meierjohann, Rudzinski und Wycisk sieben Stammspieler. SVL-Trainer Holger Stemmann war dann auch hochzufrieden nach dem dritten Dreier. „Viel Ballast ist von uns abgefallen“, räumte er ein, „wir haben teilweise wieder guten Fußball gespielt. Eine tolle Reaktion nach dem Rückstand gezeigt. Der Knoten ist aber noch nicht geplatzt. Wir müssen weiter intensiv arbeiten.“

Bild: Jubel beim FC Overberge nach dem 3:2-Siegtreffer gegen Lüdinghausen.

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