Fußball-Bezirksliga: Der 7. Spieltag im Rückblick

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Fußball: Unterschiedliche Gemütslagen beim Königsborner SV und dem TSC Kamen nach dem Schlusspfiff. Während beim KSV nach dem 4:0-Erfolg eitel Freude herrschte, war die Stimmung beim TSC „im Eimer“. Mit einem Unentschieden musste sich der SSV Mühlhausen-Uelzen gegen Körne begnügen, verlor Anschluss nach ganz oben. Massen-Trainer Marco Köhler schämte sich für den Auftritt seiner Mannschaft in Brambauer. Katerstimmung auch bei der U23 des Holzwickeder SC nach der 1:5-Heimniederlage gegen Wethmar.

Sieben Spiele ist der SSV Mühlhausen-Uelzen ungeschlagen. Vier Siege bisher, am Sonntag gab es das dritte Remis mit dem 1:1 gegen Körne. Damit rutschten die Unnaer auf Tabellenplatz drei ab, sechs Zähler beträgt nunmehr der Rückstand auf Ligaprimus Sölde. Ibrahim Camara sorgte mit seinem zehnten Saisontreffer für das 1:0. Das hatte nicht Bestand, denn Körne konnte im Zuge einer Leistungssteigerung nach einer Stunde ausgleichen. Justin Braun hatte in den Schlussminuten die Riesenmöglichkeit zum 2:1, verzog aber freistehend. Damit war die Chance auf einen Dreier dahin. Mit Torben Gretzinger, Julian Salwik und Alexander Schröder fallen weiterhin wichtige Mittelfeldspieler aus.

Wieder wurde es nichts mit dem ersten Heimsieg der U23 des Holzwickeder SC. Vielmehr setzte es ein deprimierendes 1:5 im Haarstrang-Stadion gegen Wethmar und der Absturz auf einen Abstiegsplatz. Fünf Gegentore, und allesamt nach dem gleichen Muster. Wethmar spielte lange Pässe und schloss sie erfolgreich ab. In der Holzwickeder Abwehr knirscht es gewaltig. Kurios: In den zweiten 45 Minuten hatte der HSC mehr Ballbesitz, traf aber nur einmal durch Selim Mechken zum zwischenzeitlichen 1:4. Dario Markovski, eigentlich Spieler der Ersten, verletzte sich erneut.

Bildzeile: HSC-Schlussmann Jan Emmerich (Mitte) kann in dieser Szene einen Angriff von Wethmar abfangen. Sein Teamkollerge Alec Derichs (re.) schaut zu.

TuS Westfalia Wethmar befindet sich weiterhin ganz klar auf dem aufsteigenden Ast. „Wir hatten zu Beginn zwar noch nicht die Dominanz, aber mit fortlaufender Spieldauer haben wir den Gegner klar beherrscht“, freute sich Trainer Steven Koch über einen hochverdienten Sieg in Holzwickede, wobei er zugab, dass der Gegner es seinem Team über viele Strecken der Partie aber auch recht leicht gemacht habe.

Eigentlich wollte die SG Massen nach der ersten Saison-Niederlage gegen Sölde neuen Schwung entfachen. Brambauer, bis dato sehr wechselhaft, schien schlagbar. Denkste! Mit einer enttäuschenden 2:3-Niederlage musste Massen wieder die Heimreise antreten. Der pausierende Spielertrainer Marco Köhler schämte sich gar ob der desolaten Vorstellung seiner Mannschaft, die Kampf und Leidenschaft vermissen ließ. „Wir haben auf der ganzern Linie versagt“, fasste der Coach die 90 Minuten zusammen. „Ich fühle mich von der Mannschaft regelrecht verraten.“ Beide Massener Tore resulltieren aus Elfmetern, die Sacha Grasteit beide Male verwandelte.

Bildzeile: Für den urlaubenden Chefcoach Andreas Feiler coachte sein Co Tobias Retzlaff (Mitte) an der Seitenline

Schon gegen Schwerte hatte der Königsborner SV einen Schritt nach vorne getan. Auf diesem erfolgreichen Weg wandelte er auch in der Heimpartie gegen den TSC Kamen. 4:0 hieß es am Ende – und im Urlaub wird sich Feiler sicherlich gefreut haben, als man ihm von dem Dreier berichtete. Es war der vierte Saisonsieg, das dritte Spiel „zu Null“. Königsborn scheint immer mehr gefestigt und langsam da angelangt zu sein, wo ihn viele sehen, nämlich oben in der Spitzengruppe. Platz fünf ist die aktuelle Tabellenlage.
Schlechter sieht es beim TSC Kamen aus. Es hagelte in der Schumann Arena die fünfte Saison-Niederlage, Tabellenplatz 14. Gut eine halbe Stunde waren die Kamener auf Augenhöhe, doch nach dem 2:0 der Königsborner war der Widerstand gebrochen. „Da haben wir nicht mehr Fußball gespielt“, musste das TSC-Trainer Nadir Kocapinar konstatieren. Er monierte auch, dass die Leistungen noch zu wechselhaft sind. Bruder Nail hatte im Vorfeld gesagt, dass das Spiel in Königsborn richtungsweisend sei. Nun, dann sieht es nicht gerade rosig aus. Sonntag kommt der VfL Schwerte zum TSC

Bildzeile: Nur gut eine halbe Stunde konnte der TSC in der Königsborner Schumann-Arena mithalten. Am Ende war der KSV verdienter 4:0-Sieger.

 

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