Fußball-Bezirksliga: Bewegter 14. Spieltag – Tumulte in Alstedde – Remis für SSV, SGM und HSC – KSV landet Arbeissieg

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Fußball: Es war ein bewegter 14. Spieltag in der Bezirksliga. In Alstedde kam es zu Ausschreitungen nach Spielende. Das Topspiel sah keinen Sieger im Mühlbachstadion. Die U23 des HSC konnte mal wieder punkten. SG Massen glich spät zum 3:3 in Körne aus. Der Königsborner SV blieb in Geisecke in der Erfolgsspur.

Ein von Beginn an hitziges Spiel sahen die Zuschauer im Alstedder Knappschaft Stadion, das mit einem spektakulären 6:6-Unentschieden endete. Dabei sah der TSC Kamen nach 81 Minuten schon wie der sichere Sieger aus, führte 6:3. TSC-Trainer Nail Kocapinar schäumte nach dem Schlusspfiff vor Wut. „Durch die ständigen verbalen Attacken, Provokationen und Beleidigungen von der Alstedder Trainerbank haben sich unsere Spieler runter ziehen lassen“, berichtete er, „wir gaben noch eine 6:3-Führung in der Schlussphase her. Das 6:6 fühlt sich wie eine Niederlage an. Das waren absolut unfaire Mittel von Alstedde.“ Es kam nach dem Schlusspfiff zu Tumulten, einer Rudelbildung und zu tätlichen Attacken. Schließlich musste sogar die Polizei anrücken, um die Wogen zu glätten. Diese unrühmliche Begegnung wird gewiss noch „in die 3. Halbzeit“ vor das Sportgericht gehen.

Spiel der U23 des Holzwickeder SC kollidiert am Sonntag mit der Ersten 

Endlich! Mal wieder ein Punktgewinn für die U23 des Holzwickeder SC. 1:1 spielte die Mannschaft von Neu-Trainer Claas Hoffmann beim ASC Dortmund II. „Den Punkt haben wir uns mit Leidenschaft und Einsatz erarbeitet“, seine Worte dazu. Mehr als zwei Monate war das letzte kleine Erfolgserlebnis mit Unentschieden in Schwerte her. Die Vorzeichen standen nicht gerade gut: Eine angespannte Personallage zum einen und ausgefallene Trainingstage zum anderen waren zu kompensieren. Gerade mal neun Spieler standen beim Abschlusstraining am Freitagabend auf dem Platz – da mussten schon A-Junioren aushelfen. Am Ende war das Remis verdient und das Ergebnis eines engagierten, leidenschaftlichen Holzwickeder Spiels.
Am Sonntag, 12. November, 14.30 Uhr geht es auf der heimischen Haarstrang-Sportanlage gegen den VfL Schwerte weiter. Das Problem für Trainer Claas Hoffmann: Exakt zeitlich parallel spielt wenige Kilometer entfernt im Montanhydraulik-Stadion die Oberliga-Elf des HSC im Abstiegsduell gegen den Tabellenletzten Westfalia Herne. Damit wird es kaum Spieler „von oben“ geben – und auch die Zuschauerresonanz wird sehr mäßig ausfallen.

Auch mit einem Unentschieden, wenngleich 3:3, kehrte die SG Massen aus Körne heim. Dafür musste die stark ersatzgeschwächte Truppe um Spielertrainer Marco Köhler hart arbeiten. Mit zunehmender Spielzeit ging die Puste aus und sechs Minuten vor Spielende sah es nach einer Niederlage aus, als Sölde das 3:2 erzielte. Sonntag geht es Zuhause gegen Alstedde. Die geplante Weihnachtsfeier am 18. Dezember indes musste die SGM absagen. Tenor bei der SGM: Wir möchten in dieser schweren Zeit kein falsches Signal senden und gemeinsam den Kampf gegen das Corona-Virus fortführen. Sobald es wieder möglich ist, werden wir eine Grün-Weiße-Nacht planen und die letzten beiden Jahre gebührend nachholen.

Einen Arbeitssieg landete der Königsborner SV mit dem 3:1 in Geisecke. Der neunte Saisonsieg und jetzt Tabellenrang vier. „Unspektakulär“, nannte KSV-Coach Andreas Feiler den Dreier, „eher ein Arbeitssieg, aber verdient.“ Er war nicht ganz zufrieden, sah sein Team in der Entwicklung schon weiter auf dem Weg. Nach einem Patzer von Torhüter Dennis Huber-Marzolla stand es zwischenzeitlich 2:1. Doch Torjäger Vali Wettklo mit seinem 18. Saisontreffer antwortete nur zwei Minuten mit dem alles entscheidenden 3:1. Kommenden Sonntag empfängt der KSV in der Schumann Arena den Tabellendritten Hannibal und könnte ihn mit einem weiteren Dreier in der Tabelle überholen.

Gewinnen wollte der SSV Mühlhausen-Uelzen das Topspiel gegen Spitzenreiter Sölde, um den Sechs-Punkte-Abstand zu verkürzen. Nicht geschafft! Nach 90 Minuten endete die Partie der stärksten Offensive (SSV/52 Tore) gegen die stärkste Defensive (Sölde/zehn Gegentore) mit einem leistungsgerechten 1:1. Zwar brachte „Musti“ Akdeniz seinen SSV nach 13 Minuten 1:0 in Führung, doch ein Foulelfmeter führte nach 68 Minuten zum Ausgleich und Endstand. Das Prädikat „Spitzenspiel“ verdiente die Begegnung im Mühlbachstadion allerdings nicht ganz, beide Mannschaften begegneten sich mit zu viel Respekt und Torraumszenen blieben Mangelware.

Bildzeile: Keinen Sieger gab es im Topspiel zwischen Mühlhausen und Sölde, das 1:1 endete.

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