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Fußball fördert ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen

Fußball fördert ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen

Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im SportCentrum Kamen-Kaiserau eröffnet

Behindertensport/Fußball: Die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im SportCentrum Kamen-Kaiserau ist am Montag eröffnet worden. Mit dabei Trainerlegende Otto Rehhagel und der frühere Bundesaußenminister Dr. Klaus Kinkel, die die Auslosung für das viertägige Turnier vornahmen. Hermann Korfmacher, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, begrüßte die Behindertenfußballer und  die Gäste in der Rotunde und weiß aus eigener Erfahrung, dass Fußball in den Werkstätten gelebt und Teamgeist sowie Toleranz geschult werden. Er freute sich, dass die „Deutsche“ nunmehr zum dritten Mal im SportCentrum ausgetragen wird. Bekannt wurde auch, dass der FLVW-Präsident selbst Initiator dieser bundesweiten Fußball-Veranstaltung war.  „Wir sind stolz darauf, dass dieses Turnier bei uns zu Gast ist und wir werden alles dafür tun, dass die Sportler vier großartige Tage erleben“, versprach er. In den 2.500 Werkstätten bundesweit spielt Fußball eine große Rolle: Spielerisch und mit großem Engagement trainieren die Sportler soziales Zusammenspiel und soziale Kompetenzen. Aber der Fußball erfüllt noch eine ganz andere Funktion, betont Martin Berg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM): „Der Fußball ist eine hervorragende Möglichkeit, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu fördern und ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen zu realisieren. Werkstätten und Fußballvereine kooperieren immer enger miteinander und tragen so dazu bei, die Teilhabe der Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft zu verbessern.“

Das Turnier hat deshalb auch im Kalender des Deutschen Fußball-Bundes einen festen Platz: „Die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen ist das Flagschiff unserer Kooperation mit den Werkstätten. Um diese auf eine breite Basis zu stellen, haben wir die Aktion ‚700 Vereine, 700 Werkstätten‘ ins Leben gerufen. Damit wollen wir nachhaltig Werkstätten und Fußballvereine zusammenbringen und es behinderten Menschen ermöglichen, im Verein Fußball zu spielen“, so Wolfgang Watzke, Geschäftsführer der 1977 gegründeten Sepp-Herberger-Stiftung. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, sieht die Teilhabe an der DM als „gelebte Inklusion“ an. Gernot Mittler, Präsident Special Olympics Deutschland, wies darauf hin, dass gemeinsamer Sport zur Normalität und inklusiver Sport gefördert werden müsse. Björn Schüngel, Radiomoderator von Radio Essen, moderierte die Podiumsdiskussion der vier Sport-Funktionäre. In die Gästeschar reihte sich der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek ein.

Otto Rehagel und Dr. Klaus Kinkel Paten bei der Auslosung

Höhepunkt der Eröffnungsfeier war natürlich die Auslosung der vier Gruppen mit den 16 Mannschaften aus den Landesteilen Deutschlands. Als Paten standen Otto Rehagel und Dr. Klaus Kinkel auf der Bühne. Otto Rehagel  verriet dabei, dass „er sich gerne für Menschen mit Problemen engagiert, ich sehe mich an der Seite der Behindertenfußballer. Denn ich habe dem Sport viel zu verdanken und kann so etwas zurückgeben“  Dr. Klaus Kinkel ist bereits zum 13. Mal zu Gast bei der Deutschen Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen. „Hier bin ich lieber als momentan Wahlkampf zu machen“, sagte er, „wenn man merkt, dass man über den Sport den Menschen Freude machen kann, dann ist das ein Ansporn auch weiter dabei zu sein.“  

Das Finale findet am Donnerstag, 12. September, um 13:15 Uhr statt. Neben dem Geschehen auf dem Platz wird den Aktiven ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: Beispielsweise besichtigen die Turnierteilnehmer auf Einladung des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen die BayArena. Außerdem steht ein Spiel einer Turnierauswahl gegen eine Werkstattauswahl aus Kroatien auf dem Programm.

 Zum ersten Mal wird 2013 zusätzlich ein Turnier für Frauenmannschaften aus Werkstätten für behinderte Menschen ausgetragen. Schirmherrin dieses Frauenturniers, das am Freitag, 13. September, ausgetragen wird, ist Steffi Jones, DFB-Direktorin für Mädchen- und Frauenfußball. Sie wird auch die Siegerehrung des Frauenturniers vornehmen.

 Informationen zur Meisterschaft gibt es auf www.sepp-herberger.de und www.fussball-wfbm.de

Bild: Otto Rehagel (li.) und Dr. Klaus Kinkel waren bei der Eröffnungsfeier der Deutschen Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im SportCentrum Kamen-Kaiserau dabei

 

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