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Für den HSC wird das kein vorösterlicher Spaziergang im Schlosspark

Für den HSC wird das kein vorösterlicher Spaziergang im Schlosspark

Fußball-Oberliga: Westfalia Herne . Holzwickeder SC, Sonntag, 14. April, 15.15 Uhr, Kunstrasenplatz der real-Arena, am Schloss Strünkede, Herne). Idyllisch liegt die „real-Arena“ am ehrwürdigen Schloss Strünkede im Ortsteil Baukau. Doch bei Spielen von Westfalia Herne ist es mit dem Wohlfühlgefühl an diesem beliebten Ausflugsziel vorbei. Im Abstiegskampf, der auch hier in dieser Saison auf dem vor einem Jahr verlegten Kunstrasen tobt, geht es auf dem Feld und abseits hoch her, eben Emotionen pur. Kein Wunder, dass Herne seit vielen Wochen und in diesem Jahr noch ungeschlagen ist und sich etwas weg von den Abstiegsrängen tabellarisch hochgekämpft hat. Dazu kam das 1 : 1 im Hinspiel in Holzwickede, bei dem Herne dem Sieg erheblich näher war als das Team des Gastgebers. Der HSC fährt daher als Außenseiter in die Revierstadt, möchte aber dennoch liebend gerne an der Sensation schnuppern. Auch wenn HSC-Coach Axel Schmeing sagt: „Herne und übrigens auch Gütersloh steigen sicher nicht ab.“

Herne ist das Team der Stunde im Tabellenkeller und hat sich verstärkt

Viele Woche stand die vor der Saison hochgehandelte Westfalia aus Herne auf einem Abstiegsplatz. Dabei ist die Mannschaft individuell stark besetzt und setzt auf eine gute Mischung aus Jugend und Routiniers. Dazu kommt mit Christian Knappmann ein Trainer, der zu keiner Zeit ein Blatt vor dem Mund nimmt und schon so manches Spiel von der Tribüne aus zu Ende gesehen hat. Auch er als erfahrener Ex-Profi bringt Emotionen auf das Feld – übrigens nicht so ganz zufällig oder aus reiner Gefühlslage heraus. Hier muss der HSC aufpassen und darf sich von der zu erwartenden Hektik nicht anstecken lassen. Es steht den Holzwickedern im wahrsten Sinne des Wortes ein Auswärtsspiel bevor – auf dem Kunstrasen und auf den Rängen. Damit es noch schwerer wird, hat Herne sich unter der Woche noch mal „so eben“ verstärkt. Michael Smykacz ist Stürmer und kommt vom Niederrhein-Oberligisten SpVg Velbert. Dort erzielte er in der vergangenen Spielzeit 13 Tore und kam auf neun Vorlagen. In der aktuellen Saison lief es indes bei Velbert nicht ganz so rund für ihn – aktuell stehen drei Vorlagen und noch kein Treffer zu Buche. Doch das will der Torjäger ganz schnell gegen Holzwickede ändern.

Aufpassen heißt es beim HSC auf Standards. Bilal Abdallah heißt der Spieler, der gerne Freistöße direkt schießt. Beim 2 : 1-Auswärtserfolg in Siegen spielte er zur Überraschung aller allerdings auf Ilian Anan, der den Ball wiederum am Torwart vorbei ins „Eckige“ zur 1 : 0 Führung (17.) spitzelte. Nico Pulver machte in der 79. Minute eigentlich den Sack zu – doch dann kamen wieder Minuten, die Herne nur mit ganz viel Glück und Routine überstand. Fehlen wird gegen Holzwickede Maurice Haar. Der lange Innenverteidiger sah in der 85. Minute Gelb-Rot, nachdem er zuvor mit seiner Kopfballstärke und seine Einsatzwillen alles geklärt hatte. Zweimal dabei allerdings zu Lasten einer gelben Karte – und das machte für Schiedsrichterin Kathrin Heimann dann eben „Gelb-Rot“.

Der HSC wird sich also auf einen Gegner einstellen, der früh angreift, im Mittelfeld die Passwege zuläuft und mit einer starken Viererkette alle Angriffsversuche unterbinden will.

Bisherige Duelle mit Vorteil für Herne bei Heimspielen

Auswärts gab es für Holzwickede in Herne zuletzt in der Westfalenliga zumindest wenig zu holen, wenn auch mit knappen Resultaten. Am 20. März 2016 siegte Herne mit 2 : 1. Am 23. Oktober 2016 war Herne mit 1 : 0 erfolgreich. Erinnern sollte sich der HSC an den 30. April 2017, als es daheim ein klares 3 : 1 im Montanhydraulik-Stadion gab. Und in der Hinrunde war ja da das 1 : 1 in der Holzwickeder Arena.

Personelle Situation beim HSC – Duwe wieder im Lauftraining – Hanemann mit drei Spielen Sperre

Dominik Hanemann ist aufgrund seiner roten Karte im Spiel gegen Aplerbeck für insgesamt drei Spiele gesperrt worden – damit fehlt ein ganz wichtiger Spieler. Der Neu-Schermbecker und Schalke-Fan kann sich aber auch freuen: Im Spiel gegen Schalke 04 II kann er wieder dabei sein.  Auch Karim Bouasker wird gegen Herne wohl ausfallen und steht zumindest nicht in der Startformation. Eine kleine Überraschung gab es allerdings bei der Trainingseinheit am Donnerstagabend. Nach seinem Kreuzbandriss hat Marcel Duve wieder mit dem Lauftraining begonnen und drehte mit Karim Bouasker Runden im Montanhydraulik-Stadion. Dennoch wird er wohl in dieser Spielzeit nicht mehr zu Einsätzen kommen. Dennoch: Bei ihm geht es bergauf.

Prekäre Lage im Tabellenkeller

Immer klarer scheint es zu werden, dass es aus der Oberliga drei Absteiger geben wird. Heißt konkret für den HSC: Es gibt nur einen einzigen Punkt Abstand zum dann ersten Abstiegsplatz. 30 Punkte gibt es noch zu verteilen – darunter allerdings auch gegen Gegner wie Schalke 04 und Haltern, die beide aufsteigen werden. Das Restprogramm des HSC: Herne (A), Rheine (H), Paderborn II (A), Schalke 04 II (H), Gievenbck (H), Haltern (A), Ennepetal (H), Gütersloh (A), Hamm (A) und Brünninghausen (H). Es könnte also zu einem echten Abstiegsendspiel am letzten Spieltag ausgerechnet gegen den FC Brünninghausen kommen.

„Abschlusstraining“ bei und vor der Jahreshauptversammlung

Volles Programm hatten die HSC-Spieler am Freitagabend. Erst stand um 17.30 Uhr im Stadion das Abschlusstraining auf dem Programm. Um 19 Uhr war dann Erscheinen Pflicht bei der Jahreshauptversammlung des HSC. „Toll, dass jetzt vier Schalker im Vorstand sind“, freute sich Keeper Kevin Beinsen. Aber auch er linste während der über zweistündigen Sitzung immer wieder mal auf sein Smartphone beim Bundesliga-Spiel des FC Nürnberg gegen seine „Knappen“ (1 : 1).

Ergebnisse unter der Woche teilweise unerfreulich

Unter der Woche gab es ein vorgezogenes und viele Nachholspiele. Die Ergebnisse:  Ahlen – Aplerbeck 0 : 3, Brünninghausen – Gütersloh 0 : 4, Ennepetal – Paderborn II 1 : 3, Siegen – Schermbeck 2 : 1. Überhaupt ist die Oberliga aktuell tabellarisch wundersam: Zwischen dem Fünften Ennepetal und Gütersloh als 17, liegen gerade mal neun Punkte. Das bedeutet, dass ab Platz 5 (!) der Abstiegskampf tobt.

Bild: Abschlusstraining des HSC im Montanhydraulik-Stadion am Freitagabend.

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