Fünf Fragen an HCT-Trainer Thomas Rycharski

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Handball: SKU besuchte das Abschlusstraining des Männer-Oberligisten HC TuRa Bergkamen, sprach mit Trainer Thomas Rycharski über den Saisonstart seiner Mannschaft am Freitag gegen VfL Eintracht Hagen II und stellte fünf Fragen.

Herr Rycharski, wie fühlt es sich an, wenn man nach so langer Zeit wieder einsteigt?
Thoms Rycharski: Ich war ja nur ein Jahr weg. Da kam auch noch die Coronazeit dazwischen. Von daher war das nicht so lang. Es ist schön, wieder in der Halle zu stehen und mit den Jungs zu arbeiten. Wir spielen ja schon wieder am Freitag. Ich brauchte keine Eingewöhnung, ich habe bereits drei Tage mit den Jungs verbracht. Ich kenne sie, die kennen mich. Ich konzentriere mich jetzt auf das Spiel am Freitag gegen Hagen.

Was hat Sie bewogen, jetzt wieder als Trainer einzusteigen?
Thomas Rycharski: Ich habe selbst dienstags immer Fußball gespielt mit älteren Leuten in der Halle. Die Jungs haben anschließend trainiert. Es fing dann wieder an zu kribbeln.  Mir geht es gesundheitlich auch wieder besser. Für mich ist es schön, die Jungs wieder zu sehen. Jetzt schauen wir, dass wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, auch erreichen.

Wie war der Eindruck, den Sie von Mannschaft gewonnen haben. Wo steht sie derzeit und was rechnen Sie sich zum Start gegen Hagen aus?
Thomas Rycharski: Schwer zu sagen. Aus dem 17er Kader, so wie ich gehört habe, waren meistens nur 12, 13 Leute da. Jetzt kommen noch die Verletzten dazu. Die Mannschaft hat ja nicht einmal komplett zusammengespielt. Jetzt ist auch Stukalin weg. Das alles macht es für uns nicht einfacher. Dennoch: Wir müssen die Saison jetzt angehen und Freitag haben wir das erste Spiel. Hagen ist gut gestartet mit einem Sieg gegen Haltern. Wir  gucken aber auf uns. Wir müssen unsere Hausaufgaben Zuhause machen und schauen, was am  Freitag für uns rumkommt. Ich glaube schon, wenn Kalle (Terbeck) dabei ist, fit ist und wir  engagiert zu Werke gehen, den Biss haben in der Abwehr zu fighten und geschlossen auftreten, dann sehe ich Möglichkeiten, dass die Mannschaft die ersten Punkte Zuhause holen kann.

Aus dem Kader sind Stukalin sowie auch Wagner und Kurschus nicht mehr dabei. Sind das Schwächungen des Kaders.
Thomas Rycharski: Ich glaiube schon. Stukalin hatte Qualität. Er war ein erfahrener Mittelmann. Sportlich kann ich das verstehen, dass er nach Ahlen zurückgeht und die Chance sucht, dritte Liga zu spielen. Das ist für mich abgehakt. Nico Wagner tut uns auch weh. Dustin Kurschus hat sich entschieden, in der Zweiten zu spielen. Das muss man akzeptieren. Wir mussten zuletzt das Training dosieren. Wenn man sieben Wochen beim Training rauf und runter rennst, irgendwann ist der Akku leer. Diese Woche haben wir dosiert, so sollen sich die Leute für Freitag erholen und die nötige Galligkeit haben.

Wie lautet das Saisonziel?
Thomas Rycharski: Ganz klar, der Klassenerhalt. Am schönsten wäre es, wenn man in die Aufstiegsrunde kommen würde. Dann weiß man, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun hätte. Von den acht Teams müssten wir unter die ersten Vier kommen. Diese Ziele halte ich für möglich. Wir haben mit Tom Trost eine Verstärkung. Mit ihm am Kreis haben wir andere Möglichkeiten. Unser Spiel wird eher darauf hinauslaufen schnell zu spielen, versuchen über einfache Kombinationen und über einfache Wechsel zu einfachen Toren zu kommen. Das beste Rezept: Gut in der Deckung stehen und dann geht die erste und zweite Welle ab. Die Außen müssen sich die Hacken wund laufen. Das ist die einfachste Form Handball zu spielen. Da freut sich jeder Trainer, wenn das so funktioniert. Ich hoffe, das alles Freitag so kommt.

Bildzeile: Als wäre er nie weg gewesen. Das neue (alte) Bild – Trainer Thomas Rycharski stellt die Mannschaft beim Abschlusstraining auf den kommenden Gegner Hagen ein.

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