Fünf Fragen an HC TuRa-Trainer Ingo Wagner

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Handball: sku sprach mit Ingo Wagner (Bild), Trainer des Frauen-Oberligisten HC TuRa Bergkamen. Er zog eine Bilanz der bisher absolvierten zwölf Oberliga-Spiele, einschließlich Pokal. Dabei beleuchtete er seine Mannschaft und zeigte den Stand der Vorbereitung auf im Hinblick auf die Fortsetzung der Punkterunde am 13. Januar. Zudem äußerte er auch seine Erwartungen für die weitere Oberliga-Runde. Wir stellten Ingo Wagner fünf Fragen.

Wie bewerten Sie die die ersten Saisonhälfte, Oberliga und Pokal?
Ingo Wagner: Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. Wir rangieren in der 14erGruppe auf Tabellenplatz fünf. Dabei muss man bedenken, dass die Oberliga von Jahr zu Jahr leistungsstärker und dadurch schwerer wird. Bei kritischer Betrachtung haben wir drei bis vier Punkte liegen lassen. Ich denke an die Spiele in Ibbenbüren, vor allem in Coesfeld und zuletzt gegen Dortmund, wo wir drei Rote Karten kassiert haben und so nur zu einem Unentschieden kamen. Zuhause ist unsere Bilanz blütenrein, da haben wir alle Heimspiele gewonnen. Das soll auch so bleiben. Ein Tiefschlag war das Ausscheiden im Kreispokal in Hamm. Da haben wieder mal die Erfahrung machen müssen, dass wir uns auch gegen vermeintlich leichtere Gegner voll reinhängen müssen. Im HVW-Pokal stehen wir dagegen in der 3. Runde.

Was haben Sie in der Weihnachts- und Neujahrspause gemacht?
Ingo Wagner: Erst einmal haben wir nach dem letzten Oberligaspiel am 18. Dezember in Dortmund (27:27) eine Pause eingelegt, die Spielerinnen sollten regenerieren. Vor allem die erkrankten Spielerinnen sollten wieder gesunden. Im neuen Jahr sind wird dann wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen und haben die Trainingsintensität gesteigert. Wenn es am kommenden Freitag (13. Januar) wieder in der Oberliga mit dem Heimspiel gegen Netphen los geht, sollten wir alles an Bord haben und unsere Heimstärke weiter unter Beweis stellen.

Was hat Ihnen das Turnier am letzten Samstag in Hohenlimburg gebracht?
Ingo Wagner: Wichtig war vor allem, dass wir uns wieder Spielpraxis holen konnten. Gegen Königsborn und Dortmund mussten wir feststellen, dass die Gegner etwas weiter in der Vorbereitung waren. Das ist natürlich Ansporn genug, noch eine Schüppe drauzulegen.

Gibt es personelle Veränderungen im Oberliga-Kader?
Ingo Wagner: Das ist nicht geplant. Unsere Spielmacherin Laura Thielmann hat uns ja bekanntlich vor der Saison verlassen. Mit Anne Seehage, Nina Julius, Aileen Axtmann und auch Elisa Grünzig haben wir zum Teil erfahrene und auch junge und entwicklungsfähige Spielerinnen dazu bekommen. Sie gilt es weiter in der Mannschaft zu integrieren. Da sind wir auf einem guten Weg. Wir sind auf jeden Fall in der Breite jetzt besser aufgestellt. Da können wir Ausfälle schon mal besser verkraften, andere springen dann in die Bresche. Sophia Jaworski und Romina Jackenkroll konnten zuletzt nicht wie gewünscht trainieren. Das merkte man auch ihrem Spiel an. Sie sind und bleiben jedoch wertvolle Stützen. Eine starke Saison spielte bisher Vanessa Rohlf. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist sehr gut, ein großes Plus.

Was erwarten Sie in den weiteren Saisonspielen, in der Rückrunde?
Ingo Wagner: Wir wollen vor allem mehr Konstanz erreichen. Im Vorjahr haben wir eine stärkere Hinrunde und eine schwächere Rückrunde gespielt. Das heißt also, dass wir  in der kommenden Rückrunde weitgehend stabil bleiben wie bisher. Auf keinen Fall wollen wir in der Tabelle abrutschen. Ein Vorteil könnte auch sein, dass alle Mannschaften von oben zu uns in die Friedrichsberg-Sporthalle kommen. Zuhause haben wir ja bisher unsere Heimstärke bewiesen. Da soll soch auch bleiben. Vor allem die jüngeren Spielerinnen sollen sich möglichst weiter entwickeln. Schon am Freitag um 20 Uhr geht es weiter gegen Netphen. Netphen ist auch Gegner im HVW-Pokal, 3. Runde, am 26. Februar.

Herr Wagner, danke für das Gespräch.

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