Fröndenbergerin Sophie Leube erfolgreich bei WM in Frankreich

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GER-Sophie Leube rides Jadore Moi during the CCI1*6YO Showjumping at 2016 Mondial du Lion FEI World Breeding Eventing Championships for Young Horses. Sunday 23 October. Copyright Photo: Libby Law Photography

Reitsport: Bei der Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Anger (Frankreich) startete am vergangenen Wochenende auch die für den heimischen RV Fritz Sümmermann Fröndenberg reitende Sophie Leube (Bild) . Sie hatte sich durch die Teilnahme an mehreren nationalen und internationalen Ein-Stern-Vielseitigkeitsprüfungen (CNC* und CIC*) und die dort erreichten Ergebnisse den Bundestrainern im Vielseitigkeitsreitsport empfohlen und war von diesen gemeinsam mit vier anderen deutschen Reiter-Pferd-Paaren noch zum abschließenden „Härtetest“ zu einem CIC* in Waregem/Belgien geschickt worden. Der dort erreichte 6. Rang brachte ihr und ihrer 6jährigen Stute J’adore moi die Nominierung für die WM ein. Bei den 6jährigen Vielseitigkeitspferden sind pro Nation nur 3 Paare startberechtigt, bei den 7jährigen immerhin schon 12. Nach einer guten Dressurleistung und einem fehlerfreien Geländeritt hatten Sophie Leube und J’adore moi, die in Bayern gezogen wurde und zur Hälfte dem Züchter Hans Freiherr von Schön und Sophie Leubes Lebensgefährten Ken Bräutigam gehört, leider am letzten Hindernis einen Abwurf, so dass sie auf Rang 13 von 40 Teilnehmern die Weltmeisterschaft beendeten. Ihre Mannschaftskollegen, Josefine Schnaufer aus Bonn und Kai-Steffen Meier, wohnhaft in Belgien, konnten die WM mit ihren Pferden auf Rang 8 und 4 abschließen.

Die 29jährige Sophie Leube, die seit ca. 3 Jahren in Fröndenberg ansässig ist und für den RV Fritz Sümmermann Fröndenberg startet, stammt aus Tübingen. Wie viele kleine Mädchen begann sie mit 6 Jahren mit dem Voltigieren und ab etwa 8 Jahren mit dem Reiten von Schulponys und -pferden. Ihr damaliger Ausbilder erkannte schon bald das Talent seiner Schülerin und setzte sie immer öfter auch auf seine eigenen Pferde. So schaffte Sophie Leube es bereits noch als Schülerin, in S-Dressuren zu starten und erfolgreich zu sein. In der Abiturientin keimte dann der Wunsch, die Pferde und das Reiten zum Beruf zu machen. So ging sie nach dem Abitur 2006 nach Wien und studierte dort 3 Jahre Pferdewissenschaften, 2009 machte sie den Abschluss als Bachelor.

Da sie auch schon vor dem Studium ihre Liebe zur Vielseitigkeitsreiterei entdeckt hatte, ging sie nach dem Abschluss für ein Jahr nach Flensburg in den Stall von Peter Thomsen, einem international bekannten deutschen Vielseitigkeitsreiter. 2010 schloss sich dann die Ausbildung als Pferdewirtin, Schwerpunkt Klassische Reitausbildung, im Münsteraner Stall von Ingrid Klimke, mehrfache Olympionikin im Vielseitigkeitsreitsport, an. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung suchte Sophie Leube nach neuen Herausforderungen in Australien, eine der führenden Nationen im internationalen Vielseitigkeitssport. Hier blieb sie 3 Monate, ritt in einem Vielseitigkeitsstall und gab in Lehrgängen ihre Kenntnisse und Erfahrungen an australische Reiter weiter. Danach zog es sie dann nach Fröndenberg, wo sie auf der Anlage des RV Fröndenberg auf dem Hof Plaas-Beisemann sehr gute Trainingsbedingungen vorfand und ihre derzeitige sportliche Heimat gefunden hat. Hier reitet sie als selbständige Bereiterin täglich 7 bis 8 junge Pferde im Alter von 3 bis 7 Jahren und bildet sie für die Besitzer aus mit dem Schwerpunkt in der Vielseitigkeit. Die Pferde werden dann von ihr auch auf ersten Turnieren vorgestellt.

Ihre gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse gibt sie im regelmäßigen Geländetraining an interessierte Kinder und Jugendliche des RV Fritz Sümmermann mit ihren Ponys und Pferden weiter, so zum Beispiel an Laura Wortmann, Ann-Kathrin Renzi, Julika Schenkmann und Anna Schulte-Filthaut, die bereits durch gute Erfolge in Vielseitigkeitsprüfungen die Arbeit ihrer Ausbilderin belohnen konnten. Sophie Leube macht das Unterrichten zwar auch viel Spaß, ihr Fokus für die Zukunft liegt jedoch weiter auf dem eigenen sportlichen Erfolg in der Vielseitigkeit. Mit J’adore moi und den anderen talentierten Nachwuchspferden hat sie dafür bereits einen guten Grundstein gelegt.

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