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Frauenteam der Lebenshilfe Bocholt holt sich die erste Deutsche Meisterschaft

Frauenteam der Lebenshilfe Bocholt holt sich die erste Deutsche Meisterschaft

Das Pilotprojekt im SportCentrum Kamen-Kaiserau ist angekommen

Behindertenfußball: Es war ein Pilotprojekt – und ist angekommen. Steffi Jones, die  Direktorin beim DFB und dort  für die Bereiche Frauenfußball, Mädchenfußball und Schulfußball zuständig, war  begeistert.  Sie gratulierte als Erste dem Frauenteam der Lebenshilfe Bocholt zur Deutschen Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen. „Es hat Spaß gemacht zuzuschauen. Ihr seid talentiert, macht weiter so“, rief sie den sieben Frauen-Teams bei der Siegerehrung zu. „Euer Teamgeist hat mich beeindruckt, man kann von euch lernen.“

Dass es weitergeht, ist (fast) schon beschlossene Sache. „In zwei Wochen ist Präsidiumssitzung beim DFB und da werde ich das Pilotprojekt noch einmal auf den Tisch legen“, führte Steffi Jones weiter aus. Sie hat auch schon gewisse Visionen. „In Kamen-Kaiserau war erst der Anfang. Ich kann mir vorstellen, dass  das Endspiel der Behinderten-DM einmal als Vorspiel zum deutschen Frauen-Pokal-Finale in Köln laufen könnte.“  Alles müsse jedoch langsam und sensibel weiter entwickelt werden. Thomas  Wrzesinski, stellvertretender Geschäftsführer der Sepp Herbert-Stiftung und Mit-Organisator der Behinderten-DM, nickte zustimmend. „Es gab wie bei den Männern überhaupt keine Probleme, alles lief einwandfrei“, fasste er seine Eindrücke zusammen.

Sieben Werkstätten-Mannschaften hatten sich zur ersten Deutschen Meisterschaft im SportCentrum Kamen-Kaiserau eingefunden. Ursprünglich waren es acht, aber das Team aus Dorsten hatte absagen müssen. So wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt und am Ende stand  die Lebenshilfe Bocholt ungeschlagen als Deutscher Meister fest. Das Frauen-Turnier war angekoppelt an das Männer-Turnier, was Pia Wunderlich, die frühere Weltmeisterin und Teamkameradin von Steffi Jones in der Nationalmannschaft, mit einem gewissen Schmunzeln zu einem Vergleich heranzog. „Die Frauen waren besser.“

Dieter Spier, Abteilungsleiter des Deutschen Behindertensportverbandes, nahm  den Faden gerne auf und bekannte, dass er hervorragende Spiele gesehen habe, es eine gute Werbung für den Frauenfußball insgesamt und speziell für den Behindertenfußball gewesen sei. „Das Turnier kann man als sehr gelungen bezeichnen“, sein Fazit, „wir werden es weiter entwickeln.“ Auch hier wie bei den Männern sei angedacht, dass die Behindertenfußballerinnen Eingang in normalen Clubs finden sollen. Bei den Hephata Werkstätten Mönchengladbach ist das schon gelungen, denn sieben Frauen aus der Mannschaft kicken bereits  im Verein. Spier wie auch Jones dankten den Organisatoren und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen für die Ausrichtung der Titelkämpfe

Große Freude natürlich beim Deutschen Meister Lebenshilfe Bocholt. Trainerin Stefanie Geßmann strahlte mit ihrem Team um die Wette. „Ich bin sehr stolz“, verriet sie, „mit dem Titelgewinn habe ich nicht gerechnet. Wir sind ungeschlagen und ohne Gegentor durch das Turnier gegangen. Wir wollen jetzt auch gerne den Titel verteidigen.“ Ihr Team setzt sich aus zehn Frauen zusammen, die als Spielgemeinschaft mit Bottrop auftritt. „Die Spielerinnen untereinander sprechen sich trotz der räumlichen Entfernung ab und trainieren meistens Samstag in der Werkstatt miteinander.“   Den Meisterpokal wird sowohl in Bocholt als auch in Bottrop ausgetellt.

Der Enstand:
1. Lebenshilfe Bocholt,
2.  Integra Bielefeld
3. Hephata Werkstätten Schwalmstadt
4. Frau am Ball Berlin
5. Stiftung Eben Ezer Lemgo
6.  Hephata Werkstätten Mönchengladbach
7.  Spiesen Elversberg

Bild: Steffi Jones, Pia Wunderlich (beide Mitte) und Dieter Spier (li.) mit den teilnehmenden Mannschaften. In der Mitte das siegreiche Team aus Bocholt.

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