Förderprogramm „Moderne Sportstätte“ voll angelaufen

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Allgemein: Neun Monate, nachdem das bis jetzt einmalige Förderprogramm der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen angelaufen ist, hat das Förderprogramm volle Fahrt aufgenommen.

Die Fördersumme in Höhe von 5,5 Millionen Euro für den Kreis Unna ist aktuell von den Antragsummen her bereits mit 1,17 Millionen überzeichnet. Das relativiert sich wieder wenn die Selbstbehalte der Vereine abgezogen werden. Der Kreis Unna liegt dann bei einem Minus von 39.350 Euro. Allerdings stehen von einigen Vereinen im Kreis die Anträge noch aus.

Aktuell wurden bis kreisweit Anträge in Höhe von 6,67 Millionen Euro gestellt. 1,14 Millionen Euro wollen die Vereine als Eigenbeteiligung aufbringen.

Genehmigt sind zur Zeit Anträge in Höhe von 1119 Millionen Euro. 266.810 Euro bringen die Vereine selber auf, so dass aktuell aus Düsseldorf 919.900 Euro in Sportstätten im Kreis Unna fließen.

Am weitesten im Kreis sind die Kommunen Schwerte, Unna und Werne. In Schwerte wurden bis jetzt neun Anträge gestellt, wovon fünf bereits genehmigt, bzw. priorisiert sind, sodass schon 265.388 Euro zu den Vereinen fließen, bzw. fließen können. In Unna wurden von sechs Anträgen drei mit einer Gesamtsumme von 212.792 Euro genehmigt.

Alle Stadt- und Gemeindesportverbände, außer der Stadtsportverband Lünen, liegen mit den eingereichten Anträgen innerhalb ihrer zur Verfügung stehenden Fördergelder. Der Stadtsportverband Lünen hat bei 1,1 Millionen Euro, die zur Verfügung stehen aktuell ein Antragsvolumen in Höhe von 2,43 Millionen Euro, die dem entgegenstehen. Hier wird es noch viele Gespräche mit den Vereinen geben müssen.

Im Stadtsportverband Lünen sind aktuell die einzigen Fußballvereine mit Anträgen zu finden. Von 15 Anträgen, Stand heute, kommen sieben von Fußballvereinen. Antragstellende Sportart Nummer eins ist der Tennissport, gefolgt von den Schützen, den Fußballern, den Kanuten und den Reitern. Vom Sportfischen, Billard, Volleyball und Boxen sind jeweils ein Antrag eingegangen. 17 Tennisvereine haben 22 Anträge im Volumen von 1,93 Millionen Euro gestellt. 364.000 Euro müssen sie selber aufbringen oder Kredite nehmen, 1,56 Millionen Euro fließen von Düsseldorf aus in die Anlagen.

Die Summe könnten nur noch von den aktuell sieben Fußballvereinen getoppt werden, wenn sie ihre Anträge alle durchbringen können, was nicht passieren kann, da sie die Gesamtförderung für den Stadtsportverband Lünen bereits um mehr als das Doppelte überziehen.

Die Schützenvereine haben bis jetzt 645.000 Euro und die Kanuvereine 485.000 Euro beantragt.

Matthias Hartmann, Geschäftsführer im KreisSportBund Unna e.V.: „Das Ergebnis wird Ende 2022 so aussehen, dass wir eine starke Überzeichnung des Förderbetrages im Kreis Unna erleben werden. Das wird nicht nur beim Stadtsportverband Lünen so sein, sondern auch bei anderen Stadt- oder Gemeindesportverbänden. Die Sportstättenstruktur im Kreis und ganz besonders im Ruhrgebiet hat diese Finanzspritze dringend gebraucht und wird auch noch weitere Hilfen brauchen, bis wir flächendeckend wirklich moderne, inkludierte und digitalisierte Sportstätten haben. Ich danke an dieser Stelle der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in Düsseldorf, Andrea Milz, die dieses Programm initiiert hat und hier im Kreis ganz besonders den Verantwortlichen in den Stadt- und Gemeindesportverbänden, die das Programm letztendlich vor Ort für die Sportvereine zum Laufen gebracht haben. Da ich selber für drei Verbände die Betreuung des Programms übernommen habe, kann ich ganz gut abschätzen, wie viele hunderte von Stunden ehrenamtlicher Arbeit hier zusätzlich geleistet wurden.“

Bildzeile: Besichtigten die Beregnungsanlage in Schwerte (v.r.): Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Gabriele Stange, Irmtraud Kramer (Vorsitzende TC RW), Volker Eilts (Stadt), Heinrich Kockelke (TC RW), Peter Schubert (Stadtsportverband) und Ewald Alshuth (TC RW).

 

 

 

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