FLVW: Weiter keine Entscheidung über Saisonabbruch – Pokalsieger wird zur Not ausgelost – HSC bewirbt sich um Regionalliga-Lizenz

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Fußball: Über einen vorzeitigen Saisonabbruch entscheidet der Fußball- und Leichtthletik-Verband (FLVW) nach Einzelbetrachtung der jeweiligen Ligen und der Zahl der noch theoretisch zu absolvierenden Spiele. Der Westfalenpokal genießt nun absolute Priorität, da sich der Gewinner direkt für die 1. DFB-Pokalhauptrunde qualifiziert. Sollte auch dieser Wettbewerb nicht zu Ende gespielt werden können (bekanntlich sind nicht mal alle Spiele der 1. Runde beendet), wird ein Sieger ausgelost. Das sind die Ergebnisse des virtuellen Pressegesprächs des FLVW am Montagmittag.

Die FLVW-Runde war mit Präsident Gundolf Walaschewski, Manfred Schnieders (Vizepräsident FLVW), Peter Westermann (FLVW-Vizepräsident Leichtathletik) und Marianne Finke-Holtz (FLVW-Vizepräsidentin Vereins- und Verbandsentwicklung sowie Vorsitzende der Kommission Frauenfußball) hochkarätig besetzt. Vieles aber blieb dennoch und naturgemäß pandemiebedingt offen.

Saison wird nicht verlängert – Saisonauftakt 2021/22 am 15. August

Fest aber steht: Die laufende Saison wird nicht verlängert. Saisonauftakt für die neue Spielzeit 21/22 ist bei den Senioren der 15. August, für die Junioren der 28./29. August.

Wertung bei 50 Prozent der Spiele – Annullierung je nach Anzahl der noch offenen Spiele und Corona-Inzidenzen

Ligen werden nur bei einer mindestens 50 Prozent absolvierten Spielen je Liga gewertet. Das dürfte angesichts der steigenden positiv getesteten Zahlen und errechneten Inzidenzwerte nahezu unmöglich sein. „Daher schauen wir uns jede Liga einzeln an und sehen, wie viele Spiele noch auszutragen sind und was realistisch ist. Dann entscheiden wir zeitnah über einen Abbruch – und zwar Liga für Liga“, erklärte Schnieders. Das bedeutet, dass es bei der vollbesetzten Oberliga Westfalen eine etwas schnellere Entscheidung geben wird.

Bildzeile: FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders: „Schauen was realistisch ist. Dann entscheiden wir zeitnah über einen Abbruch – und zwar Liga für Liga.“ / Foto FLVW.

HSC treibt Bewerbung für Regionalliga-Lizenz voran

Der heimische Oberligist HSC aber wird sich definitiv um eine Regionalliga-Lizenz bewerben. „Wir arbeiten intensiv daran und werden alles daran setzen, bis diese Unterlagen Mittwochnacht fristgerecht beim Westdeutschen Fußballverband einzureichen“, sagte HSC-Sprecher Lars Rohwer am frühen Montagnachmittag gegenüber sku. Damit nutzt der Verein offenbar alle möglichen Strohhalme, um den Aufstieg in die 4. Liga doch noch möglich zu machen.

Es wird für den HSC aber verbandsseitig nicht leicht. „Ich wüsste keine Grundlage, nach der wir Regionalliga-Aufsteiger benennen können“, sagt FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders bei der Pressekonferenz am Montag.

Westfalenpokalsieger und damit Teilnehmer am DFB-Pokal wird notfalls ausgelost

Absoluten Vorrang genießt nun der Westfalenpokal beim FLVW. Der Hintergrund: In diesem Jahr qualifiziert sich der Sieger direkt für die 1. Runde im DFB-Pokal mit möglichen Gegnern wie Bayern München, Leipzig oder Borussia Dortmund. In der kommenden Spielzeit 21/22 wird das nach aktuellem Ausschreibungsstand nicht gehen – dann hat ein Vertreter der Regionalliga das Recht auf die 1. Runde. Und die ist ja mit einem sechsstelligen Antrittsbetrag höchst lukrativ, gar nicht zu reden vom Imagegewinn und Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Sollte der Westfalenpokal daher nicht zu Ende gespielt werden können, wird unter allen noh verbleibenden Teilnehmern dann ein „Sieger“ ausgelost. Gerecht oder ungerecht: Es sind halt besondere Zeiten. 

Bildzeile: Schon mal einen Vorgeschmack auf die Regionalliga holte sich der HSC beim Testspiel gegen Preußen Münster im Spätsommer 2020.

 

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