FLVW und westfälische Laufveranstalter im gemeinsamen Austausch

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Leichtathletik: Die Zahlen verdeutlichen das Dilemma: Im vergangenen Jahr fanden in Westfalen wegen der Corona-Pandemie von 265 angemeldeten Läufen bis Mitte März nur 14 Veranstaltungen statt. Anschließend konnten nur noch vier Läufe unter strengen Sicherheits- und Hygienebedingungen durchgeführt werden. Alle anderen mussten gestrichen werden. So auch der 32. Kurparklauf des TV Unna im November letzten Jahres.-

Daher hatte die Kommission Allgemeine Leichtathletik im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die Laufveranstalter zu einer außerordentlichen virtuellen Konferenz eingeladen. An diesem digitalen Treffen am Samstag nahmen 97 Personen teil – deutlich mehr als an der turnusmäßigen Lauftagung am 14. Juni 2020. „Diese große Resonanz zeigt, wie wichtig solch ein Austausch ist. Erfreulich ist auch, dass das Modell der Video-Konferenz sehr gut angenommen wurde. Man spart dadurch Zeit und Kosten und schont auch noch die Umwelt“, sagte Kommissionsleiter Michael Blomeier zu Beginn.

Die Referentin für den Laufsport im FLVW, Neele Holzhausen, berichtete, dass 2020 bei der Absage oder virtuellen Durchführung einer Veranstaltung keine Finisher-Gebühren erhoben wurden. Darüber hinaus informierte sie, dass bei Wellenstarts oder elektronischer Zeitmessung (Nettozeiten) die Ergebnisse bestenlistenfähig waren. „Bei uns war die Devise“, so Holzhausen, „dass Veranstaltungen, die nicht so durchgeführt wurden, wie sie bei uns angemeldet worden waren, als abgesagt gewertet wurden.“

Die Laufreferentin im FLVW bat die Laufveranstalter, sich in Zukunft immer mit der FLVW-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen, wenn Lauftermine aufgrund der allgemeinen Corona-Lage in den nächsten Monaten nicht eingehalten werden können.

Alternativen: Joggen im Freien sowie Teilnahme an digitalen Angeboten

Wie es konkret im Laufbereich weitergehen wird, kann momentan niemand sagen. „Das Regelwerk, das alle Maßnahmen bestimmt, ist momentan die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Aktuell ist unter den geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen nur der Profisport erlaubt, jedoch kein Freizeit- und Amateursport. Was übrig bleibt ist derzeit im Hobby-Bereich Joggen im Freien, alleine oder zweit, sowie die Teilnahme an digitalen Angeboten.

Der Vorsitzende des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses, Bernhard Bußmann, lobte das große Engagement der Laufveranstalter. „Dem FLVW gehören 110.000 Leichtathleten an. Davon sind 80 bis 90 Prozent Läuferinnen und Läufer. Daher ist es wichtig, dass Läufe wieder stattfinden. Erfreulich ist, dass die Veranstalter nicht nur ihre finanziellen Vorteile sehen, sondern in erster Linie die Motivation der Läuferinnen und Läufer.“

Bernhard Bußmann bat die Laufveranstalter, trotz der schwierigen Zeiten in ihren Bemühungen nicht nachzulassen. Wer Hilfe benötigt, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FLVW wenden.

Bildzeile: Auch der 32. Kurparklauf des Turnverein Unna musste im November ausfallen.

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