FLVW lässt Clubs online bis zum 21. April abstimmen – Vier Szenarien für unterbrochene Amateurfußball-Saison

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Fußball: Ein Ende der Corona-Krise für den Amateurfußball scheint in Sicht. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) will eine neue Entwicklung in Gang bringen, wie man möglicherweise mit der seit dem 8. März gestoppten Saison verfahren kann. Ein Vorschlag zur Beendigung der Krise steht. Dabei sollen die Clubs im Verbandsgebiet mit im Boot sitzen. Die sollen bis zum kommenden Dienstag, 21. April, ihre Meinung äußern und abstimmen.

Das wurde am Donnerstagabend in einer Videokonferenz beschlossen, an der Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbands, und Reinhold Spohn, Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses, sowie die Leiter der einzelnen Fußballkreise teilgenommen haben. Sämtliche Klubs haben am Freitag eine Mail erhalten mit einem Link auf eine Abstimmung.

Die Vertreter der Clubs haben hier die Möglichkeit, zwischen vier Szenarien zu wählen. Erstens: Abbruch, die Saison wird annulliert, es gibt keine Auf- und Absteiger. Zweitens: Abbruch der Saison, die Hinrunde wird gewertet, es gibt nur Aufsteiger. Drittens: Die Spielzeit wird abgebrochen und der aktuelle Tabellenstand ist maßgeblich, auch hier würde es nur Aufsteiger geben. Und viertens: Fortsetzung der Saison ab September – sofern das bis dahin möglich ist.
In die Entscheidung der Verbandsspitze soll also auch das Stimmungsbild der Basis einfließen. Diesbezüglich sind nun alle Vereine aufgefordert, sich an einer Umfrage auf der Internetseite des FLVW zu beteiligen.

Bildzeile: Kreisvorsitzender Michael Allery: Der Kreis Unna/Hamm werde seinen Klubs keine Empfehlung aussprechen. Jeder Verein solle so abstimmen, wie er es für richtig halte.

Mit dem Ergebnis der Abstimmung will der FLVW am Donnerstag, 23. April, dann einen Entscheidungsvorschlag erstellen, ob und wie die Amateurfußball-Saison – von der Ober- bis zur Kreisliga D – fortgesetzt wird. Der ist damit aber noch nicht rechtskräftig. „Das Präsidium und die Ständige Konferenz mit allen Kreisvorsitzenden muss zustimmen“, sagte Verbands-Vize Manfred Schnieders. Die Lösung solle aber so aussehen, „dass sie mehrheitsfähig ist“. Der Entschluss des Verbands soll von den Kreisen übernommen werden. „Es wird in Westfalen also eine einheitliche Regelung geben“, heißt es in dem Protokoll. Einen Termin gibt es für die Ständige Konferenz jedoch noch nicht.

Von Michael Allery, dem Vorsitzenden des Fußballkreises Unna-Hamm – er nahm nicht an der Videokonferenz teil, telefoniert aber mit Schnieders – war zu hören, das er es gut finde, dass die Vereine ins Boot geholt werden. Der Kreis werde seinen Klubs keine Empfehlung aussprechen. Es solle ein möglichst einheitliches Bild aller Vereine in den 29 Fußballkreisen entstehen. Dementsprechend solle jeder Verein so abstimmen, wie er es für richtig halte.

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