FC TuRa entführt die Punkte aus der Ruhrkampfbahn

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Fußball-Bezirksliga: Mit der zweiten Niederlage in Folge hat der SV Langschede seinen 7. Tabellenplatz eingebüßt, musste nach der 0:1-Heimpleite gegen Bergkamen Senden und Ascheberg vorbei ziehen lassen. SVL-Trainer Holger Stemmann sprach von einer „ganz schlechten Leistung“ am Sonntag und kritisierte seine Mannen vor allem, dass sie die zuvor besprochenen Vorgaben nicht eingehalten hätten. Sparenberg flog zu allem Überfluss wegen Foulspiels mit Rot vom Platz (81.). Neuzugang Lamar Lambertz hat sich schwer verletzt, bevor er sein erstes Spiel für den SV Langschede bestreiten konnte. Mit einem Knorpelschaden im Knie fällt er für rund ein halbes Jahr aus. Durch den Erfolg im Kreisderby in Langschede hat TuRa Bergkamen in der Tabelle zum SVL aufgeschlossen. Beide Teams kämpfen nun um die Spitzenposition der heimischen Vertreter.

Durch das Krucinski-Tor in der 58. Minute entführte der FC TuRa Bergkamen alle drei Punkte aus der Langscheder Ruhrkampfbahn. „Nicht unverdient“, wie nach dem Schlusspfiff TuRa-Trainer Erkan Gökce feststellte. Vor allem im Laufspiel hatte seine Mannschaft Vorteile und auch die Mehrzahl an Chancen. E. Duman und Türkkan hätten schon vorher für Torerfolge sorgen können. Pech für Emre Gül, der mit einer Schulterverletzung vorzeitig ausscheiden und per Krankentransport ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ihm droht jetzt eine Operation.

„Neun Stück“ fing sich der SuS Oberaden bei Eintracht Dortmund sein. Das bedeutet: Sieben Runden vor Schluss steht mit dem Schlusslicht SuS nach dem 0:9 der erste Absteiger auch rechnerisch fest. Gerade mal elf Akteure standen dem Trainergespann Pannicke/Silberbach zur Verfügung. Ersatzkeeper Lucas musste gar von Beginn an als Feldspieler auflaufen. Sechs Spieler standen auf der Ausfallliste. Die desolate Leistung und der Neunerpack verschlug dem Trainergespann offenbar die Sprache, denn für einen Kommentar nach dem Spiel standen beide nicht zur Verfügung.
Dem FC Overberge gehen immer mehr Leute aus. Am Sonntag in Eving flogen auch noch Moritz Manka und Eckelt vom Platz. Während der Platzverweis für Manka umstritten war, war die Ampelkarte für Eckelt umso kurioser. In der letzten Spielminute lief Eckelt nach Balleroberung frei auf das verwaiste Tor der Gastgeber zu. Doch bevor er den Ball im Tor unterbrachte, jubelte er vorher. Als Unsportlichkeit wertete das der Schiri, zeigte ihm Gelb/Rot, nachdem er schon vorher die Gelbe Karte gesehen hatte.

Die schlechte Bilanz von Alex Berger, Trainer des SuS Kaiserau, gegen den Werner SC hielt an. 0:3 musste er sich und seine Mannschaft dem neuen Tabellenführer beugen. „Wir haben verdient verloren“, gestand das der Coach sofort nach Spielschluss ein. U19-Spieler Lukas Goetz, zur 2. Halbzeit eingewechselt, konnte nach 67  Minuten gleich wieder duschen gehen. Er sah die Ampelkarte. Noch in der gleichen Minute machte Werne das 1:0 und ließ zwei weitere Treffer folgen. Berger stuft Werne und Kemminghausen jetzt als heißeste Anwärter auf die Meisterschaft ein.

Hakan Elik wird nach seiner Knie-OP in dieser Saison kein Spiel mehr für die SpVg Bönen bestreiten. Er kann also im Abstiegskampf nicht mehr mithelfen. Die Lage ist seit Sonntag nach der späten 0:1-Auswärts-Niederlage in Wiescherhöfen noch prekärer geworden. Sechs Punkte beträgt wieder der Abstand zum rettenden Nichtabstiegsplatz. Die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf, Sassenberg, TSC Hamm und Ahlen punktete.  „Ärgerlich und vermeidbar“, bewertete SpVg-Trainer Axel Maurischat die Niederlage in Wiescherhöfen.

Bild: In dieser Szene können der TuRaner Ufuk Türkkan (li.) und Langschedes Lukas Vach nur noch dem Ball hinterher schauen.

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