„Es wird überaus hitzig und kämpferisch Woche für Woche bis zum Saisonende zugehen“

412

Fußball: Hitzige und kämpferisch geführte Spiele bis zum letzten Saisonspiel: Das erwartet HSC-Coach Marc Woller nach den Eindrücken des dramatischen 3:2-Erfolgs am Sonntag beim SV Schermbeck und den vorhergehenden Matches und dem 2:1 bei Victoria Clarholz sowie der 2:4-Heimniederöage gegen den TuS Ennepetal. Es ist eng in der Oberliga angesichts des Modus mit nur einer Hinrunde und anschließenden Auf- und Abstiegs-Play-offs mit am Ende bis zu fünf Absteigern – und die Nerven liegen bei vielen schon nach dem dritten Spieltag blank.

Was auffällt: Auf- und abseits des Spielfeldes geht es verbal richtig zur Sache. Auch was die Zuschauer betrifft: Das geht es schon verbal rustikaler zu als in den Vor-Corona-Spielzeiten. Keine leichte Aufgabe für Schiedsrichter wie der Marketing-Fachmann Tobias Severins aus Wiedenbrück, der seine Regionalliga-Erfahrung beim HSC-Match einfließen ließ und Werbung in eigener Sache Richtung möglicherer höherer Einsätze machte, der aber von seinen Linienrichtern des Öfteren im Stich gelassen wurde. Abseits oder nicht – das war häufig die Frage. Und das sich das Gespann dann nach einer Rudelbildung vor der HSC-Bank kurz vor dem Schlusspfiff ausgerechnet den HSC-Physiotherapeuten Maarten Jacobs mit „Rot“ bedachte und vom Platz schickte, brachte mehr Unruhe als Ordnung in die Partie.

Bildzeile: Danke an die Fans nach dem 3:2 in Schermbeck. Erneut hatten viele Anhänger die rund 80 Kilometer weite Anreise in Kauf genommen. Sie wurden aber durch ein spannendes Spiel für Ihr Kommen belohnt.

Sei es drum: Zweimal konnte der HSC die Führungen des SVS durch Gensicke (8. und 62.) ausgleichen, bevor dann mit einem Gewaltschuss aus kurzer Distanz Henri Böcker das Siegtor in der 83. Minute erzielte. Es war ein glücklicher Sieg, wie auch Marc Woller bei der anschließenden Pressekonferenz unumwunden zugab: „Das Ergebnis hätte auch genau andersherum lauten können.“

Jetzt heißt es: die Ohren waschen und aufstellen!

So richtig sauer, und das rückte er beim Pressegespräch auch aus, war Marc Woller auf Fehler, die er in den letzten Tagen, aber auch den Wochen zuvor mit Engelszungen immer wieder angesprochen hatte. Bei eigenen Offensiv-Standards wie Freistößen und Eckbällen nach hinten ordentlich absichern, Zuordnungen konsequent ernst nehmen und einfach mal 90 Minuten Unachtsamkeiten abstellen – das wurde auch gegen Schermbeck nicht immer befolgt. „Höhepunkt“ der Fehlerketten war das Verhalten beim zwischenzeitlichen 2:1 durch Tolga Özdemir, der nach Eckball des HSC den Ball schnappte über die rechte Seite mal eben über den gesamten Kunstrasenplatz spurtete, Moritz Müller konnte nicht folgen und Torhüter Kevin Beinsen stand plötzlich mutterseelenallein dem komplett freien Özdemir gegenüber. Der schoss eiskalt ins linke, lange Eck ein.

Lange Ausfälle von Philipp Gödde und Nils Hoppe tun richtig weh – Jonathan Kyeremateng mit gutem Spiel

Da tun natürlich die Ausfälle von Philipp Gödde und insbesondere Nils Hoppe im Abwehrzentrum richtig weh. Beide fallen mindestens drei Wochen mit Faserrriss (Gödde) und Schulterecksyndrom (Hoppe) aus. Da kommt es gerade richtig, dass sich der Lippstädter Neuzugang Jonathan Kyeremateng immer besser ins HSC-Spiel einfindet und die Defensive stärkt.

Bisherige Fehler gegen SG Wattenscheid strengstens verboten – wieselflinke Spieler und stark bei Standards

Aussetzer wie gegen das Team aus dem Kreis Wesel wird sich der HSC beim nächsten Gegner aus der Oberliga nicht leisten können. Da gastiert am Sonntag, 19. September, 15 Uhr mit der SG Wattenscheid nicht nur ein Ex-Bundesligist, sondern auch der aktuelle Tabellenführer mit der Höchstpunktzahl von neun im Montanhydraulik-Stadion. Die Situationen, die das Team von Michael Britscho, früher RW Ahlen, für das sonntägliche 3 : 2 gegen Westfalia Rhynern erzielte, werden auch dem HSC nach den Eindrücken der ersten drei Spiele schwer zu schaffen machen. Das Siegtor in der letzten Minute passierte nach einer kurz ausgeführten Ecke auf Felix Casalino, der das Leder dann aus zehn Metern und halblinker Position ins lange Eck zirkelte. Umut Yildiz sorgt als wieselflinker Spieler für mächtig Unruhe – gegen Rhynern war es Michael Joswig, der innerhalb von drei Minuten gleich zweimal läuferisch nicht mithalten konnte und nach Fouls mit Gelb-Rot vorzeitig duschen gehen konnte. Dazu kommt eine ungeheure Standard-Stärke der Bochumer Vorstädter.

Dazu kommt, dass gleich fünf Spieler aus der ehemaligen Regionalliga-Kader sich wieder der SG angeschlossen haben wie zuletzt Emre Yesilova (BSV Rehden) auf der Außenposition sowie Norman Jakubowski, Nils Hönicke, Umut Yildiz und Berkan Canbulut.

Nicht zu vergessen, dass es beim Club und vor allem bei den Fans wieder Hochstimmung angesagt ist. Tabellenführer vor der punktgleichen Eintracht aus Rheine und ein Spielerpotential, das für höhere Aufgaben geeignet ist – das lässt den Himmel über Wattenscheid aktuell leuchten.

HSC-Kreispokalspiel beim Kamener SC auf den 29. September verlegt

Im Achtelfinale des Krombacher Kreispokals spielt der HSC am Mittwoch, 29. September, beim A-Ligisten Kamener SC. Anstoß ist um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Kamener Schulzentrums, Gutenbergstraße. Dieses Match sollte ursprünglich an diesem Mittwoch stattfinden, wurde aber verlegt.

Fans, Freunde und Unterstützer des HSC und Ballhaus feiern „griechischen Abend“

Fans und Freunde des Vereins und Ballhaus feiern am Samstag, 18. September, ab 19 Uhr einen „griechischen Abend“ im Ballhaus im Holzwickeder Montanhydraulik-Stadion. Gegen eine kleine Umlage für das Essen ist jeder eingeladen, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft. Es gilt die 3G-Regel und die ohnehin bewährten Hygieneregeln. Anmeldungen werden direkt im Ballhaus und bei Toto Potyka unter 0173 8521 423 entgegengenommen – und zwar bis Donnerstag, 16. September.

Bildzeile: Marcel Duwe machte als Mittelfeld-Regisseur gegen Schermbeck erneut ein ganz starkes Spiel.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.