„Es war wieder die Wurfqualität, die uns das Leben schwer machte“

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Handball-Oberliga: HC TuRa Bergkamen – HSC Haltern-Sythen 19:24 (13:12). Eine erneute Heimniederlage musste der HC TuRa Bergkamen in der vorgezogenen Partie des 11. Spieltages gegen den Mitaufsteiger aus Haltern kassieren, der damit sein Punktekonto ausgleichen konnte. Der HCT bleibt dagegen mit den mageren fünf Zählern auf dem drittletzten Platz. Entscheidend für den Spielausgang war unter anderem die mehr als dürftig besetzte Bank. So standen Trainer Thomas Rycharski gerade einmal neun Feldspieler zur Verfügung, denen doch besonders in Durchgang zwei die Puste ausging. Dem einen oder anderen merkte man doch die Nachwirkungen der fiebrigen Erkältung aus der Vorwoche an.

Der HC TuRa begann mit einer 6:0-Deckung, in die bei Ballbesitz des Gegners immer Dustin Kurschuss neben Pascal Terbeck in den Innenblock rückte. Dafür konnte sich dann einer der Rückraumspieler eine kurze Pause gönnen. Kurschuss machte seine Sache gut und blockte den einen oder anderen Wurf ab. So kam der Toptorschütze des HSC, Julian Schrief, nicht in sein Spiel. Trotzdem führte der Gast vom See in den ersten 23 Minuten, teilweise mit drei Toren. In der 24. Minute erzielte Dimitrij Stukalin erst den 9:9-Ausgleich und kurz danach beim 10:9 die erste TuRa-Führung. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff führten die Gastgeber vor einer überschaubaren Kulisse 13:11. Haltern verkürzte auf 12:13 und dazu musste Leon Fülber sich für zwei Minuten zwangsweise auf der Bank ausruhen.

Nach dem Seitenwechsel tat sich der HC TuRa mehr und mehr mit dem Torewerfen schwer. In der 40. Minute erzielte Leon Fülber dann den Treffer zur letzten Führung der Rycharski-Truppe zum 17:16. Im letzten Drittel fand das harzige Spielgerät nur noch zweimal den Weg ins Tor der Gäste. Zu viele Fehlwürfe und technische Fehler mussten die Verantwortlichen des HCT verzeichnen. Auffälligster Akteur der Gastgeber war wieder einmal Torhüter Niklas Walter, der verhinderte, dass das Spiel eventuell schon zur Pause vorentschieden war.

„Es war wieder die Wurfqualität, die uns das Leben schwer machte“, so ein enttäuschter Trainer „Tomek“ Rycharski. „Spieler wie Pascal Terbeck und Leon Fülber sind einfach platt, das gilt eben so für Dimitrij Stukalin. In der ersten Halbzeit war deckungsmäßig alles gut. Es sind dann Kleinigkeiten und die fehlende Cleverness. In der zweiten Hälfte sind sechs Tore einfach zu wenig. Ich bin froh, wenn es irgendwann in die Pause geht.“

Der HC TuRa muss allerdings in der nächsten Woche noch „nachsitzen“, denn dann steht am Freitagabend (20.15 Uhr) das vom 13. Spieltag vorgezogene Spiel gegen den VfL Gladbeck auf dem Programm.

HCT: Stork (bei einem Siebenmeter), Walter; Damian Nowaczyk (3), Roßfeldt (n.e.), Terbeck (4), Stukalin (3), Saarbeck (3), Kurschuss (1), Domanski, Fülber (3), Kauer (2).

Bild: Der TuRaner Leon Fülber (re.) versucht hier einen Angriff gegen die Halterner Deckung.

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