Es geht um mehr als um die berühmte „goldene Ananas“

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Fußball-Westfalenliga 2: FC Brünninghausen – SV Holzwickede (So., 15 Uhr, Stadion Am Hombruchsfeld, Dortmund, Am Hombruchsfeld 71). Dass es am vorletzten Spieltag beim Besuch des HSV in Brünninghausen nur noch um die berühmte „goldene Ananas“ geht, davon ist nun wirklich nicht auszugehen. Zwar kann beiden Seiten in der Tabelle weder nach oben noch nach unten etwas Entscheidendes passieren, aber die sportliche Rivalität zwischen diesen Kontrahenten hat die Derbys schon in der Vergangenheit meist zu spannenden und knappen Begegnungen auf einem ansprechenden Niveau werden lassen, und sie wird es nach Lage der Dinge auch diesmal tun. Nachdem die Brünninghausener am vergangenen Sonntag durch das 1:2 in Kaan-Marienborn auch um die letzte theoretische Chance in der Meisterschaftsvergabe gebracht worden sind, wollen sie in der Endabrechnung zumindestens den derzeitigen sechsten Platz behaupten und den Bemühungen der Holzwickeder um einen einstelligen Tabellenplatz einen Dämpfer verpassen. Dass die Trauben im Dortmunder Süden erfahrungsgemäß hoch hängen, weiß HSV-Coach Ingo Peter: „Mein Kollege Frank Eigenwillig will sich mit Erfolgen vom FCB verabschieden und seinem Nachfolger Alex Gocke einen Platz in der Spitzengruppe hinterlassen!“ Immerhin stellen die Brünninghausener mit bisher 65 Toren eine der stärksten Angriffsformationen der Liga und mit dem bisher schon 28mal erfolgreichen Florian Gondrum den Goalgetter Nummer 1. Aber auch die zwölf Treffer, die Paul Pollok auf dem Konto hat, sind nicht zu unterschätzen – wie der HSV im Hinspiel erfuhr, als Pollok nach 25 Minuten per Kopfball den 1:0-Siegtreffer des FCB erzielte. Nachher hatten die Holzwickeder aber mehrfach die Möglichkeit wenigstens auf ein Unentschieden.

„Das sollte uns durchaus für dieses Spiel Mut machen“, gibt sich Ingo Peter zuversichtlich, auch wenn er sich über die Schwere der Aufgabe im Klaren ist. Schließlich haben die Gastgeber 26 ihrer bislang 46 Punkte in heimischer Umgebung geholt. Und eine weitere Heimschlappe wie die gegen Wanne-Eickel, Hordel, Hombruch und Wickede wollen sie sich auf keinen Fall leisten. Dafür will unter anderem Mike Andretzki sorgen, der in der Winterpause vom HSV ins Hombruchsfeld gewechselt ist. Die Holzwickeder werden schon an ihre Leistungen vom 1:1 gegen Marl-Hüls anknüpfen müssen, um bei den Brünninghausenern eine gute Rolle spielen zu können. Das wird aller Voraussicht nach mit dem Personal geschehen, dem Ingo Peter am vergangenen Sonntag eine gute Einstellung bescheinigte und ihm das Vertrauen wohl auch für die Partie beim FCB schenken wird.

Bild: Mike Andretzki (re.) wechselte in der Winterpause vom HSV nach Brünninghausen.

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