Es bleibt dabei: SuS Oberaden gewinnt im Bergkamener Derby

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Handball-Verbandsliga SuS Oberaden – HC TuRa Bergkamen 27:22 (13:12). Wieder hatten die Fans in Grün und Weiß nach dem Schlusspfiff Grund zum Feiern. Wie schon im Hinspiel ging auch diesmal der nach dem Tabellenstand unerwartete Sieg an den SuS Oberaden.

Vor wieder proppenvollen Rängen, darunter auch der neue Vorsitzende des Handballkreises Hellweg, Sebastian Elberg, entwickelte sich von Anfang an ein nicht gerade hochklassiges, denn es gab zu viele technische Fehler auf beiden Seiten, aber spannendes Spiel. In den ersten fünf Minuten legte der Gast vom Friedrichsberg jeweils ein Tor vor, dass der SuS postwendend ausglich. Beim 4:3 lagen erstmals die „Cobras“ vorne und nach 16 Minuten hatten Pohl und Co. sogar vier Treffer Abstand (11:7) zwischen sich und den HCT gebracht. Auffällig war, dass der Rückraum der TuRaner mit Ausnahme von Youngster Florian Schöße, der es auf sieben Tore brachte, von der SuS-Defensive fast völlig ausgeschaltet wurde. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir sofort, wenn Pascal Terbeck oder Alexander Bicker über die Mitte kommen, aus der 6:0- eine 5:1-Deckung zu machen. Das hat ‚Kalle‘ Pohl ganz hervorragend gemacht“, so ein zufriedener Trainer Ralf Weinberger. So wurde die schärfste Waffe der Gäste entschärft. Die Treffer der ersatzgeschwächten Gastgeber fielen dagegen von allen Positionen, allerdings hatte Linkshänder Bastian „Shorty“ Stennei nicht gerade einen Sahnetag erwischt. Bis zum Seitenwechsel konnte der Tabellendritte TuRa aber bis auf ein Tor an den SuS herankommen.

Kurz nach dem Seitenwechsel baute die Weinberger-Truppe den Vorsprung wieder auf drei Tore aus. In der 36. Minute konnte TuRa-Shooter Pascal Terbeck zum ersten Mal einen eigenen Treffer bejubeln. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass es Mitte der zweiten Halbzeit 20:16 für den Tabellen-Viertletzten stand. Als sechs Minuten später Tim Fehring per Strafwurf auf 24:19 erhöhte, nahm Trainer Thomas „Tomek“ Rycharski, der sich selber nicht einwechselte, eine Auszeit. Aber auch das brachte nicht die Wende, Grund dafür war die starke Leistung vom nach 43 Minuten eingewechselten Torhüter Börge Klepping und eigenes Unvermögen. Obwohl in den letzten fünf Minuten noch zwei Oberadener eine Zeitstrafe erhielten konnte der HCT das Ruder nicht mehr herumreißen. So begann schon 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff des sehr jungen Schiedsrichtergespanns die Party auf der Bank des SuS. Nach dem Schlusspfiff gab es dann kein Halten mehr und wieder wurde die „Humba“ zelebriert.

Trainer Ralf Weinberger, der bekanntlich ja den SuS Oberaden nach Saisonende verlässt: „Wir haben genau gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. In der Abwehr den Wechsel von 6:0 zu 5:1 und vorne haben wir über zwei Wechsel und nicht über einen gespielt und dann den Kreisläufer gesucht. Entscheidend war einfach wieder die Deckung. Vorne waren wir sehr diszipliniert. Da hatten wir ja auch kaum Alternativen.“

Für TuRas Coach Rycharski war die Erklärung für die Niederlage ganz einfach: „Wir kommen mit Fehlwürfen und technischen Fehlern auf 30 Bälle. Wenn man das reduziert, dann sieht das anders aus. Was wir alleine in den letzten Minuten verworfen haben. Wir haben dazu heute ohne Rückraum gespielt. Aber entscheidend waren die Fehler. Wir erzielen nur 23 Tore. 27 Gegentore sind ok. Die Niederlage für uns ist in Ordnung.“

SuS: Massat (1.- 38.), Klepping (ab 38.); Herold (5), Fehring (7/3), Roth (2), Mork (1), B. Stennei (2), Hajduk, Pohl (7), Rossfeldt (2), Schuchtmann (1), Krock (n.e.), Köhler.
HC TuRa: Stork, Presch (n.e.); Nowaczyk (7/4), Bicker (1), Baykan, Terbeck (3), Trost (3), Kauer, Moog (1), Schöße (7), Reininghaus, Wiedau, Domanski (n.e.)..

Bild: Nach dem Schlusspfiff gab es dann kein Halten mehr beim Derbysieger und wieder wurde die „Humba“ zelebriert.

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