Erndtebrück setzt sich mit 1:0 gegen den HSC durch

Erndtebrück setzt sich mit 1:0 gegen den HSC durch

Fußball-Oberliga: TuS Erndtebrück – Holzwickeder SC 1:0 (1:0). Die Gastgeber standen wie erwartet gehörig unter Druck. „Nicht reden, Leistungen müssen her“, hatte TuS-Trainer Ivan Markov schon vor dem Anpfiff den ersten Dreier von seiner Mannschaft eingefordert – und das gelang. Ein einziges Tor sorgte für die Entscheidung. Das fällt in der 22. Minute, als die Holzwickeder den Ball nicht hinten aus der Abwehr befördern können, Erndtebrücks Rösch kommt in Ballbesitz und trifft. Das war bereits die Entscheidung. Die Holzwickeder enttäuschten vor rund 40 mitgereisten Fans keinesfalls, auch wenn die Elf sicherlich nicht ihr bestes Spiel der letzten Wochen gezeigt hat.

Irgendwie merkte man den HSC-Spielern die lange Anreise von 140 Kilometern und Treffpunkt am Nachmittag um 16.30 Uhr nach einem Arbeitstag für die meisten an. Schläfrigkeit im taktischen Verhalten, Passivität im Zweikampfverhalten und individuelle Fehler prägten in der Anfangsphase das Spiel der Gäste. Und Erndtebrück entwickelte gleich nach dem Anpfiff Druck auf dem Kunstrasen der Pulverwald-Kampfbahn vor rund 150 Zuschauern. Sie wollten den Sieg und haben über die 90 Minuten gesehen mehr für das Spiel getan. So gesehen geht der Sieg für den Regionalliga-Absteiger in Ordnung. I

Das 1:0 und am Ende goldene Tor fiel nach einem Kopfball von Karim Bouasker direkt in die Mitte, zwei HSC-Abwehrspieler hielten sich zurück und der Erndtebrücker Lukas Rösch sagte mit einem Direktschuss ins Tor artig „Danke“ (22.). In der 37. Minute lag der Ball ein zweites Mal im Holzwickeder Netz, doch Schiedsrichter Thorben Siewer hatte zuvor eine Abseitsstellung erkannt. Eine Minute später konnte sich Beinsen-Ersatz Malte Hegemann auszeichnen und verhinderte das 2:0.

Nach der Pause war Holzwickede besser im Spiel und kam zu Möglichkeiten: Robin Rosowski zielte knapp vorbei (53.) und Sebastian Hahne kam einen Schritt zu spät (57.). Erndtebrück blieb jedoch bei Kontern gefährlich. Die größeren Spielanteile lagen nach der Pause bei den Gästen, die Hoppe in den Angriff beorderten. und so zunehmend ihre Angriffsbemühungen forcierten. Doch die Aktionen nach vorne waren nicht zwingend genug, klare Chancen blieben weitgehend aus. Gleiches galt auch für die Hausherren, sodass es in der Endabrechnung bei dem Tor aus der 22. Minute blieb. Was bleibt und in der Tabelle abzulesen ist, sind sieben Punkte aus fünf Spielen für den HSC in der Oberliga und ein Platz im Mittelfeld.

Trainerstimmen
Ivan Markov (TuS): „Der Druck gewinnen zu müssen war groß. Von daher bin ich sehr glücklich über den Sieg. Er ist wichtig für das Selbstvertrauen. Wir haben endllich die ersten drei Punkte geholt. Mein Team war oft zu hektisch. Die Konter wurden nicht ordentlich ausgespielt. Alles verständlich nach dem schlechten Saisonstart. Jetzt wollen wir in den nächsten Spielen nachlegen. “
Axel Schmeing (HSC): „Ich bin trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Ich habe ein intensives Spiel gesehen. Erndtebrück hat viel mit langen Bällen operiert. Unsere Konter waren nicht druckvoll genug. Direkt nach der Halbzeitpause waren wir eine Viertelstunde am Drücker, aber das reichte nicht. Vorne wurden nur wenige -Zweikämpfe gewonnen, das war insgesamt zu wenig. Aber wir haben aufgrund der knappen Personalsituation auch gehörig rotiert. Jetzt zwei Stunden mit einem 0:1 nach Hause zu fahren, ist kein so tolles Gefühl.“

HSC: Hegemann, Müller, Pfaff (61. Gohr), Bouasker (61. Mihajlovic), Rosowski, Duwe, Hhne, Hoppe, Heinrichs, Berghorst, Hanemann (83. Ivancic).
Tor: 1:0 (22.) Rösch.

Bild: Die alles andere als „strahlende Flutlichtanlage“ im Pulverwaldstadion verleitete mit dubiosem Licht und viel Schatten so manchen Spieler offensichtlich auch zu einem Nickerchen bei Zweikämpfen.

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