Empfindliche Niederlagen für CF Deportivo Unna und KSV/CCP Unna

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Fußball: Futsal Play-offs der Westfalenliga Ost und West:
CF Deportivo Unna – FSP Turbo Minden 2:14 (0:6)
KSV/CCP Unna – UFC Paderborn 6 : 10 (4 : 5)

Fußball: Wahre Torfestivals, eine wahre Kartenflut des Schiedsrichter-Trios, Diskussionen hüben wie drüben und vor allem, was den Sport so ausmacht, technische Raffinessen und taktische Meisterleistungen. Das sahen am Samstag die rund 50 Zuschauer bei den Hinspiel Play-offs um den Regionalliga-Aufstieg in der EBG-Sporthalle in Unna. Für beide Teams aus Unna, Deportivo und dem KSV/CCP, droht nach empfindlichen Niederlagen allerdings das frühzeitige „Aus“ bereits in der 1. Runde.

Deportivo mit „Riesen-Rucksack“ zum Rückspiel

Das Abenteuer „Play-offs“ dürfte für Deportivo Unna beendet sein. Im Hinspiel der K.o-Runde um den Aufstieg in die Regionalliga, der aktuell höchsten deutschen Futsal-Spielklasse, unterlag das Team von Trainer Leon Lukas dem haushohen Favoriten FSP Turbo Minden mit 2 : 14 (0 : 6). Zwar gibt es noch in der kommenden Woche ein Rückspiel, doch das dürfte für Minden reine Formsache werden. Vor allem, da sich Hakan Özdemir noch eine etwas fragwürdige Gelb-Rote Karte einfing, die ihn zum Pausieren zwingt und Tim Richter aus Urlaubsgründen dann in Minden nicht dabei sein kann.

Erneut trat Deportivo Unna ohne den besten Torschützen, Patrick Sacher an. Dieser so wichtige Akteur war einfach nicht zu ersetzen. Es war insgesamt ein qualitativ gutes und schnelles Spiel, was die rund 50 Zuschauer in der EBG-Sporthalle in Unna sahen. Deportivo erarbeitete sich gegen eine überraschend anfällige Defensive und einem unsicheren Torhüter ein leichtes Chancenplus. Aber der Ball wollte einfach nicht in den Kasten. Cleverer und effizienter machte es der amtierende Westdeutsche Pokalsieger und souveräne Sieger der Gruppenspiele in der Westfalenliga Ost aus Minden. Bereits zur Halbzeit waren die Fronten beim Stand von 0 : 6 aus Unnaer Sicht geklärt.

In der zweiten Halbzeit konnte Spielertrainer Leon Lukas, mit Abteilungsleiter Tim Richter der Beste am Samstag, zwei Tore erzielen (30. und 36.). Es sollten die Ehrentore bleiben. In den letzten fünf Spielminuten schnürten die Gäste dann sogar gegen immer mehr nachlassende Unnaer einen rasten Tor-Fünferpack zum Endstand von 14 : 2 aus ihrer Sicht.

Das Rückspiel findet in der kommenden Woche am Samstag, 14. März, um 18.30 Uhr in Minden statt (Otto Michelsohn-Sportzentrum).

Tim Richter (Abteilungsleiter Deportivo Unna): Mir war bereits unter der Woche klar, dass das eine ganz schwere, vielleicht zu schwere Aufgabe sein würde. Die Vorzeichen waren schlecht. Uns fehlte einfach die Qualität im Samstag-Kader. Insgesamt bin ich, auch wenn es das Ergebnis eigentlich gar nicht zulässt, nicht mal so unzufrieden. Wir haben ganz ordentlich mitgespielt und uns nach Kräften gegen diesen übermächtigen Gegner gewehrt. Manko war erneut, dass wir die Tore nicht machen.

Deportivo Unna: Jordanis Bairaktaridis, Fatbardh Rashica, Daniel-Luca Drees, Leon Lukas, Alexander Gowik, Tim Richter, Mark Ellerkmann, Hakan Özdemir, Umut Coban, Simon Baehr
FSP Turbo Minden: Christian Bartels, Sebastian Hull, Egor Pyntja, Danny Odoy, Galatas Panagiotis, Dario Stierl, Paul Stichling, Malte Siekmann, Philipp Rusteberg, Taylor Laskiwitz, Etrit Cakici
Tore: 0 : 1 Odoy (4.), 0 : 2 Hull (5.), 0 : 3 Hull (9.), 0 : 4 Panagiotis (14.), 0 : 5 Hull (19.), 0 : 6 Siekmann (20.), 0 : 7 Hull (19.), 0 : 8 Cakici (26.), 1 : 8 Lukas (30.), 1 : 9 Pyntja (32.), 1 : 10 Stierl (33.), 2 : 10 Lukas (36.), 2 : 11 Rusteberg (37.), 2 : 12 Panajotis (38.), 2 : 13 Stierl (39.), 2 : 14 Odoj (39.).

Bild: 14 Gegentore musste Deportivo gegen Minden hinnehmen – in dieser Szene fällt einer der Mindener Treffer.

KSV/CCP Unna vermasselt sich in der Schlussphase bessere Ausgangslage

Auf dem Papier hatte der KSV/CCP Unna die etwas leichtere Aufgabe. Gegen den Vierten der Westfalenliga Ost, den UFC Paderborn, hatte man sich im Lager der Königsborner durchaus etwas ausgerechnet. Zwar trägt der UFC Paderborn einen großen Namen in der noch jungen, deutschen Futsal-Historie und spielte von 2015 bis 2018 in der Futsalliga West, der höchsten Spielklasse. 2015 und 2016 wurde man Westfalenmeister, 2015 Westfalenpokalsieger. 2017/18 erfolgte dann allerdings als damaliger Vorletzter der Abstieg in die Westfalenliga Ost. Dort wurde man am Ende der Gruppenphase unter fünf Teams Vorletzter und qualifizierte sich so für die Play-offs.

Für den KSV/CCP aber waren die Domstädter an diesem frühen Samstagnachmittag nicht zu schlagen. Aber nicht, weil der Konkurrent bärenstark war, sondern die Königsborner sich durch individuelle Patzer, Schwächen im Defensivverbund Undiszipliniertheiten selber schlugen. Unter den Augen vom Gesamtleiter Fußball des Königsborner SV, Daniel Krahn, brachten sich die Spieler von Trainer Jorge Marcelino selber um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Vier Tore sind schwer aufholbar – auch im Futsal.

Auch vier Treffer des ganz starken Botan Mermer nutzten am Ende nichts. Auch eine ganz frühe Rote Karte gegen Paderborn in der 2. Minute und später einer Gelb-Roten Karte (28.) führten zu keiner Sicherheit bei den Gastgebern. Bis zur 8. Minute war es noch ganz okay – man führte mit 2 : 1. Doch das sollte die letzte Führung des Spiels bleiben. Auch wenn der KSV/CCP wieder herankam oder gar ausglich, hatte Paderborn die bessere Antwort.

Ganz „vogelfrei“ wurde es dann sogar in den letzten 15 Minuten. Stürmisch, aber oft kopflos, versuchte das Team, zumindest ein Remis zu holen. Paderborn blieb cool und konterte den KSV/CCP lehrbuchmäßig aus. Da passte es irgendwie, dass KSV/CCP-Keeper Ricky Dos Santos Ribeiro ein Eigentor fabrizierte, dann noch wegen heftigen Reklamierens Gelb-Rot sah und damit im Rückspiel gesperrt ist.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der UFC Paderborn durchaus nicht unschlagbar ist. Bei Abstellen der eigenen Mängel könnte im Rückspiel noch etwas drin sein. Das findet am kommenden Samstag, 14. März statt: Und zwar um 19.45 Uhr in der Halle 1 des Uni-Sportzentrums, Harsewinkel Weg 4 in Paderborn statt.

Jorge Marcelino (Trainer KSV/CCP Unna): Ich weiß nicht, was heute mit meinem Team los war. Das war katastrophal. Allein schon fünf Tore gegen uns in der ersten Halbzeit – das geht gar nicht. Wir sind doch eigentlich in der Defensive stark. Mir fehlen die Worte. Das Spiel müssen wir jetzt genau analysieren und mit der ganzen Mannschaft sprechen. So geht das einfach nicht. Im Rückspiel wollen und müssen wir uns ganz anders präsentieren.

KSV/CCP Unna: Ricky Dos Santos Ribeiro, Fabio Ventura, Diogo Miguel Nunes Ventura, Botan Mermer, Shaker Ghazikhani, Pascal Kappauf, Orhan Kadrija, Leonardo Gomes Marcelino, Angelo Veigas Silva, Andrei Esequiel,
UFC Paderborn: Connor Glover, Dennis Hansmeier, Cameron Brandon Glover, Ingmar Jakob Schlussas, André Mader, Julian Kaup, Stefan Schwemler, Maximilian Wienhold, Philipp Schneider, Frederik Dams
Tore: 1 : 0 Mermer (4.), 1 : 1 Glover (8.), 2 : 1 Ghazikhani (8.), 2 : 2 Schwemler (11.), 2 : 3 Wienhold (11.), 3 : 3 Ventura (13.), 3 : 4 Hansmeier (15.), 3 : 5 Mader (18.), 4 : 5 Mermer (19.), 4 : 6 Glover (22.), 5 : 6 Mermer (24.), 5 : 7 Schwemler (32.), 5 : 8 Dahms (37.), 5 : 9 Dahms 37.), 6 : 9 Mermer (37.), 6 : 10 Eigentor Ribeiro (40.).

Bild: Für den KSV/CCP  war Paderborn in der EBG-Sporthalle nicht zu schlagen.

 

 

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