Eishalle kann wahrscheinlich die Heimat des EC Bergkamen bleiben

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Eishockey: Ilona Pollmer, die Vorsitzende des Frauen-Eishockey-Bundesligisten EC Bergkamen, verließ am Mittwochabend gut gelaunt den Ratssaal im Bergkamener Rathaus. Dort hatte der Stadtentwicklungsausschuss und der Sportausschuss in gemeinsamer Sitzung getagt und über den Fortbestand der Eishalle am Häupenweg beraten. Der Münsteraner Unternehmer Martin Brodde, auch Eishockey-Torhüter der ESV Grizzlys Bergkamen, stellte sein Konzept zur Erhalt der Eishalle mit einer Reihe von Unterstützern vor. Er will die Eishalle retten. Sein Konzept scheint Anklang zu finden. So wurde von den Ausschüssen einstimmig beschlossen, dem möglichen neuen Eishallenbetreiber pro Jahr 65.000 Euro als städtischen Zuschuss zu gewähren und auch weiterhin die Eintrittsgelder zu bezahlen, wenn Bergkamener Schulklassen am Häupenweg auf dem Eis Schlittschuh laufen wollen. Die endgültige Entscheidung fällt in der nächsten Sitzung des Stadtrats. Es ist nicht zu erwarten, dass die Stadtverordneten anders entscheiden werden. Immerhin spart die Stadt durch die Übernahme der Eissporthalle rund 400.000 Euro, die bisher als Verlustausgleich pro Jahr an die GSW gingen. Unter den Tisch fallen dann auch die Abrisskosten, falls die Eissporthalle ganz aufgegeben werden müsste.

Nach Broddes Überzeugung kann die Eissporthalle ohne weitere Verluste geführt werden. Und das wird die Eishockey-Clubs und auch die Freizeit-Eisläufer freuen: ohne eine Anhebung der Eintrittsgelder. Allerdings benötigt de Münsteraner Sponsoren für die fälligen Renovierungsarbeiten sowie die geplanten Änderungen bei der Gastronomie und im Eingangsbereich. Die hat er auch gefunden. Am Dienstag nannte er die Namen einiger bekannter Firmen, die bisher auch den Eissport in Bergkamen unterstützt haben. Und was auch wichtig ist: Er hat die Eissporthalle mit Fachleuten inspiziert. Der Befund: Das Gebäude an sich und die Technik befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand

Zusätzliche Einnahmen sollen unter anderem durch eine bessere Nutzung der Halle in der Sommersaison generiert werden. Denkbar wäre hier etwa, einen großen überdachten „Spielplatz“ anzubieten. Dazu soll die Gastronomie attraktiver werden. Geplant ist, sie nach außen mit einem Biergarten zu öffnen. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung des neuen Eishallenbetreibers basiert auf einer Besucherzahl von 30.000 pro Jahr. Doch er will mehr, wie er im Ratssaal betonte. Dafür sollen die Öffnungszeiten attraktiver werden und er will durch ein gezieltes Marketing in der Region neue Eislauffans gewinnen.

Ilona Pollmer (Bild) ist jetzt zuversichtlicher, dass es mit dem Eishockey-Sport und hier auch mit ihrem EC Bergkamen in der Bundesliga – Bergkamens ranghöchster Verein – weiter gehen kann. Der Zulauf von jungen Eishockey-Spielerinnen ist derzeit besonders groß. Sobald grünes Licht für die Eishalle gegeben wird, könnten die Planungen noch gezielter angegangen werden.

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