Einzelunterricht im Reiten im Freien nicht erlaubt

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Reitsport: Der Pferdesportverband Westfalen hatte seine rund 600 Mitgliedervereine noch am 10. November darüber informiert, dass der Einzelunterricht im Reiten im Freien erlaubt sei. Man habe sich auf eine mündliche Aussage und auf eine E-Mail der Corona-Informationsstelle der Staatskanzlei gestützt, so hieß es. Dann die Kehrtwende: Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MASG) informierte, dass nach der Corona-Schutzverordnung selbst der Einzelreitunterricht im Freien verboten sei.
Erwartungsgemäß stieß die Nachricht des Verbots in der Reitszene auf Unverständnis.
War man doch vom Gegenteil ausgegangen. Das Argument: Die Ausübung des Individualsports, zu dem der Reitsport zweifelsohne zählt, ist ausdrücklich mit zwei Personen gestattet. Und: Die Pferde müssen zu ihrer Gesunderhaltung täglich bewegt werden. Ein Trainer, der das Geschehen dann aus einer Distanz von 20 oder gar 30 Metern überwacht, stellt keinerlei Risiko in Sachen Corona-Infektion dar.
Gehofft wird jetzt zeitnah auf eine Klärung der Sachlage. So auch das Gespräch mit dem Landessportbund, der ebenfalls von einer Zulässigkeit ausgegangen ist und nun unmittelbar mit der NRW-Staatskanzlei in Kontakt steht.
Der Pferdesportverband rät jedoch den Reiterinnen und Reitern zunächst dringend, das Verbot sehr ernstzunehmen. Zuwiderhandlungen würden geahndet – immerhin droht bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro.


Bildzeile:
Hier war der Einzelunterricht im Reiten im Freien noch erlaubt. Derzeit ist das nach der Corona-Schutzverordnung der Landesregierung jedoch verboten.

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