Ein „Knipser“ muss für die Bärinnen her

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Frauen-Eishockey, 1. Bundesliga: Zwei Spiele am Wochenende gegen den deutschen Vizemeister DCEC Memmingen – zwei Niederlagen. Samstag mussten sich die Bärinnen des EC Bergkamen 0:1 nach Penaltyschießen geschlagen geben, am Sonntag setzte es gar ein 0:5.

Vor rund 100 Zuschauen, darunter der Lions Club Bergkamen/Kamen, starteten beide Mannschaften am Samstag temporeich, allerdings ohne große Torgefahr vor beiden Toren. Der ECB war dabei noch die etwas überlegenere Mannschaft, konnte aber die sich bietenden Chancen nicht verwerten. Der ECDC blieb mit schnellen Kontern über ihre beiden Amerikanerinnen Jessica Martino und Mary Restuccia immer extrem gefährlich. Im zweiten Drittel legten die Bärinnen dann nochmal eine Schippe drauf und brachten den Gast in Verlegenheit. Julia Graunke hielt das Tor Gastgeber sauber, so dass es mit dem 0:0 auch in die zweite Drittelpause ging.

Auch im letzten Spielabschnitt blieb es ein Spiel auf sehr hohem Niveau, temporeich und um jeden Meter Eis ein offener Fight. Aber auch hier fielen keine Tore, was bedeutete, dass ein Penaltyschießen über einen Zusatzpunkt entscheiden musste. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit mit dem nächsten Versuch das Spiel zu beenden. Doch die jeweiligen Schützinnen zeigten Nerven und vergaben die Chance. Besser machte es die US-Amerikanerin Restuccia, die mit ihrem dritten Penalty alles klar machte. Trotz dieses Spielausgangs, hat der EC Bergkamen den Zuschauern ein mitreißendes Eishockeyspiel auf sehr hohem Niveau geboten. „Auch wenn wir jetzt im Penaltyschießen verloren haben, ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen, das war eine sehr gute Vorstellung und geschlossene Mannschaftsleistung “ so Trainer Robert Bruns nach dem Spiel.

 

Bärinnen hadern mit der Chancenverwertung

Spiel zwei gegen Memmingen stand am Sonntag auf dem Spielplan. Die Bärinnen legte furios los und hatten das Spiel in der Anfangsphase gut im Griff, trafen aber nur den Pfosten des gegnerischen Gehäuses (2.). Doch zwei Unaufmerksamkeiten nutzte Memmingen zur 2:0-Führung. Die Bärinnen ließen nicht locker, machten weiter Druck, erspielten sich weitere gute Möglichkeiten, die jedoch alle ungenutzt blieben. Das zweite Drittel begann mit einer wiederholt sehr harten und unfairen Attacke der Gäste. Nach einem zugegebenermaßen harten Check von Michelle Lübbert wurde sie nach dem Abpfiff von Daria Gleissner attackiert, die dafür völlig zu Recht vorzeitig duschen gehen musste. Das Spiel lief eigentlich weiter wie zuvor. Auf beiden Seiten ergaben sich Chancen, die aber nur Memmingen nutzen konnte. Nach dem 0:3 musste auch Jenny Wieser nach einem Check mit Verletzungsfolge vorzeitig unter die Dusche. Es folgte das 0:4 und im Schlussdrittel das 0:5. Die Bärinnen versiebten weiter beste Tormöglichkeiten.

 

So hatte man sich beim ECB das Wochenende nicht vorgestellt, man kann aber der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wie immer stimmte die Einstellung des Teams, aber erneut wurde das Problem der mangelnden Chancenverwertung in der Saison deutlich sichtbar. „Wir brauchen vorne einen Knipser“, weiß das die ECB-Vorsitzende Ilona Pollmer, „daran muss für die kommende Saison gearbeitet werden.“

Am kommenden Wochenende trägt der EC Bergkamen die letzten beiden Begegnungen  der Saison 2013/2014 und erwartet den ERC Ingolstadt

 

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