Durch die Coronakrise muss auch Sechs-Monate-Wechselfrist im Fußball neu geklärt werden

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Fußball: Saisonfortsetzung im Amateurfußball oder -abbruch? Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat durch die Coronakrise wie berichtet darüber eine Entscheidung angekündigt, die am kommenden Donnerstag, 23. April, im Rahmen einer Sitzung des FLVW-Präsidiums fallen soll. Doch eine solche Entscheidung wirft sicherlich weitere organisatorische und sportrechtliche Fragen auf. Etwa bei der Wechselfrist.

So steht es im Regelwerk der Verbände beispielsweise, dass im Amateurbereich alle Fußballerinnen und Fußballer, die sechs Monate lang kein Spiel absolviert haben, jederzeit die Möglichkeit zu einem Vereinswechsel haben, mit sofortiger Spielberechtigung und ohne Ablöse. Regelungen in den Spielordnungen aller Landes- und Regionallverbände stellen sicher, dass Amateurfußballer bei einem Streit um einen Vereinswechsel nicht über Gebühr ausgesperrt bleiben, sondern in überschaubarer Zeit wieder ihrem Hobby nachgehen können. Nur: diese Regel ist für ein normales Fußballjahr konzipiert. Und so könnte die Sechs-Monat-Regel für viele Vereine zu einem Problem werden.

Der letzte Spieltag in Westfalen fand am 8. März statt, einige Teams waren aufgrund von Absagen zuvor sogar im Februar zuletzt am Ball. Würde die Saison nun abgebrochen, wären Spieler schon im September für neue Clubs spielberechtigt – ohne Ablöse. Zu befürchten ist, dass Spieler oder Vereine das ausnutzen könnten, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Eine mögliche Lösung bei der Wechselperiode und Stichtage für Vereinswechsel: Die Landesverbände könnten festlegen, dass bei der Berechnung die spielfreie Zeit während der Coronakrise nicht mit eingerechnet wird. Es besteht also auch hier Handlungsbedarf.

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