„Dreifacher“ Hahne sorgt für drei Punkte – HSC festigt vierten Tabellenplatz

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Fußball-Westfalenliga 2: Kirchhörder SC – Holzwickeder SC 1:3 (0:1). Der HSC ist in der Westfalenliga eine gute „Adresse“ geworden. Durch ein auch in dieser Höhe verdientes 3:1 beim als heimstark geltenden Namensvettern in Kirchhörde festigte die Schmeing-Truppe ihren vierten Tabellenplatz und rückte bis auf einen Zähler an die Lüner auf Rang drei heran. Die Partie beim bisherigen Tabellensechsten in der Kobbendelle wurde zu einem Festival für Sebastian Hahne, denn der 20-jährige Stürmer erzielte alle drei Tore für die Holzwickeder.
Der übernahm von Anfang an die Initiative, wobei er zwar mehr Ballbesitz hatten, aber nur zweimal (Zé Mertens mit einem Kopfball in der 7. Minute und Dennis Schultze-Adler in der 27. Minute) zu klaren Chancen kamen. Um ein Haar wäre der Schuss sogar nach hinten los gegangen, doch HSC-Keeper Kevin Beinsen parierte in der 28. Minute eine Granate von Mike Muretic prächtig – und leitete dadurch indirekt den Sieg der Gäste ein. Denn nur eine Minute später hebelten Marcel Duwe und Sebastian Hahne die Kirchhörder Abwehr per Doppelpass geradezu schulmäßig aus, und Hahne schob das Leder überlegt an KSC-Schlussmann Alexander Klur vorbei zur Holzwickeder Führung ins Netz. In der Folgezeit wäre sogar noch mehr drin gewesen, Mertens zum Beispiel bot sich eine gute Möglichkeit.
Die Besucher nahmen ihren Elan mit in die zweite Halbzeit. Und schon nach zwei Minuten rappelte es erneut im Kirchhörder Kasten, wiederum durch Hahne, der diesmal eine gefühlvolle Flanke von Schultze-Adler zu einem unhaltbaren Kopfball nutzte. In der 57. Minute fast das 0:3, doch Klur parierte Duwes Freistoß. Und dann ein Schock: Nach 63 Minute kam Kirchhördes Pierre Tucholski einen Tacken eher an einen Eckball als der HSC-Torhüter und drückte das Leder über die Linie. Ob korrekt oder mit der Hand, blieb ungeklärt. Schiedsrichter Marco Cremer jedenfalls entschied nach Befragen seines Linienrichters auf Tor – nur noch 1:2 aus Kirchhörder Sicht.
Das Anschlusstor motivierte natürlich die Hausherren, aber die Gäste ließ nichts mehr anbrennen, auch wenn sie einiges an Arbeit zu verrichten hatten. Immer wieder fuhren sie gefährliche Gegenangriffe. Und nachdem Dennis Schultze-Adler in der 81. Minute mit einem Kopfball aus kürzester Distanz am Kirchhörder Torwart gescheitert war, sorgte Sebastian Hahne vier MInuten vor Spielende für die endgültigen Entscheidung, in dem er von Alihan Kurgan praktisch an der Mittellinie mit einem Superpass auf die Reise geschickt wurde, seinen Gegenspielern auf und davon lief und Klur im KSC-Gehäuse keine Abwehrchance ließ.
Jetzt will der HSC am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr im vorgezogenen Heimspiel gegen die SpVg Olpe zeigen, dass die momentanen Erfolge keine Eintagsfliegen sind.

Trainerstimmen
Axel Schmeing (HSC):
Ich bin mit dem Ergebnis hochzufrieden, denn nicht jeder gewinnt in Kirchhörde. Nach dem 1:0 haben wir auch spielerisch überzeugt. Durch das Gegentor kamen wir zwar in Bedrängnis, haben aber gute Konter gespielt und mit dem 3:1 alles klar gemacht.
Lothar Huber (KSC): Ein verdienter Sieg der Holzwickeder, weil meine Mannschaft zu viele Fehler gemacht hat. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, aber das 1:3 hat uns das Genick gebrochen.

KSC: Klur – Veigas Mendes, Wawrzynczok, Richter, Yüksel (55. Watermann), Wazian, Tucholski, Rammel, Muretic, Lizenberger (80. Kesper), Fornell (65. Ramsey)
HSC: Beinsen – Schwarze, Bouasker, Kaiser, Schultze, Schultze-Adler, Duwe, Kurgan, Mertens (86. Gohr), Hahne (90. Pfaff), Hibbeln (75. Üstün)
Tore: 0:1, 0:2 (29., 47.) Hahne; 1:2 (63.) Tucholski; 1:3 (86.) Hahne.
Bild: Der Holzwickeder Marcel Duwe (re.) im Zweikampf mit einem Kirchhörder Gegenspieler.

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