Drei Hartman-Tris vom TVG Kaiserau finishen beim Challenge Roth

Drei Hartman-Tris vom TVG Kaiserau finishen beim Challenge Roth

Triathlon: Martin Delbrügge, André Lewald und Ulrike Mandt vom heimischen Hartman-Triathlon-Team des TVG Kaiserau nahmen mit insgesamt circa 3400 Einzelstarter/-innen an der Challenge Roth teil. Weitere 650 Staffeln komplettierten das Starterfeld des berühmten Langdistanzrennens über 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den anschließenden Marathon über 42,195 km. Alle drei Athleten/-innen hatten erneut einen der so begehrten Startplätze ergattern können, nachdem sie bereits in 2015 begeistert die Atmosphäre der Veranstaltung aufgesogen hatten. Auch in 2016 sorgten circa 6000 Helfer/-innen für die Versorgung der Sportler/-innen während des Wettkampfes. Ungefähr 260.000 Zuschauer waren am Wettkampftag erneut im Landkreis Roth in zahlreichen Stimmungsnestern von frühmorgens bis spät in die Nacht unterwegs.

„Delle“, seit 20 Jahren in der Langdistanzszene des Triathlons unterwegs, und Mandt konnten bereits in 2015 erfolgreich das Rennen beenden. Lewald musste im vergangenen Jahr der Hitze von 35 Grad Celsius Tribut zollen und mit Krämpfen wie viele Teilnehmer/-innen ausscheiden. In diesem Jahr waren moderatere Wetterbedingungen mit Höchsttemperaturen um 26 Grad vorhergesagt.

Um 06.30 Uhr wurde das Damen- und Herren-Profifeld mit den amtierenden Triathlon-Weltmeistern Daniela Ryf und Jan Frodeno auf die Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal geschickt. Mit fünfminütigen Abständen folgten weitere 16 Starts mit jeweils 200 Athleten/-innen. Drei Staffelstarts erfolgten schließlich gegen 09 Uhr.

Lewald durfte als erster der Tris um 06.40 Uhr in das ca. 20 Grad kühle Wasser, zehn Minuten später folgte Mandt und Delbrügge startete um 07 Uhr. Nach 1:17:39 Stunden konnte Lewald in erwartungsgemäßer und praktisch identischer Zeit wie in 2015 den Kanal verlassen. Mandt hatte auf der zweiten Hälfte der ersten Disziplin mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Wassertemperatur bereitete ihr Kälteprobleme, so dass sie zwei Minuten langsamer als 2015 nach 1:19:19 Stunden in die erste Wechselzone einlaufen konnte. Delbrügge benötigte gute 1:04:46 Stunden und konnte sich bereits hier im Vergleich zum Vorjahr um zwei Minuten verbessern.

Der Radkurs über 180 km war in zwei Runden aufgeteilt. Lewald musste bereits nach 15 km am Streckenrand aufgrund eines Defekts an seinem Bike anhalten. Ein nachfahrender Athlet bemerkte dies zu spät und fuhr in Lewalds´ Rad. Als Folge der Kollision hatte Lewald im weiteren Verlauf mit technischen Problemen an der Schaltung und der Vorderradbremse zu kämpfen. Erst in einer der Radservicestationen auf der Strecke konnten die Probleme notdürftig repariert werden. Weitere Zeit verlor Lewald, da er 30 km vor dem Ziel noch kurzzeitig einem vor ihm gestürzten Fahrer Erste Hilfe leistete. Schließlich erreichte er nach 5:53:52 Stunden die zweite Wechselzone.

Mandt benötigte zahlreiche Kilometer, um sich anlässlich der vorherigen Kälteprobleme aufwärmen zu können. Insbesondere die kalten Hände bereiteten ihr lange Zeit Schwierigkeiten. Erst nach der ersten Durchfahrt des Solarer Bergs bei 70 km waren ihre Probleme ausgestanden. Schließlich erreichte sie die zweite Wechselzone nach 05:54:21 Stunden über 15 Minuten schneller als im vergangenen Jahr.

Rund 30.000 Zuschauer peitschen Triathleten den Berg hinauf

Einzig bei Delbrügge lief es auf dem Rad ausgesprochen zufriedenstellend. Er konnte sein Triathlonbike bereits nach 5:22:28 Stunden in der zweiten Wechselzone abstellen. Erneuter Höhepunkt für alle Hartman-Tris war auf beiden Runden der berühmte Solarer Berg. Über nahezu einen Kilometer öffnete sich die Fahrspur für die Athleten/-innen erst wenige Meter vor der Durchfahrt bergan. Um die 30.000 Zuschauer säumten in mehreren Reihen hintereinander die Strecke und peitschten Profis und Amateure mit unfassbarer Stimmung den Berg hinauf.

Als letzte Disziplin folgte der Marathon, der über viele Kilometer am Main-Donau-Kanal entlang führt. Die alle 2,5 km aufgebauten Verpflegungsstellen wurden von vielen Teilnehmern/-innen dankbar genutzt. Auf der Laufstrecke bekam auch Delle Schwierigkeiten, der Rücken begann zu schmerzen. Dennoch hielt er durch und konnte in 3:54:12 Stunden mit nahezu identischer Laufzeit wie im vergangenen Jahr das Ziel erreichen. Mit einer Gesamtzeit von 10:30:26 Stunden finishte Delbrügge zehn Minuten schneller als in 2015. Er wurde Gesamt 565. und 85. in seiner Altersklasse M 45.

Mandt konnte ihren Marathon insgesamt sehr konstant absolvieren und sich in 4:34:34 Stunden ebenfalls nahezu zehn Minuten gegenüber 2015 verbessern. Mit einer Gesamtzeit von 11:56:54 Stunden war sie 20 Minuten schneller als in 2015 und belegte den 188. Platz im Damenfeld sowie den 12. Platz in ihrer Altersklasse W 50.

Lewald benötigte einige Kilometer, um schließlich ebenfalls ein konstantes Tempo aufzunehmen und seinen Marathon in 04:59:24 Stunden zu beenden. Mit einer Gesamtzeit von 12:20:47 Stunden konnte er als 1738. im gesamten Starterfeld und 323. in seiner Altersklasse M 35 den Einlauf im Rother Stadion genießen. Parallel wurde Lewald bei den Firefighter Worldchampionships gewertet. Hier belegte er den 45. Platz und wurde 16. in seiner Altersklasse.

Bild: Ulrike Mandt konnte den Challenge Roth mit einer Gesamtzeit von 11:56:54 Stunden beenden und belegte und belegte den 188. Platz im Damenfeld sowie den 12. Platz in ihrer Altersklasse W 50.

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