Dramatik pur: HSV-Frauen scheitern im Kreispokal-Endspiel nach Elfmeterschießen gegen SVE Heessen

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Frauen-Fußball, Finale Krombacher Kreispokal: SV Holzswickede – SVE Heessen 5:6 n. Elfm (2:2). Ein verrücktes Frauen-Kreispokalendspiel erlebten die rund 150 Zuschauer am Mittwochabend im Bergkamender Nordbergstadion. Am Ende hatte in einem dramatischen Spiel der SVE Heessen mit 6:5 nach Elfmeterschießen das bessere Ende für sich. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden, die Verlängerung brachte keine Tore.

Vor dem Spiel war die Favoritenrolle klar verteilt. SVE Heessen, dritter in der Landesliga 3 und Titelverteidiger, wurde als Favorit hoch gehandelt. Die HSV-Frauen, Neunter in der Landesliga 2, hatten zudem die Generalprobe durch ein 1:4 in der Liga bei SV Höntrop verpatzt. Doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und das zeigte sich im Bergkamener Nordbergstadion eindrucksvoll.

Die erste Hälfte verlief kurios. Die Holzwickederinnen hatten deutlich mehr Spielanteile und auch die besseren Chance. Und doch erzielten die Titelverteidigerinnen aus Heessen, in schicken Barcelona-Zwirn aufgelaufen, das erste Tor. Sina Beyer visierte erst die Latte an, den Abpraller drückte Michelle Etzel über die Linie (10.). Doch die kalte Dusche machte die HSV-Frauen munter. In der 12. Minute passte Kapitänin Veronika Küster auf Lara Golisch, die lief und lief und erzielte den Ausgleich. Der HSV hatte sich gefangen, drückte auf die Führung und hatte beste Chancen. Und doch waren es wieder die Hammer Vorstädterinnen, die eiskalt zuschlugen. Kathrin Schmidt stellte durch ihren Treffer den Spielverlauf auf den Kopf (40.). Doch diese Holzwickederinnen waren in den ersten 45 Minuten ungemein nervenstark. Charline Beckert, eigentlich in der „Zweiten“ zu Hause, erzielte im direkten Gegenzug den erneuten Ausgleich. Die rund 150 Zuschauer hatten eine tolle, sehr sehenswerte erste Hälfte gesehen.

Auch in Halbzeit zwei starteten die HSV-Damen besser und waren feldüberlegen. Heessen konnte sein Spiel nicht aufziehen. Was fehlte, war allerdings das erlösende Führungstor. Bei Dana Seketas Freistoß aus 20 Meter fehlten nur Zentimeter (61.). Heessens Sina Meyers‘ Schuss war der erste Richtung HSV-Tor in der zweiten Hälfte (74.). Larissa Schröder scheiterte im direkten Gegenzug an Heessens guter Keeperin Verena Muckermann.

Es ging in die Verlängerung. Beiden Mannschaften schwanden zusehends die Kräfte. Und doch hätte Lara Golisch freistehend in der 116. Minute alles klar machen müssen. Und so ging es in die Elfer-Lotterie. Es war nahezu irregulär, was dort abging. Inzwischen war es so dunkel, dass kaum noch jemand wirklich klare Sicht hatte. Flutlicht gab es nur am angrenzenden Kunstrasen. nicht. Saketa, Golisch und Pries trafen für den HSV – und bei zwei Fehlschüssen der Heessener schien fast alles klar. Doch dann zeigten die HSV-Frauen Nerven. Schmidt, Henkel, Weißwange und Küster „versemmelten“ – und so gewann am Ende das glücklichere Team.

HSV-Trainer Gregor Kraege war wie die Mannschaft enttäuscht. „Wir hätten es früher klar machen können und müssen.“

HSV: Julia Glowka, Annika Goßmann, Veronika Küster, Katharina Frohwein, Janina Weißwange, Dana Seketa, Anne-Christine Schmidt, Kinga Thomann, Charline Beckert (58. Larissa Steinröder), Lara Golisch, Anna Pries.
SVE Heessen: Verena Muckermann, Sandra Nowak, Daniela Kolek, Sina Beyer, Michelle Etzel (61. Elena Kamp), Kathrin Schmidt, Jacqueline Meyer, Marleen Holtsträter, Tanja Krzyzosiak, Alexandra Bode, Corinna Kamp (61. Lara Struckmeyer).
Tore: 0 : 1 Etzel (10.), 1 : 1 Golisch (12.), 1 : 2 Schmidt (40.), 2 : 2 Beckert (41.)
Elfmeterschießen: Saketa, Golisch, Pries treffen für den HSV, Schmidt, Henkel, Weißwange und Küster verschießen.
Schiedsrichter: Chris Nielinger (Bergkamen)

 

 

 

Bild: HSV-Spielerin Dana Seketa (r.) zeigte ein sehr gutes Spiel – wie auch alle anderen HSV-Frauen.

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